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PlanZV – Verordnung über die Ausarbeitung der Bauleitpläne und die Darstellung des Planinhalts

PlanZV

Ausfertigungsdatum: 18.12.1990

Vollzitat:

“Planzeichenverordnung vom 18. Dezember 1990 (BGBl. 1991 I S. 58), die zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 12. August 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 189) geändert worden ist”

Stand: Zuletzt geändert Art. 6 G v. 12.8.2025 I Nr. 189

Näheres zur Standangabe finden Sie im Menü unter Hinweise

Fußnote

(+++ Textnachweis ab: 1. 4.1991 +++)
Überschrift: IdF d. Art. 2 Nr. 1 G v. 22.7.2011 I 1509 mWv 30.7.2011
Auf Grund des § 2 Abs. 5 Nr. 4 des Baugesetzbuchs in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. Dezember 1986 (BGBl. I S. 2253) verordnet der Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau:
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

§ 1 Planunterlagen

(1) Als Unterlagen für Bauleitpläne sind Karten zu verwenden, die in Genauigkeit und Vollständigkeit den Zustand des Plangebiets in einem für den Planinhalt ausreichenden Grade erkennen lassen (Planunterlagen). Die Maßstäbe sind so zu wählen, daß der Inhalt der Bauleitpläne eindeutig dargestellt oder festgesetzt werden kann.
(2) Aus den Planunterlagen für Bebauungspläne sollen sich die Flurstücke mit ihren Grenzen und Bezeichnungen in Übereinstimmung mit dem Liegenschaftskataster, die vorhandenen baulichen Anlagen, die Straßen, Wege und Plätze sowie die Geländehöhe ergeben. Von diesen Angaben kann insoweit abgesehen werden, als sie für die Festsetzungen nicht erforderlich sind. Der Stand der Planunterlagen (Monat, Jahr) soll angegeben werden.
(1) Als Planzeichen in den Bauleitplänen sollen die in der Anlage zu dieser Verordnung enthaltenen Planzeichen verwendet werden. Dies gilt auch insbesondere für Kennzeichnungen, nachrichtliche Übernahmen und Vermerke. Die Darstellungsarten können miteinander verbunden werden. Linien können auch in Farbe ausgeführt werden. Kennzeichnungen, nachrichtliche Übernahmen und Vermerke sollen zusätzlich zu den Planzeichen als solche bezeichnet werden.
(2) Die in der Anlage enthaltenen Planzeichen können ergänzt werden, soweit dies zur eindeutigen Darstellung des Planinhalts erforderlich ist. Soweit Darstellungen des Planinhalts erforderlich sind, für die in der Anlage keine oder keine ausreichenden Planzeichen enthalten sind, können Planzeichen verwendet werden, die sinngemäß aus den angegebenen Planzeichen entwickelt worden sind.
(3) Die Planzeichen sollen in Farbton, Strichstärke und Dichte den Planunterlagen so angepaßt werden, daß deren Inhalt erkennbar bleibt.
(4) Die verwendeten Planzeichen sollen im Bauleitplan erklärt werden.
(5) Eine Verletzung von Vorschriften der Absätze 1 bis 4 ist unbeachtlich, wenn die Darstellung, Festsetzung, Kennzeichnung, nachrichtliche Übernahme oder der Vermerk hinreichend deutlich erkennbar ist.
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

§ 3 Überleitungsvorschrift

Die bis zum 31. Oktober 1981 sowie die bis zum Inkrafttreten dieser Verordnung geltenden Planzeichen können weiterhin verwendet werden

1.
für Änderungen oder Ergänzungen von Bauleitplänen, die bis zu diesen Zeitpunkten rechtswirksam geworden sind,
2.
für Bauleitpläne, deren Aufstellung die Gemeinde bis zu diesen Zeitpunkten eingeleitet hat, wenn mit der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange nach § 4 des Baugesetzbuchs oder vor Inkrafttreten des Baugesetzbuchs nach § 2 Abs. 5 des Bundesbaugesetzes begonnen worden ist sowie für Änderungen oder Ergänzungen dieser Bauleitpläne.
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

§ 4 Inkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am ersten Tage des auf die Verkündung folgenden dritten Kalendermonats in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Planzeichenverordnung 1981 vom 30. Juli 1981 (BGBl. I S. 833) außer Kraft.
Der Bundesrat hat zugestimmt.
(Fundstelle: BGBl. I 1991, 58 [Anlagenband];
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)
Anlage zur

Planzeichenverordnung 1990

Planzeichen für Bauleitpläne

1. Art der baulichen Nutzung

(§ 5 Abs. 2 Nr. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1 des Baugesetzbuchs – BauGB -,
§§ 1 bis 11 der Baunutzungsverordnung – BauNVO -)
   
           
           
      schwarz/weiß farbig
1.1. Wohnbauflächen

(§ 1 Abs. 1 Nr. 1 BauNVO)
 

Rot mittel
           
           
1.1.1. Kleinsiedlungsgebiete

(§ 2 BauNVO)
 

Rot mittel
           
           
1.1.2. Reine Wohngebiete

(§ 3 BauNVO)
 

Rot mittel
           
           
1.1.3. Allgemeine Wohngebiete

(§ 4 BauNVO)
 

Rot mittel
           
           
1.1.4. Besondere Wohngebiete

(§ 4a BauNVO)
 

Rot mittel
           
           
           
1.2. Gemischte Bauflächen

(§ 1 Abs. 1 Nr. 2 BauNVO)
 

Braun mittel
           
           
1.2.1. Dorfgebiete

(§ 5 BauNVO)
 

Braun mittel
           
           
1.2.2. Dörfliche
Wohngebiete

(§ 5a BauNVO)
 

Braun mittel
           
           
1.2.3. Mischgebiete

(§ 6 BauNVO)
 

Braun mittel
           
           
1.2.4. Urbane Gebiete

(§ 6a BauNVO)
 

Braun mittel
           
           
1.2.5. Kerngebiete

(§ 7 BauNVO)
 

Braun mittel
           
           
           
1.3. Gewerbliche Bauflächen

(§ 1 Abs. 1 Nr. 3 BauNVO)
 

Grau mittel
           
           
1.3.1. Gewerbegebiete

(§ 8 BauNVO)
 

Grau mittel
           
           
1.3.2. Industriegebiete

(§ 9 BauNVO)
 

Grau mittel
           
           
           
1.4. Sonderbauflächen

(§ 1 Abs. 1 Nr. 4 BauNVO)
 

Orange mittel
           
           
1.4.1. Sondergebiete, die der
Erholung dienen

(§ 10 BauNVO)

z. B.: Wochenendhaus-
         gebiete

 

Orange mittel
           
           
1.4.2. Sonstige Sondergebiete

(§ 11 BauNVO)

z. B.: Klinikgebiete

 

Orange mittel
           
           
    Zur weiteren Unterscheidung der Baugebiete sind Farbab-
stufungen zulässig.
 
    Im Bebauungsplan können die farbigen Flächensignaturen
auch als Randsignaturen verwendet werden.
 
    Im Flächennutzungsplan kann bei den Planzeichen für
die Bauflächen der Nummern 1.1. bis 1.4. bei farbiger
Darstellung der Buchstabe entfallen.
 
           
1.5. Beschleunigungsgebiete für die Windenergie an Land
(§ 249c BauGB)
  Abgebildet ist ein auf der langen Seite liegendes, weiß ausgefülltes Rechteck, dessen Rand eine gestrichelte Linie bildet. Die einzelnen Striche sind schwarz, dick und langgezogen, die Abstände dazwischen sind klein. In dem Rechteck steht in schwarzen Großbuchstaben das Wort „WIND“. Abgebildet ist ein auf der langen Seite liegendes, weiß ausgefülltes Rechteck, dessen Rand eine gestrichelte Linie bildet. Die einzelnen Striche sind schwarz, dick und langgezogen, die Abstände dazwischen sind klein. In dem Rechteck steht in schwarzen Großbuchstaben das Wort „WIND“. Die Fläche des Rechtecks ist im Hintergrund mit zehn waagerechten Reihen von jeweils circa acht kleinen, grauen Pfeilspitzen ohne Schaft ausgefüllt. Die Pfeilspitzen einer Reihe zeigen einheitlich nach links oder rechts, wobei sich die Richtung je Reihe abwechselt. Die Pfeilspitzen benachbarter Reihen sind seitlich versetzt zueinander angeordnet. Abgebildet ist ein auf der langen Seite liegendes, orange ausgefülltes Rechteck, dessen Rand eine gestrichelte Linie bildet. Die einzelnen Striche sind schwarz, dick und langgezogen, die Abstände dazwischen sind klein. In dem Rechteck steht in schwarzen Großbuchstaben das Wort „WIND“. Die Fläche des Rechtecks ist im Hintergrund mit zehn waagerechten Reihen von jeweils circa acht kleinen, weißen Pfeilspitzen ohne Schaft ausgefüllt. Die Pfeilspitzen einer Reihe zeigen einheitlich nach links oder rechts, wobei sich die Richtung je Reihe abwechselt. Die Pfeilspitzen benachbarter Reihen sind seitlich versetzt zueinander angeordnet.

Orange mittel
           
1.6. Beschränkung der Zahl
der Wohnungen

(§ 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB)

Aus besonderen städtebaulichen Gründen kann die höchst-
zulässige Zahl der Wohnungen in Wohngebäuden durch
Ergänzungen der Planzeichen festgesetzt werden.

 
     
    z.B.    
           
           
2. Maß der baulichen Nutzung

(§ 5 Abs. 2 Nr. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB, § 16 BauNVO)
     
           
           
2.1. Geschoßflächenzahl Dezimalzahl im Kreis, als Höchstmaß z.B.
    als Mindest- und Höchstmaß z.B.
    oder GFZ mit Dezimalzahl, als Höchstmaß z.B. GFZ 0,7
           
    als Mindest- und Höchstmaß z.B. GFZ 0,5 bis 0,7
           
           
2.2. Geschoßflache GF mit Flächenangabe, als Höchstmaß z.B. GF 500 m2
           
    als Mindest- und Höchstmaß z.B. GF 400 m2 bis 500 m2
           
           
2.3. Baumassenzahl Dezimalzahl im Rechteck z.B.
    oder BMZ mit Dezimalzahl, z.B. BMZ 3,0
           
           
2.4. Baumasse BM mit Volumenangabe z.B. BM 4000 m3
           
           
2.5. Grundflächenzahl Dezimalzahl z.B. 0,4
           
    oder GRZ mit Dezimalzahl, z.B. GRZ 0,4
           
           
2.6. Grundfläche GR mit Flächenangabe z.B. GR 100 m2
           
           
2.7. Zahl der Vollgeschosse        
        als Höchstmaß römische Ziffer, z.B. III
           
        als Mindest- und
      Höchstmaß
römische Ziffer, z.B. III-V
        zwingend römische Ziffer in einem Kreis, z.B.
           
           
2.8. Höhe baulicher Anlagen in …………….. m über einem Bezugspunkt  
        als Höchstmaß        
    Traufhöhe                   TH z.B. TH 12,4 m über Gehweg
    Firsthöhe                     FH z.B. FH 53,5 m über NN
    Oberkante                   OK z.B. OK 124,5 m über NN
           
        als Mindest- und
      Höchstmaß
    z.B. OK 116,0 m bis 124,5 m
       über NN
        zwingend     z.B.       124,5m über NN
           
           
3. Bauweise, Baulinien, Baugrenzen

(§ 9 Abs. 1 Nr. 2 BauGB, §§ 22 und 23 BauNVO)
     
           
           
3.1. Offene Bauweise       
           
3.1.1. nur Einzelhäuser zulässig       
           
3.1.2. nur Doppelhäuser zulässig       
           
3.1.3. nur Hausgruppen zulässig       
           
3.1.4. nur Einzel- und Doppelhäuser zulässig     
           
           
3.2. Geschlossene Bauweise     ɡ  
           
           
3.3. Abweichende Bauweise Im Bebauungsplan ist die von 3.1. oder 3.2. abweichende
Bauweise näher zu bestimmen.
 
           
           
      schwarz/weiß   farbig
3.4. Baulinie     

Rot
           
           
3.5. Baugrenze     

Blau
           
           
    Die Bestimmungslinien der Nummern 3.4. und 3.5. können
bei farbiger Darstellung auch in durchgezogenen Linien
ausgeführt werden.
 
           
           
4. Einrichtungen und Anlagen zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen
des öffentlichen und privaten Bereichs, Flächen für den Gemeinbedarf,
Flächen für Sport- und Spielanlagen

(§ 5 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe a und Absatz 4, § 9 Absatz 1 Nummer 5 und Absatz 6 BauGB)
 
           
           
      schwarz/weiß   farbig
4.1. Flächen für den Gemeinbedarf   

Karminrot mittel
           
           
    Im Bebauungsplan kann die farbige Flächensignatur auch
als Randsignatur verwendet werden.
 
           
  Einrichtungen und Anlagen:      
           
    Öffentliche Verwaltungen  Sportlichen Zwecken
dienende Gebäude
und Einrichtungen
           
    Schule  Post
           
    Kirchen und kirchlichen
Zwecken dienende Gebäude
und Einrichtungen
 Schutzbauwerk
           
    Sozialen Zwecken
dienende Gebäude
und Einrichtungen
 Feuerwehr
           
    Gesundheitlichen Zwecken
dienende Gebäude
und Einrichtungen
    
           
    Kulturellen Zwecken
dienende Gebäude
und Einrichtungen
    
           
    Die vorstehenden Zeichen können bei Bedarf durch Buchstaben
ergänzt werden.
 
    Im Flächennutzungsplan können die vorstehenden Zeichen zur
Kennzeichnung der Lage auch ohne Flächendarstellung
verwendet werden.
 
           
4.2. Flächen für Sport- und Spielanlagen   
           
    Sportanlagen  Spielanlagen
           
    Die vorstehenden Zeichen können bei Bedarf durch Buchstaben
ergänzt werden.
 
    Im Flächennutzungsplan können die vorstehenden Zeichen zur
Kennzeichnung der Lage auch ohne Flächendarstellung verwendet
werden.
 
           
           
5. Flächen für den überörtlichen Verkehr und für die örtlichen Hauptverkehrszüge

(§ 5 Abs. 2 Nr. 3 und Abs. 4 BauGB)
 
           
           
5.1. Straßenverkehr        
      schwarz/weiß   farbig
5.1.1. Autobahnen und autobahn-
ähnliche Straßen
  

Goldocker
           
           
5.1.2. Sonstige überörtliche und
örtliche Hauptverkehrsstraßen
  

Goldocker
           
           
5.1.3. Ruhender Verkehr       
           
5.2. Bahnen        
           
5.2.1. Bahnanlagen     

Violett mittel
           
           
5.2.2. Straßenbahnen     

Violett dunkel
           
           
5.2.3. Seilbahnen     

Violett dunkel
           
           
5.3. Überörtliche Wege und örtliche
Hauptwege
     
    z. B. Hauptwanderweg
           
5.4. Umgrenzung der Flächen
für den Luftverkehr
  

Violett dunkel
           
           
                 Zweckbestimmung:      
           
    Flughafen  Landeplatz
           
    Segelfluggelände  Hubschrauber-
landeplatz
           
           
6. Verkehrsflächen

(§ 9 Abs. 1 Nr. 11 und Abs. 6 BauGB)
     
           
           
      schwarz/weiß farbig
           
6.1. Straßenverkehrsflächen  

Goldocker
           
           
6.2. Straßenbegrenzungslinie
auch gegenüber Verkehrsflächen
besonderer Zweckbestimmung

Permanentgrün hell
           
           
    Die Straßenbegrenzungslinie entfällt, wenn sie mit einer
Baulinie oder Baugrenze zusammenfällt.
 
           
6.3. Verkehrsflächen beson-
derer Zweckbestimmung
 

Goldocker
           
           
  Zweckbestimmung:      
           
    Öffentliche Parkfläche     
           
    Fußgängerbereich     
           
    Verkehrsberuhigter Bereich   
           
6.4. Ein bzw. Ausfahrten und Anschluß
anderer Flächen an die Verkehrsflächen

(§ 9 Abs. 1 Nr. 4, 11 und Abs. 6 BauGB)
     
           
    z.B. Einfahrt     
           
    z.B. Einfahrtbereich     
           
    z.B. Bereich ohne
       Ein- und Ausfahrt
    
           
6.5. Bahnen Planzeichen vgl. Abschnitt 5.2.    
           
6.6. Luftverkehr Planzeichen vgl. Abschnitt 5.4.    
           
           
7. Flächen für Versorgungsanlagen, für die Abfallentsorgung und Abwasserbeseitigung sowie für Ablagerungen; Anlagen, Einrichtungen und sonstige Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegenwirken

(§ 5 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe b, Nummer 4 und Absatz 4, § 9 Absatz 1 Nummer 12, 14 und Absatz 6 BauGB)
 
           
      schwarz/weiß   farbig
        

Gelb hell
           
           
    Im Bebauungsplan kann die farbige Flächensignatur auch
als Randsignatur verwendet werden.
 
           
  Zweckbestimmung bzw. Anlagen und Einrichtungen:      
           
    Elektrizität  Abwasser
           
    Gas  Abfall
           
    Fernwärme  Ablagerung
           
    Wasser     
           
    Erneuerbare Energien    
           
    Kraft-Wärme-Kopplung    
           
           
    Die vorstehenden Zeichen können bei Bedarf durch Buchstaben
ergänzt werden.
 
    Im Flächennutzungsplan können die vorstehenden Zeichen
zur Kennzeichnung der Lage auch ohne Flächendarstellung
verwendet werden.
 
           
           
8. Hauptversorgungs- und Hauptabwasserleitungen

(§ 5 Abs. 2 Nr. 4 und Abs. 4, § 9 Abs. 1 Nr. 13 und Abs. 6 BauGB)
   
           
    oberirdisch
           
    unterirdisch
           
    Die Art der Leitungen soll näher bezeichnet werden.  
           
           
9. Grünflächen

(§ 5 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 4, § 9 Abs. 1 Nr. 15 und Abs. 6 BauGB)
   
           
           
      Schwarz/weiß   farbig
        

Grün mittel
           
           
    Im Bebauungsplan sind Grünflächen als öffentliche oder
private Grünflächen besonders zu bezeichnen.
 
    Im Bebauungsplan kann die Flächensignatur auch als
Randsignatur verwendet werden.
 
           
  Zweckbestimmung:      
           
    Parkanlage  Zeltplatz
           
    Dauerkleingärten  Badeplatz,
Freibad
           
    Sportplatz  Friedhof
           
    Spielplatz     
           
    Im Flächennutzungsplan können die vorstehenden Zeichen
zur Kennzeichnung der Lage auch ohne Flächendarstellung
verwendet werden.
 
           
           
10. Wasserflächen und Flächen für die Wasserwirtschaft, den Hochwasserschutz und die Regelung des Wasserabflusses

(§ 5 Abs. 2 Nr. 7 und Abs. 4, § 9 Abs. 1 Nr. 16 und Abs. 6 BauGB)
 
           
           
      schwarz/weiß   farbig
10.1. Wasserflächen     

Blau mittel
           
           
    Die Flächensignatur kann auch als Randsignatur verwendet werden.  
           
  Zweckbestimmung z. B.:      
           
    Hafen   

Blau mittel
           
           
10.2. Umgrenzung von Flächen für die
Wasserwirtschaft, den Hoch-
wasserschutz und die Regelung
des Wasserabflusses
  

Blau dunkel
           
           
  Zweckbestimmung z. B.:      
           
    Hochwasser-
rückhaltebecken
  

Blau dunkel
           
           
    Überschwemmungs-
gebiet
  
         
Blau dunkel
           
10.3. Umgrenzung der Flächen mit wasser-
rechtlichen Festsetzungen
  

Blau dunkel
           
           
  Zweckbestimmung z. B.:      
           
    Schutzgebiet für
Grund- und Quell-
wassergewinnung
  

Blau dunkel
           
           
    Schutzgebiet für
Oberflächen-
gewässer
  

Blau dunkel
           
           
           
11. Flächen für Aufschüttungen, Abgrabungen oder für die Gewinnung von Bodenschätzen

(§ 5 Abs. 2 Nr. 8 und Abs. 4, § 9 Abs. 1 Nr. 17 und Abs. 6 BauGB)
 
           
           
11.1. Flächen für Aufschüttungen
           
11.2. Flächen für Abgrabungen oder für
die Gewinnung von Bodenschätzen
           
    Bei kleinen Flächen kann die Randsignatur im Flächennutzungsplan entfallen.  
           
           
12. Flächen für die Landwirtschaft und Wald

(§ 5 Abs. 2 Nr. 9 und Abs. 4, § 9 Abs. 1 Nr. 18 und Abs. 6 BauGB)
   
           
           
      schwarz/weiß   farbig
12.1. Flächen für die Landwirtschaft   

Gelbgrün
           
           
12.2. Flächen für Wald     

Blaugrün
           
           
    Die Flächensignaturen können auch als Randsignaturen verwendet werden.  
           
  Zweckbestimmung z. B.:      
           
    Erholungswald
           
           
13. Planungen, Nutzungsregelungen, Maßnahmen und Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft

(§ 5 Abs. 2 Nr. 10 und Abs. 4, § 9 Abs. 1 Nr. 20, 25 und Abs. 6 BauGB)
 
           
           
      schwarz/weiß   farbig
13.1. Umgrenzung von Flächen für Maßnah-
men zum Schutz, zur Pflege und zur
Entwicklung von Natur und Landschaft

(§ 5 Abs. 2 Nr. 10 und Abs. 4,
§ 9 Abs. 1 Nr. 20 und Abs. 6 BauGB)
  

Grün dunkel
           
           
  Maßnahmen zur Schutz, zur Pflege
und zur Entwicklung von Natur und
Landschaft, soweit solche Fest-
setzungen nicht nach anderen
Vorschriften getroffen werden können

(§ 9 Abs. 1 Nr. 20 und Abs. 6 BauGB)
     
           
    Im Bebauungsplan sind die Maßnahmen näher zu bestimmen.  
           
13.2. Anpflanzungen von Bäumen, Sträuchern
und sonstigen Bepflanzungen
sowie Bindungen für Bepflanzungen
und für die Erhaltung von Bäumen,
Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
sowie von Gewässern

(§ 9 Abs. 1 Nr. 25 und Abs. 6 BauGB)
     
           
  Anpflanzen: Bäume   
           
    Sträucher   
           
    Sonstige
Bepflanzungen
  

Grün dunkel
           
           
                            Erhaltung: Bäume   
           
    Sträucher   
           
    Sonstige
Bepflanzungen
  

Grün dunkel
           
           
    Festsetzungen für Teile baulicher Anlagen
sind im Bebauungsplan näher zu bestimmen.
 
           
13.2.1. Umgrenzung von Flächen zum
Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern
und sonstigen Bepflanzungen

(§ 9 Abs. 1 Nr. 25 Buchstabe a) und Abs. 6 BauGB)
  Anpflanzen: Bäume   
           
    Sträucher   
           
    Sonstige
Bepflanzungen
  

Grün dunkel
           
           
13.2.2. Umgrenzung von Flächen mit
Bindungen für Bepflanzungen und für
die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern
und sonstigen Bepflanzungen sowie
von Gewässern

(§ 9 Abs. 1 Nr. 25 Buchstabe b) und Abs. 6 BauGB)
           
                            Erhaltung: Bäume   
           
    Sträucher   
           
    Sonstige
Bepflanzungen
  
           
      schwarz/weiß   farbig
13.3. Umgrenzung von Schutzgebieten und
Schutzobjekten im Sinne des Natur-
schutzrechts

(§ 5 Abs.4, § 9 Abs. 6 BauGB)
  

Grün dunkel
           
           
    Bei Bedarf sind zur weiteren Unterscheidung der Schutzgebiete und
Schutzobjekte Differenzierungen in der Umgrenzungssignatur zulässig.
 
           
  Schutzgebiete und Schutzobjekte:      
           
    Naturschutzgebiet  Naturpark
           
    Nationalpark  Naturdenkmal
           
    Landschaftsschutz-
gebiet
 Geschützter
Landschafts-
bestandteil
           
           
14. Regelungen für die Stadterhaltung und für den Denkmalschutz

(§ 5 Abs. 4, § 9 Abs. 6, § 172 Abs. 1 BauGB)
   
           
      schwarz/weiß   farbig
14.1. Umgrenzung von Erhaltungsbe-
reichen, wenn im Bebauungs-
plan bezeichnet

(§ 172 Abs. 1 BauGB)
  

Rot
           
           
14.2. Umgrenzung von Gesamtanlagen
(Ensembles), die dem Denk-
malschutz unterliegen

(§ 5 Abs. 4, § 9 Abs. 6 BauGB)
  

Rot
           
           
14.3. Einzelanlagen (unbewegliche
Kulturdenkmale), die dem
Denkmalschutz unterliegen

(§ 5 Abs. 4, § 9 Abs. 6 BauGB)
    
           
           
15. Sonstige Planzeichen      
           
           
      schwarz/weiß   farbig
15.1. Umgrenzung der Bauflächen, für
die eine zentrale Abwasserbe-
seitigung nicht vorgesehen ist

(§ 5 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 4 BauGB)
  

Gelb hell
           
           
15.2. Mindestmaße für die Größe, Breite
und Tiefe von Baugrundstücken
und Höchstmaße für
Wohnbaugrundstücke

(§ 9 Abs. 1 Nr. 3 BauGB)
     
           
    Mindest-/Höchstgröße F   mind./höchst. z.B. F   mind./höchst. 1000 m2
           
    Mindest-/Höchstbreite b   mind./höchst. z.B. b   mind./höchst. 20 m
           
    Mindest-/Höchsttiefe t    mind./höchst. z.B. t    mind./höchst. 60 m
           
15.3. Umgrenzung von Flächen für
Nebenanlagen, Stellplätze,
Garagen und Gemeinschafts-
anlagen

(§ 9 Abs. 1 Nr. 4 und 22 BauGB)
  

Rot
           
           
  Zweckbestimmung:      
           
    Stellplätze St Gemeinschafts-
stellplätze
GSt
           
    Garagen Ga Gemeinschafts-
garagen
GGa
           
    Spielplatz     
           
15.4. Besonderer Nutzungszweck von
Flächen, der durch besondere
städtebauliche Gründe erfor-
derlich wird

(§ 9 Abs. 1 Nr. 9 BauGB)
z.B.   
           
15.5. Mit Geh-, Fahr- und Leitungs-
rechten zu belastende Flächen

(§ 9 Abs. 1 Nr. 21 und Abs. 6 BauGB)
    
           
    bei schmalen Flächen   
           
15.6. Umgrenzung der Flächen für Nutzungs-
beschränkungen oder für Vorkehrungen
zum Schutz gegen schädliche Umwelt-
einwirkungen im Sinne des Bundes-
Immissionsschutzgesetzes

(§ 5 Abs. 2 Nr. 6 und Abs. 4 BauGB)
           
  Umgrenzungen der Flächen für besondere
Anlagen und Vorkehrungen zum Schutz
vor schädlichen Umwelteinwirkungen im
Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes

(§ 9 Abs. 1 Nr. 24 und Abs. 6 BauGB)
     
       
    Im Bebauungsplan sind die Maßnahmen innerhalb der Flächen
näher zu bestimmen.
 
           
15.7. Umgrenzung der Gebiete, in denen
bestimmte, die Luft erheblich ver-
unreinigende Stoffe nicht oder nur
beschränkt verwendet werden dürfen

(§ 9 Abs. 1 Nr. 23 und Abs. 6 BauGB)
           
    Im Bebauungsplan sind die Maßnahmen innerhalb der Gebiete
näher zu bestimmen.
 
           
15.8. Umgrenzung der Flächen, die von der
Bebauung freizuhalten sind

(§ 9 Abs. 1 Nr. 10 und Abs. 6 BauGB)
           
  Umgrenzung der von der Bebauung
freizuhaltenden Schutzflächen

(§ 9 Abs. 1 Nr. 24 und Abs. 6 BauGB)
     
           
    Im Bebauungsplan sind die Maßnahmen innerhalb der Flächen
näher zu bestimmen.
 
           
15.9. Flächen für Aufschüttungen, Abgra-
bungen und Stützmauern, soweit sie
zur Herstellung des Straßenkörpers
erforderlich sind

(§ 9 Abs. 1 Nr. 26 und Abs. 6 BauGB)
     
           
    Aufschüttung
           
    Abgrabung
           
    Stützmauer
           
15.10. Höhenlage bei Festsetzungen

(§ 9 Abs. 2 und 6 BauGB)
z.B.  Ok   

(Oberkante)

          Gehweg          124,5 m ü. NN

    z.B.  Uk   

(Unterkante)

          Brücke            116,0 m ü. NN

           
      schwarz/weiß   farbig
15.11. Umgrenzung der Flächen, bei deren
Bebauung besondere bauliche Vor-
kehrungen gegen äußere Einwirkungen
oder bei denen besondere bauliche
Sicherungsmaßnahmen gegen
Naturgewalten erforderlich sind

(§ 5 Abs. 3 Nr. 1 und Abs. 4, § 9 Abs. 5 Nr. 1 und Abs. 6 BauGB)
  

Grau dunkel
           
           
  Umgrenzung der Flächen, unter
denen der Bergbau umgeht oder
die für den Abbau von Mineralien
bestimmt sind

(§ 5 Abs 3 Nr. 2 und Abs. 4, § 9 Abs. 5 Nr. 2 und Abs. 6 BauGB)
     
           
      schwarz/weiß
15.12. Umgrenzung der für bauliche
Nutzungen vorgesehenen Flächen,
deren Böden erheblich mit
umweltgefährdenden Stoffen
belastet sind

(§ 5 Abs. 3 Nr. 3 und Abs. 4 BauGB)
           
  Umgrenzung der Flächen, deren Böden
erheblich mit umweltgefährdenden
Stoffen belastet sind

(§ 9 Abs. 5 Nr. 3 und Abs. 6 BauGB)
     
           
    Im Flächennutzungsplan kann nachstehendes Zeichen
zur Kennzeichnung der Lage ohne Flächendarstellung verwendet werden.
 
           
          
           
15.13. Grenze des räumlichen Geltungs-
bereichs des Bebauungsplans

(§ 9 Abs. 7 BauGB)
  

Grau dunkel
           
           
15.14. Abgrenzung unterschiedlicher
Nutzung, z. B. von Baugebieten,
oder Abgrenzung des Maßes der
Nutzung innerhalb eines Baugebiets

(z. B. § 1 Abs. 4 § 16 Abs. 5 BauNVO)
           
           

Fußnote

Anlage Nr. 1 Überschrift Kursivdruck: Aufgrund offensichtlicher Unrichtigkeit wurde das Wort “Baunutzungsverordung” durch “Baunutzungsverordnung” ersetzt
Anlage Nr. 1.6. Kursivdruck: Aufgrund offensichtlicher Unrichtigkeit wurde das Wort “städebaulichen” durch das Wort “städtebaulichen” ersetzt; frühere Nr. 1.5. jetzt Nr. 1.6. gem. Art. 6 Nr. 2 G v. 12.8.2025 I Nr. 189 mWv 15.8.2025