Schmerzensgeldtabelle 2026: Anspruch ermitteln

Wenn Schmerz ein Preisschild trägt – was die Schmerzensgeldtabelle über Gerechtigkeit in Zahlen verrät:

Ein unachtsamer Moment im Straßenverkehr, ein grober Behandlungsfehler im OP, ein Sturz auf glattem Boden – und das Leben ist nicht mehr, wie es war. Schmerzen, Narben, Angstzustände. Was folgt, ist oft ein langes Ringen: nicht nur um Heilung, sondern auch um Anerkennung, Ausgleich und Gerechtigkeit. Doch wie misst man Leid? Und wie viel Schmerzensgeld bekommt man wirklich?

Die Schmerzensgeldtabelle liefert Antworten – keine pauschalen, aber belastbare Richtwerte. Wer in § 253 II BGB nachschlägt, erfährt: Eine „billige Entschädigung in Geld“ ist rechtlich vorgesehen, wenn „der Körper, die Gesundheit, die Freiheit oder die sexuelle Selbstbestimmung“ verletzt wurden. Doch wie wird aus subjektivem Schmerz ein objektiver Anspruch?

Schmerzensgeldtabelle

Wann die Schmerzensgeldtabelle wirklich weiterhilft, wo ihre Grenzen liegen – und unter welchen Voraussetzungen überhaupt ein Anspruch auf Schmerzensgeld besteht: Das und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag.

I. Das Wichtigste in Kürze:

  • Anspruch auf Schmerzensgeld:
    Wer durch einen Dritten körperlich oder psychisch verletzt wird – etwa durch einen Auffahrunfall, einen Behandlungsfehler oder einen Hundebiss – kann nach § 253 II BGB i. V. m. Art. 1 und 2 I GG eine Entschädigung für immaterielle Schäden verlangen.
  • Beweispflicht des Geschädigten:
    Um Schmerzensgeld geltend zu machen, muss der Betroffene den Kausalzusammenhang zwischen Schaden und Ereignis belegen. Gängige Beweismittel sind – ärztliche Atteste, Sachverständigengutachten, Fotodokumentationen und Zeugenaussagen.
  • Beweislastumkehr bei Behandlungsfehlern:
    Bei groben ärztlichen Behandlungsfehlern – etwa fehlender Aufklärung oder OP-Irrtum – kehrt sich die Beweislast um (vgl. § 630h BGB). Hier muss der Behandelnde dann nachweisen, dass kein schuldhaftes Verhalten vorliegt.
  • Keine pauschalen Summen:
    Jede Entscheidung über die Höhe des Schmerzensgeldes ist einzelfallabhängig, die Schmerzensgeldtabellen entfalten keine rechtsverbindliche Wirkung sondern dienen den Gerichten als Orientierung bei der Urteilsfindung.

Achtung für Betroffene

  • Kostenübernahme:
    Bei erfolgreicher Durchsetzung des Anspruchs übernimmt der Schädiger oder dessen Haftpflichtversicherung – etwa nach einem Unfall – auch die Anwalts- und Gerichtskosten.
  • Verjährung nicht verpassen:
    Die reguläre Verjährungsfrist beträgt drei Jahre (vgl. §§ 195, 199 BGB) und beginnt mit Jahresende der Kenntnis von Schaden und Schädiger. Bei Spätfolgen (z. B. nach medizinischen Eingriffen) kann die Frist durch einen Feststellungsantrag auf bis zu 30 Jahre verlängert werden.
  • Realistische Forderungen stellen:
    Wer unangemessene Summen verlangt, riskiert eine gerichtliche Ablehnung des gesamten Anspruchs, dementsprechend sollten die Forderungen sich an einem realitätsnahmen Rahmen orientieren.

II. Schmerzensgeldtabelle – so funktioniert’s

Die Schmerzensgeldtabelle ist keine gesetzlich verbindliche Regelung, sondern ein praxisorientiertes Hilfsmittel: Sie fasst gerichtliche Entscheidungen zu zugesprochenem Schmerzensgeld bei unterschiedlichen Verletzungsarten zusammen – etwa bei Verkehrsunfällen, Behandlungsfehlern oder Stürzen.

Gerichte, Anwälte und Versicherungen nutzen sie, um sich an vergleichbaren Fällen zu orientieren und eine angemessene Entschädigungshöhe zu bestimmen.

Bekannte Tabellen wie die Celler Schmerzensgeldtabelle, die ADAC-Schmerzensgeldtabelle oder die von Beck herausgegebene Sammlung listen die Schadensersatz Höhe in Abhängigkeit von Art und Schwere der Verletzung. Dabei gilt: Die Tabellen liefern lediglich Richtwerte, die das Gericht nicht binden, sondern die richterliche Entscheidung im Einzelfall lediglich unterstützen.

“(1) Wegen eines Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, kann Entschädigung in Geld nur in den durch das Gesetz bestimmten Fällen gefordert werden.

(2) Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden.”

Schmerzensgeld ist eine Geldentschädigung für immaterielle Schäden wie körperliche Schmerzen, psychische Beeinträchtigungen oder den Verlust der Lebensfreude infolge eines Unfalls, eines Behandlungsfehlers oder einer anderen Verletzung der körperlichen Unversehrtheit. Geregelt ist der Anspruch in § 253 II BGB. Er soll den Geschädigten sowohl Ausgleich für das erlittene Leid als auch Genugtuung für das Unrecht bieten. Anders als materielle Schäden wie z. B. Reparaturkosten, lassen sich immaterielle Schäden nicht exakt beziffern.

Deshalb wird die Höhe des Schmerzensgeldes vom Gericht unter Berücksichtigung des Einzelfalls festgelegt – häufig mithilfe einer Schmerzensgeldtabelle zur Orientierung.

Wichtig zu wissen: Verbindlich sind diese Schmerzensgeldtabellen nicht. Weder Versicherer noch Gerichte sind an die dort genannten Beträge gebunden. Sie dienen vielmehr als Orientierungshilfe – für Kläger, Anwälte und Richter gleichermaßen. Denn die letztlich zugesprochene Summe hängt stets vom konkreten Einzelfall ab: vom Ausmaß der Verletzung, von Folgeschäden, dem Verschuldensgrad – und auch vom Verhalten der Gegenseite bei der Regulierung.

Es gilt hierbei ebenfalls zu beachten, dass die insbesondere in 2025 schwerwiegende Inflation in vielen Tabellen nicht berücksichtigt ist, denn die meisten Tabellen orientieren sich an älteren Entscheidungen. Übernimmt man also dementsprechend die Werte aus vergangenen Urteilen ohne angemessene Abwägung, riskiert man eine fehlerhafte Einschätzung. Deswegen empfiehlt es sich, die eigene Forderung mit einem Fachanwalt abzustimmen – etwa um zu vermeiden, dass die Schmerzensgeldtabelle der Gegenseite eine niedrigere Vergleichssumme als „marktüblich“ ansetzt.

1. Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion

Das Schmerzensgeld erfüllt im deutschen Zivilrecht zwei zentrale Aufgaben:

Es soll nicht nur den immateriellen Schaden ausgleichen, sondern auch ein Zeichen der Genugtuung für das erlittene Unrecht setzen. Gerade weil Schmerzen, seelische Belastungen oder der Verlust von Lebensqualität kaum objektiv bezifferbar sind, wird das Schmerzensgeld zur symbolischen, aber auch ganz realen Anerkennung des erlittenen Leids zugesprochen.

Für die sogenannte Ausgleichsfunktion zählt insbesondere: Wie intensiv war der Schmerz? Wie lang die Beeinträchtigung? Mussten Operationen durchgeführt werden oder blieben Folgeschäden zurück? Auch die Dauer der Arbeitsunfähigkeit oder psychische Nachwirkungen können sich auf die Summe auswirken.

Die Genugtuungsfunktion hingegen knüpft stärker an das Verhalten des Schädigers an. Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig handelt, wer die Regulierung hinauszögert oder gar das Opfer herabwürdigt, riskiert höhere Beträge. Auch die wirtschaftliche Lage beider Parteien kann – insbesondere bei der Entscheidung des Gerichts – eine Rolle spielen.

Schmerzensgeldtabelle
Wie intensiv war der Schmerz, wie schwer ist die Verletzung und welche Folgen blieben?

2. Beurteilungskriterien

Zur Beurteilung des Schmerzensgeldanspruchs dient die Schmerzensgeldtabelle als Orientierung – maßgeblich sind jedoch stets die konkreten Umstände des Einzelfalls, die anhand der folgenden Kriterien bewertet werden.

Schmerzintensität:
Hierbei wird im wesentlichen die Empfindlichkeit des verletzten Körperteils sowie die Dauer der schädigenden Einwirkung berücksichtigt.

Eingriffsintensität:
Hierbei wird beurteilt ob es sich lediglich um unkomplizierte Verletzungen handelt, oder ob und wenn ja welche Art von tiefgehenden Operationen vorgenommen werden mussten.

Folgeschäden:
Sofern der Geschädigte weitergehende Einschränkungen psychischer oder körperlicher Natur vorweisen kann, kann auch dies die Summe des Schmerzensgelds erhöhen.

Grad des Verschuldens des Schädigers:
Insbesondere Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit können die Schmerzensgeldhöhe deutlich erhöhen.

Regulierungsverhalten des Schädigers:
Zögert die gegnerische Versicherung bewusst die Schadensregulierung hinaus oder verweigert sie unberechtigt Zahlungen, kann dies zu einem höheren Schmerzensgeld führen.

Vermögensverhältnisse der Beteiligten:
Auch die wirtschaftliche Lage von Schädiger und Geschädigtem kann berücksichtigt werden. Wer finanziell besonders leistungsfähig ist, muss unter Umständen mehr zahlen.

III. Kein Anspruch bei Bagatellverletzungen?

Nicht jede Blessur rechtfertigt einen finanziellen Ausgleich – das zeigt auch ein genauerer Blick in die Schmerzensgeldtabelle. Denn so individuell Schmerzensgeld bemessen wird, so klar sind die Grenzen bei sogenannten Bagatellverletzungen.

Der Gesetzestext des § 253 II BGB selbst enthält keine klare Schwelle.

Doch in den Gesetzesmaterialien wurde betont: Schmerzensgeld soll dann ausgeschlossen sein, wenn die Verletzung so geringfügig ist, dass keine nennenswerte Einschränkung der Lebensführung entsteht.

Diese Auslegung stützt sich auch auf die Rechtsprechung, die bei Verkehrsunfällen mit niedriger Aufprallgeschwindigkeit oder bei Behandlungsverläufen ohne Folgeschäden regelmäßig keinen Anspruch anerkennt.

Anwälte, die die Versicherung des Schädigers vertreten, verweisen deshalb häufig auf die fehlende „Erheblichkeit“ der Beeinträchtigung. Dagegen argumentieren Vertreter der Geschädigten mit der Tatsache, dass der Gesetzgeber die frühere Einschränkung nach der alten Rechtslage des § 847 BGB durch den § 253 II BGB bewusst gestrichen hat – was als Öffnung für eine großzügigere Handhabung gedeutet werden kann.

Wer also Schmerzensgeld für eine vermeintlich kleine Verletzung einfordert, muss gut dokumentieren, inwieweit der Alltag tatsächlich beeinträchtigt wurde. Andernfalls droht eine Ablehnung durch Gericht oder Versicherung – trotz vermeidlicher Ähnlichkeit zu den Einträgen in der Schadensersatz Schmerzensgeld Tabelle.

Gemeint sind damit leichte, kurzfristige Beschwerden, wie etwa:

  • oberflächliche Prellungen oder Schürfwunden,
  • Kopfschmerzen oder Schleimhautreizungen,
  • harmlose Zerrungen oder Stauchungen,
  • einfache Halswirbelsäulenverletzungen ohne dauerhafte Einschränkungen.

IV. Sonderkonstellation: Müssen Kinder Schmerzensgeld zahlen?

Nicht immer sind es Erwachsene, die Schäden verursachen – auch Kinder können in Situationen verwickelt sein, die zu Personenschäden führen. Doch wie verhält es sich rechtlich, wenn durch das Verhalten eines Kindes Schmerzensgeld geltend gemacht werden soll?

Grundsätzlich gilt: Kinder unter sieben Jahren sind laut § 828 BGB deliktsunfähig – das heißt, sie können für verursachte Schäden nicht verantwortlich gemacht werden. Ein Anspruch auf Schmerzensgeld besteht gegen sie nicht, auch nicht bei immateriellen Schäden wie Schmerzen oder seelischen Beeinträchtigungen.

Für Unfälle im Straßenverkehr wird diese Grenze sogar auf zehn Jahre angehoben: Kinder unter zehn Jahren haften bei einem Verkehrsunfall, etwa wenn sie plötzlich auf die Straße laufen, ebenfalls nicht.

In der Praxis bedeutet das: Weder die Eltern noch die Kinder müssen in solchen Fällen Schmerzensgeld zahlen. Auch die Schmerzensgeldtabelle bei Verkehrsunfall weist in der Regel keine Einträge für derart junge Verursacher aus – schlicht, weil eine Haftung nicht in Betracht kommt.

Schmerzensgeldtabelle
Schmerzensgeld bei Kindern? Unter 10 meist ausgeschlossen – doch bei gefährlichem Verhalten kann laut § 828 BGB auch ein Kind haften.

Anders liegt der Fall, wenn ein Kind – obwohl jünger als zehn Jahre – eine Handlung begeht, die nach allgemeinem Verständnis mit ausreichender Einsicht in das Unrecht verbunden ist. Wirft ein Kind beispielsweise Gegenstände auf fahrende Autos und verursacht dabei schwere Verletzungen, kann es unter Umständen dennoch haften – weil hier eine bewusste, gefährliche Handlung vorliegt. Die Rechtsprechung verlangt dann eine Einzelfallprüfung zur Einsichtsfähigkeit.

In der Schmerzensgeldtabelle, wie etwa der Celler Schmerzensgeldtabelle, finden sich solche Einzelfälle selten – sie zeigen jedoch, dass auch Kinder unter Umständen zur Zahlung verpflichtet werden können. Wichtig zu wissen: Eltern haften für ihre Kinder? Nicht automatisch! Eltern haften nicht immer für das Schmerzensgeld ihrer Kinder. Wird ein Kind verurteilt, gilt das Urteil 30 Jahre lang – mit entsprechenden Zinsen. Die Durchsetzung der Forderung kann also auch später noch erfolgen.

V. Sonderkonstellation: Schockschäden oder Mobbing

Auch bei psychischen Schäden und Persönlichkeitsrechtsverletzungen ist die Schmerzensgeldtabelle eine Richtschnur – etwa in Fällen sogenannter Schockschäden oder Mobbingkonstellationen. Wenn ein Mensch nach dem Unfalltod eines Angehörigen unter schwerwiegenden psychischen Folgen leidet, kann Schmerzensgeld zugesprochen werden – vorausgesetzt, die Beeinträchtigung erreicht Krankheitswert.

Auch das systematische Herabsetzen oder Ausgrenzen am Arbeitsplatz – Mobbing – kann einen Anspruch begründen, wenn das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt wird. In beiden Konstellationen bleibt der Blick in die Schmerzensgeldtabelle ein entscheidender Schritt zur Einschätzung, wie viel Schmerzensgeld man bei seelischem Leid bekommt.

VI. Schmerzensgeldtabelle nach Unfall- und Haftungskonstellationen

Die nachfolgenden Angaben zu Schmerzensgeldbeträgen beruhen auf öffentlich zugänglichen Informationen, insbesondere aus den Quellen koerperverletzung.com, schmerzensgeldtabelle24.de sowie advocado.de und wurden darüber hinaus durch eigene Webrecherche ergänzt.

Es handelt sich um eine nicht abschließende Übersicht zu Orientierungszwecken, die keine individuelle rechtliche Beratung ersetzt und keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität erhebt.

Stand der Recherche: 15.01.2026

Voraussetzungen:

Nach einem Verkehrsunfall richtet sich die Höhe des Schmerzensgeldes nach Art und Schwere der erlittenen Verletzungen. Voraussetzung ist, dass der Unfallverursacher schuldhaft gehandelt hat und dem Geschädigten dadurch ein immaterieller Schaden – etwa Schmerzen, Leiden oder dauerhafte Beeinträchtigungen – entstanden ist.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Leichte Prellungen250 €OLG München, 2016
Schleudertrauma nach grob fehlerhafter Behandlung300 €OLG München, 2015, Az. 10 U 824/14
Prellung Körperhälfte, 1 Woche Arbeitsunfähigkeit, 75% Mitverschulden450 €AG Dinslaken, 2005, Az. 34 C 231/04
HWS-Distorsion nach Auffahrunfall (verschiedene Arbeitsunfähigkeiten)500 €LG Bonn, 2010, Az. 15 O 207/09
Leichte HWS-Distorsion, Prellung Schulter, Prellung Kniegelenk750 €LG Ravensburg, 2006, Az. 1 S 10/06
Schleudertrauma, ISG-Blockade, Verletzung der Lendenwirbel2.000 €AG München, 2013
Polytrauma mit Todesfolge nach drei Stunden4.000 €LG Limburg, 2007, Az. 2 O 368/06
HWS-Distorsion 1. Grades, einmonatige Arbeitsunfähigkeit, fast dreijähriger Heilungsprozess4.000 €OLG Nürnberg, 2000
HWS-Distorsion 1. Grades, Cervikalsyndrom, fortwährende Schwindelattacken, dreiwöchige stationäre Behandlung, fünfmonatige Arbeitsunfähigkeit6.000 €OLG Saarbrücken, 2005
Handgelenkfraktur, Prellungen, Schnittwunden, Gehirnerschütterung, Nasenbeinbruch7.000 €LG Wiesbaden, 2007, Az. 3 O 116/04
Depression & Arbeitsunfähigkeit der Eltern nach Unfalltod ihrer 3 Kinder10.225 € bzw. 15.300 €OLG Nürnberg, 1995
Bruch zweier Wirbel10.000 €LG Coburg, 2009
Dauerhafter, mittelschwerer rechtsseitiger Tinnitus12.000 €OLG Naumburg, 2013
Nasenbeinbruch, Schlüsselbeinbruch, Rippenbruch, Ausrenkung des Schultergelenks, Pneumothorax, Nierenquetschung, zahlreiche Prellungen, Schürfwunden, Riss- und Platzwunden15.000 €OLG Karlsruhe, 2012
Schmerzensgeld bei fehlendem Sicherheitsabstand und 40 % Mitverschulden25.000 €OLG Naumburg, 2015, Az. 12 U 58/15
Schweres Schleudertrauma sowie Nasenbeinbruch, Schürf- und Schnittwunden, zahlreiche Prellungen30.000 €OLG Schleswig-Holstein, 2010
Schädelhirntrauma & Wesensveränderungen55.000 €OLG Köln, 2014
Schweres Schädel-Hirn-Trauma, appallisches Syndrom, 6 Monate Wachkoma60.000 €OLG Naumburg, 2015
Fußamputation75.000 €LG Bielefeld, 2005
Notamputation Vorfuß, Amputation Zehen, Dauerschaden, Berufsunfähigkeit75.000 €LG Bielefeld, 2005, Az. 2 O 23/04
Unterschenkelamputation des Beifahrers, Fahrer alkoholisiert120.000 € (abzgl. 25 % Mitverschulden)KG Berlin, 2006
Polytrauma, zahlreiche schwerwiegende und lebensgefährliche Verletzungen250.000 €OLG Karlsruhe, 2013
Beifahrer zwischen zwei Autos eingequetscht & 17 m durch die Luft geschleudert + Schmerzensgeldrente250.000 € + 250 € monatliche RenteOLG Karlsruhe, 2013, Az. 1 U 136/12
Schädelhirntrauma 3. Grades, innere Blutungen, Hirnödem & Frakturenca. 430.000 €LG Hamburg, 2011
Schweres Schleudertrauma, Wachkoma & Pflegebedürftigkeit500.000 €OLG Oldenburg, 2014
Schweres Schleudertrauma und Wachkoma nach grob fahrlässigem Autounfall500.000 €OLG Oldenburg, 2014

Voraussetzung:

Motorradunfälle führen aufgrund der hohen Verletzungsgefahr häufig zu Schmerzensgeldansprüchen. Voraussetzung ist ein Verschulden des Unfallgegners oder eine haftungsbegründende Gefährdungshaftung, wobei die Höhe des Schmerzensgeldes nach dem Ausmaß der Verletzungen und den Folgeschäden bemessen wird.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Schädelprellung mit kleinem Hämatomca. 260 €LG Augsburg, 2000
Prellung der linken Schulter800 €LG Detmold, 2016
Mittelhandfraktur, Rippenbruch, Hüftgelenksprellung3.000 €OLG Koblenz, 2011 (Az. 12 U 1529/09)
Schultergelenkssprengung5.500 €OLG Schleswig-Holstein, 2012 (Az. 7 U 15/12)
Unterkieferfrakturca. 8.700 €OLG Koblenz, 1985
Nasenbeintrümmerfrakturca. 10.200 €OLG Frankfurt am Main, 1986
Schwere Verletzung von Kniegelenk und Kniescheibe14.000 €OLG Brandenburg, 2009
Diverse Knochenfrakturen, Brustkorbprellung, Schädelhirntrauma20.000 €OLG Hamm (Az. 9 U 17/13)
Genitalverletzungen, Prellungen Becken und Wirbelsäule25.000 €OLG Naumburg (Az. U 100/13)
Schwere Kopfverletzungca. 35.800 €LG Kaiserslautern, 2005
Distale Unterschenkelamputation45.000 €OLG Nürnberg, 2013
Riss von Leber und Gallenblase200.000 €OLG Coburg, 2005
Lebensgefährliche Leberschäden200.000 €OLG Bamberg (Az. 5 U 218/05)
Schweres Schädelhirntraumaca. 265.300 €LG Detmold, 2003

Voraussetzungen:

Nach einem Arbeitsunfall kann Schmerzensgeld nur verlangt werden, wenn der Arbeitgeber oder ein Kollege vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Bei bloßer Fahrlässigkeit greift der Haftungsausschluss der gesetzlichen Unfallversicherung (§ 104 SGB VII).


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Sturz bei Zimmermannsarbeiten (kein Vorsatz)0 €BAG, 2009
Sturz bei Lagerarbeiten (kein Vorsatz)0 €LAG Hessen, 2009
Unfall auf Baustelle (Vorsatz nachweisbar)255 €OLG Frankfurt, 2000
Auszubildender: Hornhaut- und Oberlidrandverletzung (Vorsatz)25.000 €LG Hessen, 2013
Elektromeister: Schädel-Hirn-Trauma, Knochenbrüche, Folgeschäden45.000 €OLG Frankfurt, 2008
Krankenschwester: Infektion mit Hepatitis C150.000 €LAG Nürnberg, 2017

Voraussetzungen:

Bei Mobbinghandlungen kann Schmerzensgeld verlangt werden, wenn das Verhalten systematisch, schikanös oder ehrverletzend war und dadurch eine Gesundheitsbeeinträchtigung – etwa psychische Leiden – entstanden ist. Einzelne Belästigungen reichen in der Regel nicht aus.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Cybermobbing via Facebook mit Unterstellung der Homosexualität und Pädophilie1.500 €LG Memmingen, 2015
Demütigung der ethnischen Herkunft durch Rap-Video bei YouTube5.000 €LG Bonn, 2013
Schikanöse und entwürdigende Handlungen7.000 €ArbG Siegburg, 2012
Systematische Persönlichkeitsverletzung durch Arbeitnehmer (34 Fälle)17.500 €ArbG Eisenach, 2005
Beleidigungen, Auftragsentziehung, Verbot des Kundenkontakts, Gehaltskürzung durch Arbeitgeber24.000 €LAG Hannover, 2005
Vielfältige persönliche Herabsetzung durch Arbeitnehmerca. 26.500 €ArbG Ludwigshafen, 2000
Mobbing von Vorgesetztem zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses30.000 €AG Cottbus, 2009
Mobbing durch Aufgabenentziehung und Degradierung53.000 €ArbG Leipzig, 2012

Voraussetzungen:

Opfer einer Vergewaltigung oder schwerer sexueller Übergriffe haben Anspruch auf ein erhebliches Schmerzensgeld. Die Höhe richtet sich nach dem Ausmaß der erlittenen physischen und psychischen Schäden sowie dem Maß der Gewaltanwendung.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Persönlichkeitsverletzung nach Vergewaltigung (Prellungen, Freiheitsberaubung, Nötigung, Bedrohung)4.000 €KG Berlin, 2004
Vergewaltigungsversuch durch Arbeitskollegen5.000 €AG Landstuhl, 2013
Sexueller Missbrauch eines Kindes durch Nachbarn7.500 €LG Osnabrück, 2010
Schwere seelische Belastung nach Vergewaltigung12.500 €KG Berlin, 2004
Vergewaltigung mit ungewollter Schwangerschaft20.000 €LG Köln, 1992
Mehrfache Vergewaltigung, psychische Folgen40.000 €LG Bielefeld, 2005
Vergewaltigung eines Jungen durch Stiefvater50.000 €LG Stuttgart, 2003
Mehrfache sadistische Gewalt über 6 Monateca. 51.000 €LG Frankfurt, 1998
Schwere, mehrfache Vergewaltigung schwangerer Schülerin100.000 €LG Wuppertal, 2013

Voraussetzungen:

Bei schwerwiegenden Eingriffen in das allgemeine Persönlichkeitsrecht, etwa durch Beleidigung, Bloßstellung oder Verletzung der Intimsphäre, kann eine Geldentschädigung verlangt werden. Voraussetzung ist, dass der immaterielle Schaden nicht anders ausgeglichen werden kann.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Polizistenbeleidigung300 €AG Böblingen, 2006
Menschenunwürdige Unterbringung (3 Wochen)650 €LG Karlsruhe, 2004
Verweigerter Einlass in Disko wegen Hautfarbe900 €OLG Stuttgart, 2011
Falsche Anschuldigung bei Polizei1.500 €AG Brakel, 1992
Menschenunwürdige Unterbringung (über 3 Monate)2.000 €OLG Karlsruhe, 2005
Psychiater gibt Gutachten an Ehefrau weiter5.000 €LG München, 2008
Foto in Sauna für Lokalanzeiger5.000 €LG Düsseldorf, 2006
Verursachung von 76 Tagen U-Haft durch Anwalt7.000 €KG Berlin, 2005
Heimliche Observation eines Arbeitnehmers10.000 €LAG Rheinland-Pfalz, 2017
Ex-Freund stellt intime Fotos online25.000 €LG Kiel, 2006
Misshandlung durch Pflegeeltern, Versäumnisse Jugendamt25.000 €LG Stuttgart, 2003
Reißerischer Artikel über Ehefrau eines Mordverdächtigen50.000 €LG München, 2008

Voraussetzungen:

Nach einem Fahrradunfall kann Schmerzensgeld beansprucht werden, wenn der Sturz oder die Kollision durch ein schuldhaftes Verhalten eines anderen Verkehrsteilnehmers oder durch eine mangelhafte Verkehrssicherungspflicht verursacht wurde. Entscheidend sind die Schwere der Verletzungen und die Dauer der gesundheitlichen Beeinträchtigung.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Schulterverletzung nach grundlosem Hupen, Sturz200 €AG Frankfurt, 2007
Jochbein-, Augenhöhlenboden- und Oberkieferfraktur (Ölspur)4.000 €OLG Frankfurt, 2011
Oberarmkopfbruch nach Sturz in Bodenloch5.000 €OLG München, 2013
Speichen- und Ellenbruch (50 % Mitverschulden)6.500 €OLG Koblenz, 2012
Offener Unterschenkeltrümmerbruch und Daumenfraktur (Pedalbruch)7.500 €OLG Oldenburg, 2005
Spaltberstungsbruch des Beckenwirbelknochens9.000 €OLG Naumburg, 2011
Fraktur des 1. Lendenwirbelknochens (Glatteis)10.000 €KG Berlin, 2015
Schienbeinbruch, Gehirnerschütterung, Prellungen und Schürfwunden11.250 €OLG Hamm, 2014
Wirbelbruch, Gehirnerschütterung, Prellungen und Schürfwunden (Kollision Radfahrer)15.000 €LG München, 2010
Unfallbedingte Beinverkürzung und stationäre Behandlung von mehr als vier Wochen25.000 €KG Berlin, 2004
Schädelhirntrauma mit Dauerschäden (Hund)75.000 €OLG Hamm, 2001

Voraussetzungen:

Bei Sportunfällen kommt Schmerzensgeld nur in Betracht, wenn das Verhalten des Gegners über ein übliches Risiko sportlicher Betätigung hinausgeht – etwa bei groben Regelverstößen oder vorsätzlichem Foulspiel. Voraussetzung ist eine schuldhafte Pflichtverletzung im Rahmen des sportlichen Geschehens.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Sehnenriss im Oberarm1.000 €LG Schweinfurt, 2010
Rippenfraktur3.500 €LG Freiburg im Breisgau, 2014
Schwere Schulter- und Rückenverletzung nach Skiunfall40.000 €LG Ravensburg, 2006
Schwere Knieverletzung nach Foulspiel50.000 €OLG Hamm, 2012

Voraussetzungen:

Schmerzensgeld wegen Behandlungsfehlern setzt einen ärztlichen Pflichtverstoß voraus, der kausal eine Gesundheitsverletzung verursacht hat. Bei groben Behandlungsfehlern kehrt sich die Beweislast zugunsten des Patienten um, was die Durchsetzung von Ansprüchen erleichtert.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Brandblase am Sprunggelenk durch Heilpraktiker2.500 €LG Bonn, 2015
Mangelhafte prothetische Versorgung2.500 €OLG Köln, 1992
Verlust des Geruchssinns nach OP3.500 €OLG Köln, 1992
Setzen eines zu langen Implantats5.000 €AG Esslingen, 2015
Mangelhaft eingesetzte Hüftprothese mit Oberschenkelbruch5.000 €OLG Köln, 1995
Überstehende Kronenränder6.000 €OLG Koblenz, 2007
Falsch zusammengewachsener Arm eines 2-Jährigen6.000 €LG Karlsruhe, 2009
Fehlerhafte Eingliederung zweier Brücken6.500 €OLG Düsseldorf, 1986
Unsachgemäße Überkronung der Zähne7.000 €OLG Koblenz, 2006
Trümmerfraktur Halswirbel mit drohendem Querschnittssyndrom7.500 €OLG Oldenburg, 1997
Tod eines Patienten durch Herzversagen10.000 €LG Detmold, 2007
Wundausbreitung im Fuß nach OP25.000 €OLG Oldenburg, 2006
Nicht erkannter Minderwuchs bei 8-jährigem Mädchen40.000 €OLG Oldenburg, 2014
Infektion mit multiresistenten Staphylokokken wegen Hygienefehler40.000 €OLG Hamm, 2013
Zu spät erkannter Bandscheibenvorfall, fehlerhafte Behandlung180.000 €OLG Koblenz, 2009
Querschnittslähmung nach fehlerhafter OP220.000 €OLG Hamm, 2004
Schwere Behinderung eines Kindes (Hydrocephalus)250.000 €LG Aurich, 2005
Verletzung des Rückenmarks bei OP250.000 €LG Münster, 2018
Querschnittslähmung eines 12-Jährigen nach misslungener HWS-OP400.000 €LG Regensburg, 2015
Schwerstbehindertes Baby nach zu spät eingeleitetem Kaiserschnitt600.000 €OLG Jena, 2009
Schwerer Hirnschaden eines 4-jährigen Mädchens650.000 €KG Berlin, 2012
Geburtsschaden mit 100 %iger Behinderung eines Babys700.000 €OLG Frankfurt, 2014

Voraussetzungen:

Bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Körperverletzung steht dem Geschädigten Schmerzensgeld zu. Entscheidend sind dabei die Schwere der Verletzungen, die Dauer der Beeinträchtigung und mögliche Folgeschäden.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Schädelprellung, Verdacht auf Gehirnerschütterung250 €AG Menden, 2004
Vergiftung durch Ölfleckenentferner500 €OLG Hamm, 2001
Zahnschäden (Lockerung) nach Fausthieb600 €AG Düsseldorf, 2009
Schwere Augenverletzung, schwere Gehirnerschütterung1.000 €OLG Hamm, 2013
Messerstichverletzung im Brustkorb (keine inneren Verletzungen)1.431,62 €LG Heidelberg, 2000
Nasenbeinfraktur, Gesichtsverletzungen, Verbrennung2.000 €AG Berlin, 2004
Gesichts- und Kopfverletzungen nach Kopfstoß3.000 €OLG Zweibrücken, 2013
Verätzung nach missglückter Blondierung5.000 €LG Coburg, 2009
Gehörschädigung, Tinnitus, Schwerhörigkeit5.000 €LG Ulm, 2002
Zweifache Unterkieferfraktur5.000 €LG Arnsberg, 2001
Schädelbruchartige Kopfverletzung durch Beil5.112,92 €OLG Hamm, 1996
Multiple Stichverletzungen, Blutergüsse, Prellungen6.500 €OLG Hamm, 2012
Schwere Nasenbeinfraktur mit Gesichtsverletzungen8.000 €OLG Celle, 2011
Doppelseitige Unterkieferfraktur10.000 €OLG München, 2013
Verlust eines Hodens durch Fußtritt10.000 €OLG Hamm, 2013
Schussverletzung im Oberkörper10.000 €BGH Karlsruhe, 2013
Erhebliche Kopfverletzungen durch Überfall15.000 €OLG Koblenz, 2014
Einseitige Augenverletzung und Prellungen am Körper17.500 €LG Göttingen, 2003
Schwere Unterleibsverletzung nach Steckschuss17.895,22 €LG Tübingen, 1982
Gesichtsschädelfraktur mit Zahnverlust20.000 €LG Göttingen, 2003
Bauch- und multiple Organverletzungen durch Stiche20.000 €LG Würzburg, 2015
Unterschenkelfrakturen, Schnittwunden, PTSD75.000 €LG Düsseldorf, 2010
Unterschenkelamputation infolge Stichverletzung40.000 €LG Wiesbaden, 2010
Teilerblindung, Verlust eines Auges100.000 €LG Osnabrück, 2005
Schweres Schädel-Hirn-Trauma, Gesichtsschädelfraktur110.000 €LG Köln, 2010
Querschnittslähmung nach Halswirbelfraktur255.645,94 €LG Potsdam, 2000

Voraussetzungen:

Ein Anspruch auf Schmerzensgeld wegen eines sogenannten Schockschadens besteht nur, wenn der Hinterbliebene infolge des plötzlichen Todes eine eigenständige, medizinisch relevante Gesundheitsbeeinträchtigung (z.B. schwere Depression, Anpassungsstörung oder posttraumatische Belastungsstörung) erleidet, die über die normale Trauerreaktion hinausgeht.


Verletzung / Sachverhalt Schmerzensgeld Urteil
Tod des Unfallopfers nach 3 Stunden ohne BewusstseinKein AnspruchOLG Düsseldorf, 1996
Eintritt des Todes 51 Tage nach Unfall4.000 €BGH, 1994
67-jähriger Ehemann stirbt bei Dialysebehandlung5.000 €OLG Hamm, 2016
Tod des Ehemanns durch Sturz von Balkon im Urlaub6.500 €OLG Köln, 2006
22-jähriger Sohn stirbt nach Messerattacke7.500 €OLG Oldenburg, 2015
Tod der dementen Ehefrau nach Sturz im Altersheim8.000 €OLG Zweibrücken, 2006
Schockschaden nach Unfalltod der Adoptivtochter10.000 €OLG Oldenburg, 1998
Schockschaden nach Unfalltod der Adoptivtochter (zweite Nennung)10.000 €OLG Oldenburg, 1998
Eintritt des Todes 10 Tage nach schwerem Verkehrsunfall (künstliches Koma)14.000 €BGH, 1998
Eintritt des Todes dreieinhalb Monate nach Unfall (keine Wahrnehmung)18.000 €OLG Oldenburg, 1996
Unfalltod eines 11-jährigen Kindes auf Wasserrutsche73.000 €OLG Köln, 2005
Ehefrau stirbt wegen nicht erkannter Krebserkrankung100.000 €OLG Hamm, 2015

Voraussetzungen:

Wer unrechtmäßig oder unter menschenunwürdigen Bedingungen seiner Freiheit beraubt wird, kann Anspruch auf Schmerzensgeld erheben. Die Entschädigung setzt voraus, dass der Freiheitsentzug rechtswidrig war oder dass während einer zulässigen Haft menschenunwürdige Haftbedingungen bestanden haben, die eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Menschenwürde darstellen.


Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Bauer gewaltsam festgenommen, 1 Tag Freiheitsentzug3.000 €LG Lüneburg, 2007
Unterbringung in psychiatrischer Klinik (fahrlässiges Gutachten)25.000 €OLG Karlsruhe, 2015
Unzulässige Sicherheitsverwahrung73.000 €LG Karlsruhe, 2012
Verurteilung zu mehrjähriger Freiheitsstrafe (falsches Gutachten)150.000 €OLG Frankfurt a. M., 2007
Mehrjährige rechtswidrige Unterbringung in psychiatrischer Klinik500.000 €LG Karlsruhe, 2012

VII. Schmerzensgeldtabelle nach betroffenen Körperregionen

Die nachfolgenden Angaben zu Schmerzensgeldbeträgen beruhen auf öffentlich zugänglichen Informationen, insbesondere aus den Quellen koerperverletzung.com, beck-online.de, advocado.de, personenschaden360.de, schmerzensgeldtabelle24.de  sowie rechtsanwalt-lattdorf.de und wurden darüber hinaus durch eigene Webrecherche ergänzt.

Es handelt sich um eine nicht abschließende Übersicht zu Orientierungszwecken, die keine individuelle rechtliche Beratung ersetzt und keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität erhebt.

Stand der Recherche: 15.01.2026

Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Kopfverletzungen, einfache (Kopfplatzwunde, Prellungen und Schürfwunden). 0,00 € OLG Frankfurt a. M., 21.01.2000 (MdE 0)
Kopfplatzwunde, Prellungen und Schürfwunden. 0 € OLG Frankfurt am Main, 2000, Az. 24 U 45/98
Kopfschmerzen, vorübergehende, aber dennoch erhebliche. 102,26 € LG München I, 20.03.1984 (MdE 0)
Sehr starke, postspinale Kopfschmerzen (2 1/2 Tage). 200,00 € OLG Brandenburg, 24.03.2011 (MdE 0)
Kopfplatzwunde (15 cm). 375,00 € OLG Hamm, 18.02.2003 (MdE 0)
Kopfplatzwunde und Schädelprellung. 409,03 € OLG Celle, 03.02.1983 (MdE 0)
Schädelprellung und Bluterguss am rechten Auge; Schock. 409,03 € LG Frankenthal, 19.09.1990 (MdE 0)
Schädelprellung. 409,03 € AG Frankfurt a. M., 22.06.1989 (MdE 0)
Brennen und Jucken der Augen nach einer Pfefferspray-Attacke. 500 € AG Menden, 2013, Az. 4 C 363/12
Schädelprellungen; Schwellungen/Schürfwunden im Schädelbereich (als „erheblich“ bezeichnet); Schulterprellungen/Schürfungen. 511,29 € LG Köln, 25.10.1988 (MdE 0)
Schädelprellung (Bluterguss links temporal) und Schulterprellung (endgradig schmerzhafte Bewegungseinschränkung). 511,29 € AG Darmstadt, 17.02.1989 (MdE 0)
Schädelprellung (mehrere kleine Schnittwunden linke Stirnseite) und Vorfußprellung rechts. 613,55 € AG Schwetzingen, 09.09.1988 (MdE 0)
Schnittwunde („Scalpierungsverletzung“); Brustprellung; HWS-Syndrom. 613,55 € AG Saarbrücken, 08.07.1993 (MdE 0)
Tiefgreifende Schürfwunde am Schädeldach; Knieprellung links; HWS-Syndrom. 715,81 € AG Eschweiler, 11.03.1994 (MdE 0)
Platzwunde (5 cm) Stirn; ggf. schönheitschirurgische Versorgung; Prellungen/Blutergüsse. 766,94 € AG Frankfurt a. M., 27.01.1993 (MdE 0)
Große Platzwunde im Frontbereich der Stirn mit Kopfschmerzen und HWS-Beschwerden. 766,94 € AG Meldorf, 12.07.1995 (MdE 0)
Kopfplatzwunde und Rippen-/Schulterprellungen. 800,00 € OLG Nürnberg, 10.02.2009 (MdE 0)
Kopfplatzwunde und Prellung. 800 € OLG Nürnberg, 2009, Az. 1 U 1878/08
Schädelprellung, Prellungen, Blutergüsse, HWS-Syndrom. ca. 800 € AG Rheda-Wiedenbrück, Az. 3 aC 426/82
Schädelprellung mit Kopfschmerzen; weitere Prellungen/Blutergüsse; HWS-Syndrom. 818,07 € AG Rheda-Wiedenbrück, 15.02.1983 (MdE 0)
Kopfhautverletzung (ähnlich Sonnenbrand; entzündet und schmerzhaft); Lymphknotenschwellung Hals/Nacken. 900,00 € LG Freiburg, 23.02.2018 (MdE 0)
Kopfplatzwunde (leicht bogenförmig über 10 cm, rechter Scheitel, übergreifend auf die Stirn). 920,33 € AG Leutkirch, 21.02.1989 (MdE 0)
Schädelprellung mit Schwellung der Oberlippe; Schwellung linke Gesäßhälfte; Risswunde linker Oberschenkel. 920,33 € AG Augsburg, 27.11.1986 (MdE 0)
Schädelverletzung (Risswunde + Schürfwunde am Hinterkopf) und Gehirnerschütterung. 1.000,00 € AG Nordhorn, 15.12.2009 (MdE 0)
Gehirnerschütterung; Schädelprellung; Prellmarke Oberlippe; Bluterguss Ober-/Unterlid; Knie- und Thoraxprellung. 1.022,58 € LG Kaiserslautern, 31.10.1989 (MdE 0)
Kopfplatzwunde; Prellungen, Blutergüsse und Schürfwunden. 1.022,58 € AG Korbach, 24.01.1995 (MdE 0)
Schädelprellung; Gehirnerschütterung; Schnittwunden am behaarten Kopf; Gesichtplatzwunde; Knieplatzwunde und Knieprellung; leichtes HWS-Syndrom; Fußgelenkverstauchung. 1.278,23 € LG Koblenz, 29.12.1978 (MdE 0)
Kopfplatzwunde am Hinterkopf. 1.500,00 € OLG Hamburg, 05.09.2012 (MdE 0)
Gehirnerschütterung mit prolongiertem Verlauf; Schädelprellung; Kopfplatzwunde; HWS-Stauchung/-Zerrung; Schulterprellung. 1.533,88 € OLG Karlsruhe, 08.06.1990 (MdE 0)
Schädelprellung und 9 cm tiefe Kopfplatzwunde; zusätzlich starke Knieprellung mit tiefer Platz-/Risswunde am linken Knie. 1.687,26 € LG Itzehoe, 29.06.1983 (MdE 0)
Kopfplatzwunde im Stirnbereich mit möglicher bleibender Narbe; „psychische Probleme“ (nicht näher dargelegt). 2.000,00 € OLG Hamburg, 05.09.2013 (MdE 0)
Schädelprellung mit fraglicher Hirnbeteiligung und Stirnplatzwunde; Beckenfraktur; Nasenbeinfraktur; HWS-Distorsion; Handprellung. 2.045,17 € LG München II, 16.03.1989 (MdE 0)
Schwere Schädelprellung; mehrere Prellungen/Distorsionen (u. a. Becken, Oberschenkel, Knie); Radiusköpfchenfissur; Handgelenkdistorsion; HWS-Distorsion; Brustkorbverletzung. 2.045,17 € AG Kandel, 08.07.1987 (MdE 0)
Kopf-/Gesichtverletzung (Platzwunde 8 cm linke Schläfe; Platzwunde 2 cm Augenbraue mit entstellender Narbe; Schädelprellung; Gehirnerschütterung). 2.045,17 € AG Bad Urach, 15.12.1989 (MdE 0)
Heftige und langanhaltende Kopfschmerzen sowie Schmerzen im Hals- und Nackenbereich. 2.500,00 € OLG Jena, 01.03.2006 (MdE 0)
Tiefe, mit Lack verschmutzte Kopfplatzwunde im Stirnbereich mit Knochenhautverletzung; bleibende Narbe; Gehirnerschütterung. 2.556,46 € LG Itzehoe, 29.06.1983 (MdE 0)
Kopfplatzwunde (3–4 cm, klaffend, Stirn; angedeutetes Brillenhämatom); Brustkorbprellung; Schulter-, Knie-, Fuß-/Sprunggelenkschmerzen. 2.556,46 € AG Plön, 20.05.1994 (MdE 0)
Kopfplatzwunde im Stirnbereich, bleibende Narbe und Gehirnerschütterung. ca. 2.600 € LG Itzehoe, 1983, Az. 7 O 238/81
Schädelhirntrauma; Rissquetschkopfwunde; Schwartenhämatom unter Einbeziehung beider Augen. 3.067,75 € AG Neustadt a. d. Weinstraße, 22.01.1997 (MdE 0)
Kopfplatzwunde („große, skalpierende“); leichtes Schädelhirntrauma (Gehirnerschütterung mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen); Prellungen. 3.067,75 € AG Meppen, 11.02.1992 (MdE 0)
Große Kopfplatzwunde, leichtes Schädelhirntrauma und Prellungen. ca. 3.000 € AG Meppen, 1992, Az. 8 C 1062/90
Gesichts-/Kopfverletzung (großflächige Hämatome Stirn/Augen; Hämatom Hinterkopf) sowie Schürfwunden an den Händen. 3.000,00 € OLG Zweibrücken, 02.08.2013 (MdE 0)
Kopfverletzung (dauerhafte Kopfhautverletzung nach rechtswidriger Haartransplantation). 3.000,00 € OLG Hamburg, 01.06.2016 (MdE 0)
Kopfverletzung (Felsenbeinfraktur; Hämatotympanon; Gehirnerschütterung; SHT 1. Grades); Rippenserienfraktur; zahlreiche Prellungen. 4.090,34 € LG Saarbrücken, 23.09.1981 (MdE 0)
Kopf-/Skalpierungsverletzung (linke Kopfseite; deutliche Narbe). 4.601,63 € LG Landau, 05.07.2000 (MdE 0)
Kopf-/Skalpierungsverletzung („Skalpierung der Kopfschwarte“; wochenlange Entstellung; Kopfschmerzen und Gangunsicherheit noch nach Monaten). 5.000,00 € LG Rostock, 28.05.2008 (MdE 0)
Kopfverletzung (Hautnekrose; wulstige Narbe; sichtbare Vernarbung, Narbenkorrektur erforderlich). 5.112,92 € LG Münster, 04.05.1995 (MdE 0)
Kopfverletzung (große Skalpierungsverletzung der Kopfschwarte); Schädelhirntrauma; Rücken- und Sprunggelenkquetschung. 5.112,92 € LG Stralsund, 26.05.1998 (MdE 0)
Kopfverletzung (Epidurales Hämatom mit Arterienriss nach Faustschlag ins Gesicht in Höhe des linken Auges). 6.646,79 € OLG Köln, 16.03.1999 (MdE 0)
Skalpierungsverletzung (ca. 12 × 15 cm großes Stück Kopfhaut abgerissen). 8.000,00 € OLG Saarbrücken, 02.03.2005 (MdE 0)
Skalpierungsverletzung. 8.000 € OLG Saarbrücken, 2005, Az. 1 U 156/04
Kopfverletzung (ausgedehnte Skalpierungsverletzung mit Primärdefekt vordere Schädelkalotte) sowie Schürfwunden/Schürfungen (u. a. linker Unterarm/Handrücken). 11.248,42 € LG Mönchengladbach, 11.11.1994 (MdE 0)
Persistierende Kopfschmerzen nach SPA; chronische Schmerzkrankheit mit psychischer Überlagerung bis zur Berufsunfähigkeit (bei rechtzeitiger Therapie vermeidbar). 15.338,76 € OLG Stuttgart, 01.12.1994 (MdE 0)
Gesichtsschädelfraktur mit Gehirnquetschung, Wangenverletzung, Schürfwunden. ca. 20.500 € LG Heilbronn, 1996, Az. 2 O 1150/96
Kopfverletzungen, „schwerste“ (ohne weitere Angaben). 33.233,97 € OLG Hamm, 09.02.1989 (MdE 0)
Schwere Kopfverletzung mit Krampfanfällen. ca. 35.800 € LG Kaiserslautern, 2005, Az. 2 O 233/02
Kopfverletzung, schwere (Dekompensation des Hydrocephalus mit Krampfanfällen; Auftreten erst 20 Jahre nach Motorradunfall). 35.790,43 € LG Kaiserslautern, 21.01.2005 (MdE 0)
Schwere Kopfverletzungen / Gesichtschädelfrakturen und weitere Verletzungen (u. a. Jochbein-/Schläfenbeinbruch mit subduraler Blutung, Unterkiefer- und Nasenbeinbruch, mehrfacher Zungenbeinbruch; akute Lebensgefahr). 35.000,00 € OLG Brandenburg, 30.09.2010 (MdE 0)
Schädelhirntrauma mit Gehirnquetschung und -blutung, Rippenserienfraktur, Lungenquetschung. ca. 51.100 € OLG Nürnberg, 2002, Az. 6 U 2114/02
Kopfverletzungen, schwere (ohne nähere Angaben). 70.000,00 € OLG Stuttgart, 07.06.2018 (MdE 0)
Schädelfraktur, Unterschenkelfraktur, Wachstumsfugenschädigung am Oberschenkel. ca. 99.700 € OLG Hamm, 1994, Az. 34 U 22/93
Beidseitige Sehnervverletzung. ca. 41.000 € BGH Karlsruhe, 1993, Az. VI ZR 237/92
Totalerblindung. ca. 256.000 € OLG Frankfurt, 1996, Az. 23 U 171/95
Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Erkältung und Infektion der Atemwege, behauptete. 0,00 € OLG Düsseldorf, 12.02.2020 (MdE 0)
Leichte HWS-Zerrung. 0 € LG Karlsruhe, 2007, Az. 5 O 313/06
Halsbereich/Lungenbereich: Husten bzw. Reizhustenanfälle als Passivraucher. 153,39 € AG Köln, 22.01.1981 (MdE 0)
Leichte HWS-Zerrung. 250 € OLG Celle, 2008, Az. 14 U 45/08
HWS-Distorsion 1. Grades durch Auffahrunfall. 300 € OLG München, 2015
Zerrung der HWS und Prellung. ca. 400 € AG Garmisch-Partenkirchen, 1990, Az. 7 C 196/90
Halsverletzung („Große, 5 cm lange Schnittwunde über dem Hals“) sowie weitere Schnitt-/Stichverletzungen und Prellungen. 409,03 € LG Traunstein, 11.12.1990 (MdE 0)
Halsverletzung („Druckschmerz an der linken Halsseite“; Prellung der HWS) sowie weitere Prellungen/Schürfungen. 511,29 € AG Bayreuth, 14.07.1993 (MdE 0)
Halsverletzung (Nackenmuskelzerrung). 766,94 € AG Osnabrück, 30.09.1991 (MdE 0)
Halsverletzung (Schnittwunde am Hals) und Prellungen sowie HWS-Syndrom. 1.000,00 € OLG Frankfurt a. M., 18.05.2006 (MdE 0)
HWS-Distorsion 1. Grades, zweiwöchige Arbeitsunfähigkeit ohne bleibende Schäden nach Auffahrunfall. 1.000 € LG Bonn, 2010
HWS-Zerrung und Lendenwirbelsäulenverletzung. ca. 1.500 € LG Köln, 1979, Az. 2 O 259/76
Halsverletzung (Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich nach „Einrenken“ des Kopfes). 2.000,00 € OLG Frankfurt a. M., 13.01.2015 (MdE 0)
HWS-Distorsion 1. Grades, einmonatige Arbeitsunfähigkeit, fast dreijähriger Heilungsprozess. 4.000 € OLG Nürnberg, 2000
Speiseröhrenverletzung (Operationen an der Speiseröhre; ZVK-Fehllage und verspätete Lagekorrektur). 4.500,00 € OGH Österreich, 18.10.2022 (MdE 0)
Hals-/Skalpierungsverletzung (Halsschnittwunde ca. 10 cm; vollständige Durchtrennung von Haut/Unterhautfett/Platysma; Vene durchtrennt; Kopfdrehermuskel teildurchtrennt). Vorsätzliche Körperverletzung. 6.000,00 € LG Aschaffenburg, 22.04.2021 (MdE 0)
HWS-Distorsion 1. Grades, Cervikalsyndrom, fortwährende Schwindelattacken, 3 Wochen stationär, 5 Monate AU, Krankengymnastik. 6.000 € OLG Saarland, 2005
Halsverletzung (massiver Blutverlust nach Mandelentfernung). 6.135,50 € OLG Oldenburg, 09.04.1996 (MdE 0)
HWS-Distorsion ohne knöcherne oder sonst optisch dokumentierbare Verletzungen. 7.700 € OLG Koblenz, 2004
Wallenberg-Syndrom nach dem Versuch der „Einrenkung“ eines Halswirbels (Schwindel, Übelkeit, Sehstörung, Gangunsicherheit). 10.225,84 € OLG Düsseldorf, 08.07.1993 (MdE 0)
Halsverletzung (Kehlkopfverletzung: Larynx-Bandabriss mit bleibenden Schluckbeschwerden) sowie HWS-Syndrom. 10.000,00 € OLG Köln, 09.10.2007 (MdE 0)
HWS-Distorsion 1. Grades, chronifizierte Depression. 10.000 € OLG Düsseldorf, 2015
HWS-Distorsion 1. Grades mit chronischen Nackenschmerzen, Prellungen; 3 Monate AU, eingeschränkte Arbeitsfähigkeit; Trunkenheit als schmerzensgelderhöhender Faktor. 13.000 € OLG München, 2014
Speiseröhrenverletzungen und Magenverletzungen, schwere (Verätzungen von Speiseröhre und Magen; Kolliquationsnekrosen; Ulcera; psychische Beeinträchtigungen). 18.750,00 € LG Köln, 24.09.2021 (MdE 0)
Speiseröhrenverletzung (Einrisse; vorübergehender Funktionsverlust; Rachendysfunktion; dauerhafte Veränderung des Schluckakts). 20.000,00 € OLG Hamm, 23.10.2015 (MdE 0)
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose; Entwicklungsverzögerung; Ersatzbehandlung brachte Fortschritte). 20.451,68 € OLG Hamm, 16.09.1991 (MdE 0)
Halsverletzung/HWS-Verletzung (Instabilität bei Os odontoideum; OP mit Verplattung erforderlich). 30.000,00 € KG, 26.03.2015 (MdE 20)
Schweres Schleudertrauma sowie Nasenbeinbruch, Schürf- und Schnittwunden, zahlreiche Prellungen. 20.500 € OLG Celle, 2000
HWS-Distorsion 2. Grades + multiple Frakturen; 3 Wochen stationär, 2 Monate teilstationäre Reha; depressive Reaktion; verzögerte Regulierung + grobe Fahrlässigkeit schmerzensgelderhöhend. 35.000 € OLG Saarbrücken, 2015
Halswirbelsäulenzerrung, schwere (Lähmung beider Beine; starke Schmerzen; längere Depression). 40.000,00 € LG Landshut, 25.05.2011 (MdE 0)
Speiseröhrenverletzung (Ösophagitis) mit Reflux nach Ulcera; Ernährungsstörung mit Mangelernährung (Dystrophie). 75.000,00 € LG Bielefeld, 01.04.2022 (MdE 0)
Halswirbelsäulenfraktur (nicht dislozierte Dens-Fraktur „Effendi-II“) mit erheblicher Gehirnschädigung/SHT + intrakranieller Blutung; Beckenfraktur und Brustkorbquetschung. 150.000,00 € OLG Naumburg, 10.07.2014 (MdE 100)
Misslungene HWS-Operation bei 49-jähriger Frau mit Querschnittslähmung. 400.000 € OLG Hamm, 2016
Schwerste HWS-Distorsion, anhaltendes Wachkoma mit künstlicher Ernährung, dauerhafte Unterbringung im Pflegeheim; Schädiger alkoholisiert und grob fahrlässig. 500.000 € OLG Oldenburg, 2014
Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Armverletzung (Nervengefäßabriss am rechten Arm) sowie weitere Verletzungen mit Spätfolgen. 0,00 € BGH, 14.02.2006 (MdE 0)
Schwere Armverletzungen (traumatische Ellenbogenluxationsfraktur am rechten Oberarm; Weichteilschaden; mehrfragmentäre Frakturen; Nervenquetschung N. ulnaris). 0,00 € LG Köln, 31.10.2019 (MdE 0)
Unterarmverletzung (Reposition einer Unterarmfraktur ohne Betäubung). 250,00 € OLG Düsseldorf, 13.02.2003 (MdE 0)
Armtorsion (Armverdrehung während einer Rangelei unter Schülern). 300,00 € OLG Saarbrücken, 08.06.2010 (MdE 0)
Armverletzung/Prellungen (beidseitige Armprellungen) und Schürfungen. 306,78 € AG Tauberbischofsheim, 14.12.1990 (MdE 0)
Armverletzung / Schulterverletzung (Tennisarm/Golferarm mit Schmerzen; Schultermuskelverspannung nach Oberarmprellung). 750,00 € OLG Frankfurt a. M., 28.01.2014 (MdE 0)
Sehnenriss im Oberarm. 1.000 € LG Schweinfurt, 2010
Armfraktur rechts. 2.300,81 € AG Deggendorf, 10.11.1995 (MdE 0)
Armfraktur. ca. 2.300 € AG Deggendorf, 1995, Az. 2 C 195/95
Armverletzung/Armlähmung (Prellung und Quetschung des gesamten Armnervenstranges links oberhalb des Schlüsselbeins; zunächst vollständige Lähmung, nach 2,5 Jahren deutlich gebessert) sowie u. a. Schlüsselbeingelenkteilverrenkung. 2.556,46 € OLG Schleswig, 15.04.1992 (MdE 0)
Armverletzung/Prellungen, sehr schwere (Oberarmprellung mit teils tiefen Risswunden und bleibenden Narben) sowie schwere Oberschenkelprellung mit teils tiefen Risswunden und bleibenden Narben. 3.323,40 € LG Darmstadt, 06.08.1982 (MdE 0)
Unterarmverletzung/Nervverletzung (Läsion des N. cutaneus antebrachii lateralis nach Injektionen durch Hilfspersonal). 4.090,34 € LG Berlin, 28.06.1993 (MdE 0)
Oberarmfraktur. 4.000 € LG Köln, 2008, Az. 25 O 123/05
Armverletzung / Nervverletzung (Schädigung N. accessorius; leichte Armheberlähmung) + psychische Beeinträchtigungen (Angst, Tumor). 4.601,63 € OLG Köln, 12.01.1994 (MdE 30)
Armverletzung (psychogene Armlähmung links). 7.669,38 € OLG Hamm, 21.03.2002 (MdE 0)
Armverletzung/Armlähmung (geburtsfehlerbedingte rechts partielle und links fast vollständige Erbsche Lähmung; beidseitige Schlüsselbeinfraktur und Oberarmfraktur; keine Rückbildung zu erwarten). 10.225,84 € OLG Düsseldorf, 01.12.1994 (MdE 0)
Oberarm- und Schlüsselbeinbruch. ca. 10.200 € OLG Düsseldorf, 1994, Az. 8 U 141/93
Armverletzung/Armlähmung (Zerrung linke Schulter mit Armplexus; Impingementsyndrom; Muskelverspannung; Armgebrauchsfähigkeit links nur noch ca. 50%). 12.782,30 € OLG Koblenz, 10.10.1994 (MdE 0)
Arm-/Schulterverletzung (Gebrauchsminderung linker Arm ca. 50%; posttraumatisches Impingementsyndrom; erhebliche Bewegungseinschränkung). 12.782,00 € OLG Koblenz, 10.10.1994 (MdE 0)
Armverletzung / Armnervverletzung (Durchtrennung von Armnervgewebe; langandauernder Schmerzzustand; Nervplastik mildert, beseitigt aber nicht vollständig). 15.000,00 € OLG Köln, 01.06.2005 (MdE 0)
Armverletzung, schwere, links. 15.000,00 € LG Lübeck, 15.07.2013 (MdE 0)
Armverletzung/Armlähmung (vollständige Lähmung des linken Arms und der linken Schultermuskulatur) + Unterschenkelfraktur links + Gehirnerschütterung. 17.895,22 € OLG Oldenburg, 30.12.1982 (MdE 0)
Armverletzung/Armlähmung (Lähmung linker Arm als Folge einer bei der Geburt erlittenen Schulterdystokie). 20.451,68 € LG Heidelberg, 01.06.1988 (MdE 0)
Armverletzung (Plexuslähmung/Nervverletzung: inkomplette Plexusparese des ausgelagerten Infusionsarms). 25.564,59 € OLG Hamm, 18.06.1997 (MdE 0)
Armverletzung, schwere (komplette Armlähmung rechter Arm) + Organverletzungen (Leberriss, Zwerchfellriss). 25.564,59 € LG Hannover, 14.06.2000 (MdE 0)
Armlähmung (inkomplette Lähmung rechter Arm; Schwächen beim Heben/Außendrehen; geringgradige Kraftreduktion). 25.000,00 € OLG Karlsruhe, 22.12.2004 (MdE 0)
Armverletzung, schwere (nahezu völlige Bewegungsunfähigkeit und Muskelverschmächtigung linker Arm bis in die Finger; erhebliche Gebrauchsunfähigkeit) + weitere Verletzungen (u. a. Rippenfrakturen mit Hämatopneumothorax, Horner-Syndrom). 25.000,00 € LG Paderborn, 15.02.2008 (MdE 0)
Armverletzung rechts (Nervverletzung; chronische Schmerzstörung / „Reizarmsyndrom“). 25.000,00 € OLG Köln, 26.04.2010 (MdE 0)
Armverletzung / Armnervverletzung (chronische Schmerzstörung des rechten Arms als Folge einer Nervenschädigung). 25.000,00 € OLG Köln, 26.04.2010 (MdE 0)
Oberarmfraktur links mit Nervverletzung und Unterarm-/Handverletzung; Kniescheibenfraktur; Rippenserienfraktur; Schulterblattriss; Lippenverletzung; Gehirnerschütterung. 30.000,00 € LG Detmold, 07.10.2010 (MdE 0)
Oberarmfraktur, Handverletzung, Kniescheiben- und Rippenserienfraktur, Schulterblattriss. 30.000 € LG Detmold, 2010, Az. 12 O 136/08
Arm-/Armlähmung (schwere Armnervverletzung links) + SHT + Augenhöhlenbodenfraktur + Handfraktur + Jochbeinfraktur + Kopfplatzwunde + HWS-Syndrom + Schürfwunden. 30.677,51 € OLG München, 12.07.1990 (MdE 60)
Armverletzung, schwere (Armplexusparese/-lähmung nach Schulterdystokie) + diskretes Horner-Syndrom. 33.233,97 € OLG Stuttgart, 23.09.1997 (MdE 0)
Oberarmverletzung / Nervverletzung (N. accessorius; erhebliche Bewegungseinschränkung rechter Oberarm; Schulterschiefstand). 35.000,00 € OLG Stuttgart, 30.05.2000 (MdE 0)
Arm-/Handverletzung („Krallen“-Hand links; fast vollständige Gebrauchsunfähigkeit linker Arm/Hand) + „Krallen“-Zehen. 35.790,43 € LG Trier, 14.07.1982 (MdE 0)
Arm-/Schulterverletzung nach Schulterdystokie (Atrophie, Innervationsstörung, vermehrter Beugetonus der Hand, kaum aktive Streckfunktion) + dauerhafte Armverschmächtigung + Horner-Syndrom. 40.000,00 € LG Hechingen, 15.10.2004 (MdE 0)
Armverletzung, schwere (Armnervlähmung/Armplexusläsion rechts + Atrophie; stark eingeschränkter Gebrauch) + HWK-4-Fraktur + Zwerchfellverletzung (Zwerchfellhochstand). 55.000,00 € OLG Bamberg, 15.01.2019 (MdE 0)
Schwere Armverletzung mit dauerhafter Armlähmung links (Rechtshänder) + zahlreiche Narben + psychische Folgen (gesteigerte Reizbarkeit). 55.000,00 € OLG Celle, 08.06.2022 (MdE 0)
Armlähmung/Plexusparese nach Schulterdystokie mit Horner-Syndrom und KiSS-Syndrom; anfängliche Gehirnschäden (Sprachvermögen später normalisiert). 70.000,00 € OLG Celle, 08.04.2013 (MdE 0)
Armverletzung/Armlähmung (vollständiger Funktionsverlust rechter Arm inkl. Hand) + Zwerchfellverletzung mit halbierter Lungenfunktion rechts. 75.000,00 € OLG Köln, 05.09.2008 (MdE 100)
Armlähmung (rechtsseitige Halbseitenlähmung) + Sprachstörung + Gehbehinderung (Schlaganfallfolgen). 75.000,00 € OLG Hamm, 05.02.2007 (MdE 100)
Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Handverletzung, ohne nähere Angaben. 0,00 € LG Limburg, 21.12.2005 (MdE 0)
Fingerverlust (Abriss mehrerer Finger). 0,00 € LG Frankenthal, 13.07.2023 (MdE 0)
Handverletzung (Handgelenkprellung, „schmerzhafte“). 153,39 € AG Bad Neustadt, 11.03.1998 (MdE 0)
Handverletzung (stark blutende Schnittwunde an der rechten Hand). 200,00 € OLG Hamm, 09.02.2022 (MdE 0)
Handverletzung (Risswunde zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand). 200,00 € LG Münster, 16.12.2015 (MdE 0)
Handverletzung, rechts (Risswunde zwischen Daumen und Zeigefinger; Kläger Rechtshänder). 200,00 € LG Münster, 16.12.2015 (MdE 0)
Handverletzung in Form von Verbrennungen 1. Grades an Handgelenk/Hand; zusätzlich Sprunggelenksverstauchung und Prellungen. 300,00 € LG Bonn, 25.01.2019 (MdE 0)
Handverletzung und Unterarmverletzung rechts (leichte/oberflächliche Riss- und Schnittwunden). 300,00 € AG Mannheim, 08.02.2006 (MdE 0)
Handverletzung (Warzenentfernung an der Hand; Wundinfektion; erneute ambulante Behandlung erforderlich). 400,00 € AG Aachen, 30.09.2003 (MdE 0)
Handverletzung (3 cm lange Weichteilverletzung im Handbereich durch Glasscherbe). 409,03 € AG Duisburg, 10.07.1987 (MdE 0)
Handverletzung (Hundebiss; „eher geringfügiger Natur“). 500,00 € LG Hanau, 14.03.2008 (MdE 0)
Handverletzung rechts (Beugesehnenverletzung / Schnittverletzung an der Beugesehne). 511,29 € AG Köln, 07.06.1990 (MdE 0)
Handverletzung/Daumenverletzung (Seitenbandabriss am linken Daumen) + HWS-Syndrom. 613,55 € AG Frankfurt a. M., 17.11.1995 (MdE 0)
Fingergliedverlust (Verlust des Endgliedes des kleinen Fingers). 639,11 € LG Landau, 03.11.1981 (MdE 0)
Handverletzung an der rechten Hand (Handrückenphlegmone) sowie posttraumatisches CRPS (Morbus Sudeck) nach Hundebiss. 1.000,00 € LG Rostock, 06.02.2024 (MdE 0)
Handverletzung durch Hundebiss in die rechte Hand; nachfolgend Hundephobie mit massiven Angstzuständen u. a. 1.190,00 € AG Rheine, 01.07.2021 (MdE 0)
Finger-/Daumenendgliedamputation + schwere Knieverletzung (Patellasehnenteilabriss, Freilegung Gelenkkapsel). 1.278,23 € OLG Koblenz, 29.10.1990 (MdE 0)
Finger-/Daumenendgliedamputation + Knieverletzung (Teilabriss Patellasehne, Verletzung Gelenkkapsel). 1.278,23 € OLG Koblenz, 29.10.1990 (MdE 0)
Handverletzung / Handfraktur (Handgelenkdistorsion rechts mit Fraktur) + Hoden- und Beckenprellung. 1.500,00 € LG Dortmund, 12.04.2002 (MdE 0)
Handverletzung („Gefühlsstörungen und Wundschmerzen“ an der Hand). 1.500,00 € OLG München, 17.03.2011 (MdE 0)
Handverletzung links (oberflächliche Schnittwunde über DIP D3) + weitere leichte Verletzungen inkl. HWS-Distorsion. 2.000,00 € AG Dresden, 09.09.2024 (MdE 0)
Handverletzung (Handprellung & Handschürfwunden mit Narbenbildung und Feinmotorikbeeinträchtigung; Klägerin Linkshänderin) + Knie-/Ellenbogenprellung. 2.000,00 € AG Dresden, 22.03.2012 (MdE 0)
Fingerverletzung/Fingergliedverlust (Verlust des 1. Zeigefingergliedes; erhebliche Verkürzung des 2. Gliedes). 2.045,17 € OLG Celle, 28.11.1977 (MdE 0)
Fingerverletzung/Fingerverlust (völlige Zeigefingeramputation links). 2.556,46 € OLG München, 14.04.1988 (MdE 0)
Fingerverletzung/Pferdebiss (Abbiss oberstes Glied rechter Mittelfinger) inkl. Fingerfraktur; Sehnenschaden bis Schulterbereich. 2.556,46 € LG Augsburg, 23.03.1983 (MdE 0)
Fingerverlust (Amputation Endglied linker Zeigefinger; Entfernung Nagelbett). 2.500,00 € OLG Hamm, 17.10.2011 (MdE 0)
Handverletzung (Hundebiss in rechte Hand; Weichteildefekt, Kleinfingerstrecker D4, Nervenläsion). 2.500,00 € OLG München, 12.12.2018 (MdE 0)
Handfunktionsstörung links nach Fehlbehandlung einer Fingerverletzung (Narbenbildung, Beuge-/Streckhemmung, Kraftminderung). 2.500,00 € OLG Hamm, 16.09.2022 (MdE 0)
Biss in rechte Hand. 2.500,00 € AG Frankfurt a. M., 2017
Handverletzung/Daumenverletzung (Handgelenkprellung; ulnare Instabilität im Daumengrundgelenk nach ulnarem Seitenband) + weitere Prellungen/Schürfungen. 3.000,00 € LG Frankenthal, 05.06.2020 (MdE 0)
Handverletzung rechts (Durchtrennung Ringfingerstrecksehne + Läsion Sehne kleiner Finger). 3.500,00 € OLG Koblenz, 12.04.2013 (MdE 0)
Handverletzung (Sehnendurchtrennung Flexor carpi ulnaris + Nervverletzung N. ulnaris). 3.500,00 € OLG Karlsruhe, 17.09.2014 (MdE 0)
Handgelenk-/Daumenverletzung (Zerrung Handgelenk; Distorsion Daumensattelgelenk) + mehrere Prellungen + HWS-Syndrom. 3.500,00 € OLG Jena, 13.04.2022 (MdE 0)
Handverletzung / Handnervverletzung (N. radialis; erhebliche Funktionsbeeinträchtigung, „Fallhand“, Faustschluss nicht möglich). 4.000,00 € OLG Hamm, 26.01.1998 (MdE 0)
Handgelenksfraktur (Prellungen). 1.250,00 € AG Hanau, 2005, Az. 37 C 584/05
Handverletzung (Fehlbehandlung einer traumatischen Medianusläsion am rechten Handgelenk). 4.090,34 € LG Braunschweig, 18.10.1985 (MdE 0)
Fingerverletzung/Fingergliedverlust (Fingeramputation in Mittelhandhöhe rechter Zeigefinger; Teilamputation wegen Osteomyelitis). 4.090,34 € AG Eschweiler, 11.10.1996 (MdE 0)
Handverletzungen rechts (Daumenfraktur + Zeige-/Mittelfingerverletzungen) + links schwere Hüftprellung/Quetschverletzungen mit Narbenbildung. 4.500,00 € AG Braunschweig, 18.11.2005 (MdE 0)
Fingergliedverlust/Hundebiss (Ringfingerendgliedverlust; Amputation; postoperative Komplikationen wie Wundrandnekrosen). 5.112,92 € LG Nürnberg-Fürth, 20.12.1990 (MdE 0)
Handverletzung (Röntgendermatitis/Strahlenschäden an beiden Händen; dauernde Gebrauchsbeeinträchtigung). 5.112,92 € OLG Hamm, 01.10.1979 (MdE 0)
Handverletzung (Sudecksche Dystrophie; Bindegewebswucherung mit Knochenschwund). 5.112,92 € OLG Köln, 25.03.1992 (MdE 0)
Handverletzung (schwere Hohlhandverletzung mit Arteriendurchtrennung, Nerv-/Gefäß-/Sehnendurchtrennung; dauerhafte Sensibilitätsstörung). 5.112,92 € OLG Koblenz, 11.05.2001 (MdE 5)
Handverletzung links (Beeinträchtigung Handbeweglichkeit nach fehlerhaft diagnostizierter Mittelfinger-/Beugesehnenverletzung). 5.112,92 € OLG Stuttgart, 09.04.2002 (MdE 0)
Handverletzung/Handgelenkverletzung links (Rissbildung „Discus triangularis ulnae“) + HWS-Distorsion und Prellungen. 5.000,00 € OLG Düsseldorf, 16.02.2004 (MdE 0)
Handverletzung und Handfraktur (Frakturen und Sehnenabriss an der linken Hand). 5.000,00 € OLG Saarbrücken, 25.02.2014 (MdE 0)
Handnervverletzung (Verletzung Nervus medianus). 5.000,00 € LG Heidelberg, 22.04.2015 (MdE 0)
Handverletzung (Handgelenkbänderriss; Fehlstellung Mondbein; Aktivierung inaktiver Arthrose). 6.000,00 € OLG Schleswig, 28.04.2016 (MdE 0)
Handverletzung (komplette distale Schädigung Nervus medianus rechts). 6.000,00 € LG Köln, 05.03.2008 (MdE 100)
Handverletzungen (knöcherne Absprengung Handwurzelknochen links + Schürfwunden) + Lungenquetschung mit kleinem Pneumothorax + Gehirnerschütterung 1. Grades. 6.000,00 € LG Landshut, 05.04.2019 (MdE 0)
Handverletzung (Streckheberschwäche Finger III/IV rechts nach Nervverletzung N. radialis). 6.135,50 € OLG Oldenburg, 09.07.1996 (MdE 0)
Fingerverletzung/Fingerverlust (Verlust des Mittelfingers links mit nachfolgender Sudeck-Dystrophie; Behandlungsfehler). 6.135,50 € OLG Köln, 18.12.1995 (MdE 0)
Fingerverlust / Fingeramputation (Amputation Mittelfinger links mit nachfolgendem Sudeck). 6.135,50 € OLG Köln, 18.12.1995 (MdE 0)
Fingerverletzung/Fingeramputation (Amputation Finger 4 und 5 rechte Hand). 6.135,50 € OLG Düsseldorf, 31.01.1977 (MdE 0)
Fingergliedverlust (Zeigefingerendgliedteilverlust links). 6.135,50 € LG Düsseldorf, 10.08.2001 (MdE 0)
Handnervverletzung (Schädigung Nervus ulnaris links; Bewegungseinschränkung linke Hand). 7.669,38 € OLG Köln, 02.04.1990 (MdE 60)
Finger-/Zeigefingerverlust links inkl. linkem Mittelhandknochen (rechtshändiger Junge). 7.669,38 € OLG Düsseldorf, 23.07.1999 (MdE 0)
Handverletzung (erhebliche Bewegungseinschränkung links nach zunächst nicht erkannter Handwurzelfraktur mit Dislokation; fast 2 Monate verspätete Behandlung). 8.000,00 € OLG Koblenz, 17.08.2017 (MdE 0)
Handfraktur links + Daumenfraktur rechts mit Versteifung + knöcherner Ausriss Strecksehne + blutende Wunden; zusätzlich Prellungen. 8.000,00 € LG Köln, 23.01.2024 (MdE 0)
Handverletzung links (schwere Handgelenksdistorsion/-quetschung ohne knöcherne Verletzungen) + diverse Prellungen/Schürfungen + HWS-Syndrom. 9.000,00 € OLG Hamburg, 17.10.2016 (MdE 0)
Radiusfraktur im Handgelenk. ca. 900 € AG Dresden, 1999, Az. 106 C 12504/98
Fingerverletzung/Fingergliedverlust (Ringfingeramputation; Amputation „größten Teils“ des 4. Fingers links nach Wundinfektion). 9.203,25 € OLG Oldenburg, 26.06.1990 (MdE 0)
Fingerverlust rechts (Zeigefingerverlust am distalen Grundglied mit Phantomschmerzen). 9.203,25 € OLG Stuttgart, 01.09.1999 (MdE 0)
Fingerverlust (Teilamputation linker Mittelfinger an der Schreibhand; linkshändiger, 6-jähriger Kläger). 10.000,00 € OLG München, 12.11.2020 (MdE 0)
Handzerfetzung durch Knallkörperexplosion (völliger Mittelfinger- und Zeigefingerverlust, nahezu vollständiger Daumenverlust). 10.225,84 € OLG Hamm, 22.08.1994 (MdE 0)
Handverletzung, schwere (Explosion einer Handgranate in der Hand). 10.225,84 € LG Kleve, 18.10.1996 (MdE 0)
Handverletzung in Form einer Morbus-Sudeck-Erkrankung der rechten Hand nach Hundebissverletzung. 12.000,00 € OLG Celle, 17.03.2014 (MdE 0)
Handverletzung (erhebliche Funktionsstörungen rechts mit äußerer Deformierung). 12.782,30 € LG Mönchengladbach, 03.04.1980 (MdE 0)
Handverletzung, schwere (Narbenschrumpfung nach Nekrose im Hohlhandbereich; Beugekontraktur mehrerer Finger). 12.782,30 € OLG Düsseldorf, 02.02.1984 (MdE 0)
Fingerverletzung/Fingeramputation (Verlust sämtlicher Finger der linken Hand). 12.782,30 € OLG München, 31.01.1985 (MdE 0)
Fingerverletzung/Handverletzung (Mehrfacher Fingergliedverlust; Amputation oberer Glieder kleiner/ring/mittel Finger links). 12.782,30 € BGH, 18.05.1999 (MdE 0)
Handverletzung, schwere (Morbus Sudeck nach unphysiologischer Ruhigstellung über 7 Wochen). 15.000,00 € OLG Köln, 13.03.2013 (MdE 0)
Fingeramputation (alle Finger linke Hand bis auf Daumen – oberhalb Grundglied – abgenommen). 15.338,76 € OLG Hamm, 10.10.1988 (MdE 0)
Handverletzung (nahezu komplette Gebrauchsunfähigkeit linke Hand bei rechtshändiger Frau). 17.895,22 € LG Kassel, 09.08.2000 (MdE 0)
Handverletzung, schwere (behandlungsfehlerhafte Handoperation; Traktionsneuropathie N. medianus). 22.000,00 € OLG Dresden, 09.01.2024 (MdE 0)
Schäden rechte Hand (anfängliche Lähmungserscheinungen; später leichte Dysästhesien Daumen/Zeigefinger) nach Wirbelsäulen-OP an falscher Stelle (TH1/2). 25.000,00 € OLG Köln, 13.01.2015 (MdE 0)
Handverletzung links mit dauerhaften Bewegungseinschränkungen; zusätzlich schwere Schädelverletzungen und Anpassungsstörung/depressive Reaktion. 25.000,00 € OGH Österreich, 28.06.2012 (MdE 0)
Handverletzung, schwere (Schnittverletzung Unterarm/Hand; Weichteildefekte; ausgedehnte Narben; Hand weitgehend unbrauchbar; Finger in Krallenstellung). 30.677,51 € OLG Koblenz, 10.10.1996 (MdE 0)
Handverletzung, schwere (völliger Funktionsverlust der rechten Hand). 30.000,00 € LG Lübeck, 23.01.2014 (MdE 0)
Handverletzungen links (Daumen- und Handgelenkverletzung mit Bewegungseinschränkungen und Arthrose) + Kniearthrose rechts; zusätzlich Milzverlust. 35.000,00 € OLG Naumburg, 20.11.2014 (MdE 0)
Handquetschung mit Mittelhandknochenfraktur; Greiffunktion links nicht mehr gegeben; chronifiziertes Schmerzsyndrom + mittelgradige depressive Störung. 50.000,00 € OLG München, 09.09.2020 (MdE 0)
Fingeramputation (Amputation kleiner Finger und Ringfinger rechts) + Großzehenamputation rechts + Mittelfußknochen betroffen. 65.000,00 € LG Düsseldorf, 17.10.2005 (MdE 0)
Fingerverlust (umfangreiche Amputationen beider Hände) + Zehenverletzungen (Vernarbung aller Zehen rechter Fuß). 70.000,00 € LG Köln, 05.03.2008 (MdE 100)
Fingerverlust/Fingergliedverlust + Zehenverletzungen (Nekrosen; multiple Finger-/Fingergliedverluste beider Hände; alle Zehen rechts vernarbt/geschwollen). 70.000,00 € LG Köln, 05.03.2008 (MdE 100)
Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Brustverletzung (weibliche Brust) mit knotiger Narbenbildung. 0,00 € LG München I, 12.12.2007 (MdE 0)
Brustimplantatentfernung (Verdacht auf PIP-Implantate mit Industriesilikon; Entfernung aus Angst vor erhöhter Brustkrebsgefahr). 0,00 € LG Frankenthal, 14.03.2013 (MdE 0)
Brustverletzung / fehlerhafte Brustimplantate (PIP / Industriesilikon). 0,00 € OLG Zweibrücken, 30.01.2014 (MdE 0)
Brustimplantat PIP (Operation zum Auswechseln minderwertiger/nicht zugelassener Silikonimplantate). 0,00 € OLG Karlsruhe, 20.04.2016 (MdE 0)
Brustverletzung durch fehlerhafte PIP-Implantate (Poly Implant Prothèse). 0,00 € OLG Frankfurt a. M., 20.01.2020 (MdE 0)
Brustverletzung (Verbrennungen 2. Grades im Brustbereich). 0,00 € LG Köln, 25.05.2021 (MdE 0)
Rippenfraktur, behauptete… 0,00 € AG Nürnberg, 22.08.2017 (MdE 0)
Brustverletzung/Prellung (sog. „Gurthämatom“). 122,71 € AG Pirmasens, 31.08.1994 (MdE 0)
Brustverletzung (Brustprellung mit starken Schmerzen über ca. 6 Wochen); HWS-Syndrom. 178,95 € LG Koblenz, 01.02.1993 (MdE 0)
Brustverletzung/Prellungen (Brustbeinprellung, Bauchdeckenprellung, leichte Schulterprellung). 255,65 € AG Herzberg, 22.07.1993 (MdE 0)
Rippenfrakturen und Prellungen. 511,29 € AG Duisburg, 29.10.1979 (MdE 0)
Brustverletzung/Prellungen (starke Brustbeinprellung; Prellungen am ganzen Körper; Fußverstauchung; Schürfwunde linkes Bein). 511,29 € LG Kaiserslautern, 10.10.1989 (MdE 0)
Brustverletzung/Prellung (sog. „Gurthämatom“). 613,55 € AG Maulbronn, 14.01.1985 (MdE 0)
Brustbeinprellung, schwere, und Nasenprellung; zahlreiche Blutergüsse; reaktiv depressives Syndrom. 700,00 € AG Aachen, 15.02.2005 (MdE 0)
Rippenfrakturen (2 Rippen) nach linksseitiger Brustkorbprellung; Nackenzerrung und Schulterschmerzen. 869,20 € AG Hamburg-Harburg, 07.06.1990 (MdE 0)
Brustverletzung/Prellungen (Brustkorb- und Brustbeinprellung) + LWS- und Beckenprellung; zahlreiche Zungenbisse. 920,33 € AG Amberg, 16.04.1996 (MdE 0)
Brustverletzung (psychische Belastung nach kunstfehlerhaftem Belassen eines Brustknotens und Entfernung anderen Gewebes; später: Zyste). 1.022,58 € AG Groß-Gerau, 14.03.1991 (MdE 0)
Rippenfrakturen (Infraktion 11./12. Rippe rechtsdorsal) + Prellungen (Brustkorb/Knie/Oberarm/Schädel). 1.022,58 € AG Augsburg, 30.03.1987 (MdE 0)
Rippenserienfraktur 4.–6. Rippen links mit Hämoptoe (Pleuraverletzung) und leichter Deformation; Prellungen. 1.022,58 € OLG Oldenburg, 18.06.1993 (MdE 0)
Rippenfraktur und Oberarmprellung. 1.022,58 € AG Schleiden, 29.12.1995 (MdE 0)
Rippenfrakturen (Fraktur 6. und 7. Rippe, jeweils rechts). 1.250,00 € AG Tecklenburg, 09.03.2012 (MdE 0)
Rippenfraktur (Fraktur 6. und 7. Rippe) sowie schwere Brustkorbprellung. 1.500,00 € LG Bielefeld, 04.02.2010 (MdE 0)
Brustkorbverletzung (Rippenfraktur und Brustkorbtrauma). 1.500,00 € OLG Naumburg, 21.07.2011 (MdE 0)
Rippenfraktur (Fraktur zweier Rippen) + Oberschenkelzerrung. 1.500,00 € AG Köln, 05.07.2005 (MdE 0)
Rippenfrakturen beidseitig; Brustkorbprellung; Unterarmquetschung. 1.533,88 € AG München, 24.09.1998 (MdE 0)
Brustkorbquetschung mit lang anhaltenden Schmerzen + weitere Verletzungen (u. a. Oberschenkelquetschung, HWS-Syndrom). 1.533,88 € KG, 14.06.1993 (MdE 0)
Brustkorbquetschung mit anhaltenden (ärztlich unbestätigten) Schmerzen + weitere Verletzungen (u. a. HWS-Syndrom). 1.533,88 € BezG Frankfurt (Oder), 15.09.1993 (MdE 0)
Rippenserienfraktur mit Pneumothoraxverletzung und Pleuraerguss sowie Gehirnerschütterung. 1.750,00 € OLG Brandenburg, 05.11.2009 (MdE 0)
Brustverletzung (Pferdebiss in rechte Brust; rechte Brust erheblich kleiner als linke). 1.789,52 € LG Göttingen, 13.02.1992 (MdE 0)
Rippenfraktur (Rippenserienfraktur 3.–5. rechte Rippen) + SHT 1. Grades; Gesicht-/Unterschenkelschürfwunden. 2.045,17 € LG Paderborn, 31.01.1985 (MdE 0)
Brustverletzung (Mammareduktionsplastik; Sensibilitätsverlust linke Brustwarze; vorübergehendes Stechen rechts). 2.045,17 € LG Augsburg, 10.01.1985 (MdE 0)
Brustverletzung (entstellende Narben an beiden Brüsten; asymmetrische Brustverformung) + entstellende Narben an beiden Oberarmen. 2.045,17 € OLG München, 19.09.1985 (MdE 0)
Rippenfraktur (Fraktur 10. Rippe rechts) + HWS-Distorsion 2.–3. Grades + Prellungen + Unfallschock. 2.045,17 € AG Aachen, 05.07.1999 (MdE 0)
Brustkrebsdiagnoseirrtum (Mammographie: zunächst „kein Tumor“ mitgeteilt; 7 Monate später revidiert; Versterben 20 Monate später). 2.500,00 € LG Dortmund, 17.03.2016 (MdE 0)
Rippenfrakturen (5./6. Rippe links sowie 7./8. Rippe rechts). 2.556,46 € AG Villingen-Schwenningen, 15.04.1992 (MdE 0)
Rippenfraktur + Prellungen (Brustkorb/Knie/Schulter/Oberarm) + HWS-Distorsion. 2.556,46 € AG Offenbach, 27.02.2001 (MdE 0)
Brustverletzung (hypertrophe Narbenbildung im oberen Thoraxbereich über dem Brustansatz). 3.067,75 € OLG Köln, 28.04.1993 (MdE 0)
Rippenfraktur/Brustkorbverletzung (Rippenserienfraktur links mit Brustkorbprellung) + Stirnplatzwunde + Handgelenkschnittwunde + Schädelprellung. 3.834,69 € OLG München, 13.03.1984 (MdE 0)
Brustverletzung/Busenverletzung (Bissverletzung ca. 3×5 cm am rechten Busen) + weitere Bisswunden (Unterarm/Schulter/Hand). 4.000,00 € LG Duisburg, 08.06.2006 (MdE 0)
Rippenserienfraktur 7.–10. Rippe links + Milzkontusion + Lungenkontusion links + Gehirnerschütterung. 4.000,00 € LG Köln, 12.09.2022 (MdE 0)
Rippenfrakturen 7–9 + einfache Sternumfraktur; sehr schmerzhafter Pleuraerguss. 4.500,00 € LG Karlsruhe, 24.07.2019 (MdE 0)
Brustverletzung (operative Korrektur der weiblichen Brust nach Brustoperation). 4.601,63 € OLG Düsseldorf, 05.05.1988 (MdE 0)
Brustbeinbruch und -prellung. ca. 1.000 € AG Frankfurt, 1994, Az. Hö 3 C 242/94
Brustbein- und Rippenfraktur. ca. 1.500 € AG Wolfenbüttel, 1996, Az. 16 C 231/96
Brustbeinbruch, Schleudertrauma. 5.000 € OLG München, 2013, Az. 10 U 3314/12
Schwere Brustbeinfraktur sowie Hand-, Rippen- und Wirbelfrakturen. ca. 10.000 € LG Deggendorf, 1987, Az. 2 O 439/87
Rippenfrakturen (Rippenserienfraktur der 8.–12. Rippe links dorso-lateral und links paravertrebral). 3.500,00 € LG Freiburg, 28.04.2014 (MdE 0)
Brustverformung (Double-Bubble) nach fehlerhafter Brustvergrößerung; erhebliche psychische Beeinträchtigungen. 5.000,00 € OLG Nürnberg, 25.07.2008 (MdE 0)
Brustvergrößerung (Wiederverwendung altes Implantat; unzureichende Planung; unzureichende Aufklärung über Implantatwechsel vs. Weiterverwendung). 5.000,00 € OLG Brandenburg, 25.05.2021 (MdE 0)
Brustverletzungen (entstellende Narben nach Brustnekrosen) + schwere Depressionen. 5.112,92 € OLG Bremen, 24.07.1979 (MdE 0)
Brustverletzung/kosmetische Operation (kunstfehlerhafter Silikon-Implantat-Einsatz bei Trichterbrust; Schmerzen; behauptete Hirnleistungs-/Sprachstörung). 5.112,92 € OLG München, 30.09.1993 (MdE 0)
Brustverletzung (Entfernung eines 8×6×2,5 cm großen Gewebestücks zur Sicherstellung der Entfernung des befallenen Gewebes). 6.000,00 € OLG Koblenz, 14.04.2005 (MdE 0)
Brustverletzung (Verätzungen nach Wundspülung nach Brustoperation; Heilungsverzögerung). 6.000,00 € OLG Köln, 27.06.2012 (MdE 0)
Brustkrebstherapie (Eribulin-Infusionen vorsätzlich unterdosiert; palliative Situation; kein Nachweis verhind. Heilung/Lebensverlängerung). 6.000,00 € AG Essen, 07.10.2022 (MdE 0)
Brustverletzung (Rippenfellverletzung nach ca. 5 cm tiefen Messerstichen linke Brustseite; Gefäßverletzungen; erhebliche Einblutungen). 6.135,50 € BGH, 07.02.1995 (MdE 0)
Brustverletzung / Verzögerung der Heilbehandlung (Brustkrebstherapie erst nach 18 Monaten; Prognose deutlich verschlechtert). 7.669,38 € OLG Köln, 04.08.1999 (MdE 0)
Brustverletzung (Positionsdifferenzen zwischen rechter und linker Brust nach Brustoperation). 7.669,38 € OLG Düsseldorf, 10.01.1985 (MdE 0)
Brustverletzung (fehlerhafte Schönheitsoperation; Brustvergrößerung mit Naht-/Straffungsfehlern; große Narben; unsteriles Fadenziehen). 7.500,00 € LG Dortmund, 15.10.2015 (MdE 0)
Brustvergrößerung (misslungen wegen Auswahl eines nicht passenden Implantats). 8.000,00 € OLG Dresden, 04.04.2018 (MdE 0)
Brustverletzung (erhebliche optische Beeinträchtigungen nach missglückter Brustvergrößerung; breite Narben; Asymmetrien; Double-Bubble-Phänomen). 10.000,00 € OLG Hamm, 29.03.2006 (MdE 0)
Brustentzündung/Mastitis (rezidivierender therapieresistenter Mamma-Abszess links nach Brustwarzenpiercing). 10.000,00 € LG Koblenz, 24.01.2006 (MdE 0)
Brustkrebs (Folgen der Axilladisektion mit Armödemen; Chemotherapie-Folgen wie Haarausfall, Ödeme, reduz. Allgemeinzustand u. a.). 10.000,00 € OLG Stuttgart, 07.05.2019 (MdE 0)
Brustverletzungen nach Schönheitsoperation (ptotische Mammae; lange Narben; Einziehung/Konturunregelmäßigkeit; Teilnekrose; zusätzlich Bauchverletzung). 12.000,00 € LG Dortmund, 15.10.2015 (MdE 0)
Brustverletzung (Brustvergrößerung; stark unterschiedliche Brustgröße; Verstärkung der Hängebrust). 12.782,30 € OLG Oldenburg, 11.11.1997 (MdE 0)
Rippenfrakturen (Rippenserienfraktur) und Zahnverletzungen (6 Zähne betroffen). 15.000,00 € LG Würzburg, 29.03.2011 (MdE 0)
Rippenfrakturen (Rippenserienfraktur 1–7; Doppelfraktur 2–6; Schlüsselbeinfraktur rechts disloziert; Nasenbeinfraktur; Risswunden). 17.895,22 € OLG Hamm, 21.07.1994 (MdE 0)
Rippenserienfraktur (2.–6. rechts; 2.–8. links teils disloziert; Lungendurchspießung; künstliche Beatmung) + weitere schwere Verletzungen. 17.895,22 € LG Flensburg, 04.09.1995 (MdE 10)
Brusttumor/Brustkrebs verspätet erkannt (Mammographie 2001; erneute erst 2010; Tumor 2010 entdeckt; Chemotherapie „wäre erspart geblieben“). 20.000,00 € OLG Hamm, 12.08.2013 (MdE 0)
Brustverletzung nach unzureichender Aufklärung vor Brustaufbauoperation (nach Mammaablation wegen Brustkrebs). 20.000,00 € KG, 14.05.2020 (MdE 0)
Brustoperation fehlerhaft (Lymphdrüsenentfernung; Behandlungs-/Therapieverzögerung um gut 5 Monate). 25.000,00 € OLG Frankfurt a. M., 14.04.2014 (MdE 0)
Brustbiopsie an nicht indizierter Stelle (Brustdeformation, Narbenbildung) + Depressionen. 18.000,00 € OLG München, 28.01.2014 (MdE 0)
Verletzung Schmerzensgeld Urteil (Gericht · Datum · Az.)
Entstellende, wulstartige Bauch­narbe nach Blinddarmentfernung mit Pararektalschnitt statt Wechselschnitt. 1.533,88 € AG Geilenkirchen · 15.06.2000 · Az. 3 C 87/00 (MdE 0)
Organschwund/Gewebeschwund (Atrophie) sowie erhebliche Hand- und Fingerversteifungen mit degenerativen Veränderungen. 12.782,30 € LG Mönchengladbach · 03.04.1980 · Az. 4 O 302/79 (MdE 0)
Bauchfellentzündung mit Darmverwachsungen, Abszessen und septischem Schock. 12.782,30 € OLG Stuttgart · 30.05.1986 · Az. 4 U 21/86 (MdE 0)
Zwölffingerdarm- und Hohlvenenverletzung, Nervus-vagus-Schädigung, vergrößerter Bauchschnitt mit Narben sowie seelische Belastungen. 23.000,00 € LG Freiburg · 13.08.2004 · Az. 3 O 346/03 (MdE 0)
Kunstfehlerhafte Operation eines Verwachsungsbauches mit Harnleiterverletzung, Nierenverlust und erheblicher Dickdarmverletzung. 25.564,59 € LG Hagen · 16.06.1992 · Az. 4 O 318/91 (MdE 0)
Stumpfes Bauchtrauma mit Dünndarmperforation und beidseitigem Milzriss. 30.677,51 € OLG Hamm · 17.01.2001 · Az. 13 U 161/00 (MdE 0)
Bauchschuss mit Dickdarmentfernung und mehrfacher Rückverlegung, erhebliche neurologische Beschwerden. 35.790,43 € OLG Saarbrücken · 09.09.1997 · Az. 4 U 635/96 (MdE 0)
Ausgedehnte retroperitoneale Blutung, Laparotomie, später Aneurysma der Thoraxschlagader; zusätzlich Kreuzbandriss. 35.790,43 € OLG Hamm · 11.06.1991 · Az. 13 U 35/91 (MdE 0)
Vier Bauchschüsse (vorsätzliche Körperverletzung/Auftragsmord) mit Steckschuss und Oberschenkelzertrümmerung. 50.000,00 € LG Ulm · 11.07.2014 · Az. 2 KLs 11/14 (MdE 0)
Verletzung der Arteria epigastrica superficialis bei laparoskopischem Eingriff. 51.129,19 € OLG München · 19.10.2000 · Az. 8 U 183/99 (MdE 0)
Schwere Peritonitis mit Ausbreitung auf alle Bauchquadranten und Spondylodiszitis; akute Lebensgefahr. 75.000,00 € OLG München · 27.11.2014 · Az. 1 U 2230/13 (MdE 0)
Schwerste Organverletzungen: Schrumpfniere links, eingeschränkte Nierenfunktion rechts, Kurzdarmsyndrom und Milzriss. 250.000,00 € OLG Frankfurt a. M. · 09.04.2010 · Az. 22 U 205/08 (MdE 100)
Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Penisverletzung in Form einer Vorhautentfernung nach zuvor attestierter Phimose bzw. Vorhautverengung. 0,00 € OLG Düsseldorf, 01.07.2021 (MdE 0)
Impotenz: Kein Schmerzensgeld für Ehefrau wegen Impotenz ihres Mannes. 0,00 € OLG Hamm, 07.06.2017 (MdE 0)
Scheidenverletzung/Genitalverletzungen (Scheidenriss, Dammriss und Riss der Labien = Muttermundlippenriss). 2.556,46 € OLG Hamm, 05.11.1979 (MdE 0)
Scheidenverletzung (Nichterkennen einer Rektum-Scheidenfistel und Scheidenentzündung). 2.556,46 € OLG Stuttgart, 15.03.1990 (MdE 0)
Penisverletzung mit Phimose nach Genitalanpralltrauma. 2.500,00 € LG Berlin, 19.02.2004 (MdE 0)
Scheidendammschnitt ohne örtliche Betäubung. 3.000,00 € OLG Oldenburg, 08.02.2012 (MdE 0)
Penisverletzung/Genitalverletzung (Genitalprellung und Genitalschürfung mit posttraumatischer Phimosebildung, operativ zu korrigieren). 4.601,63 € LG Limburg, 23.11.1993 (MdE 0)
Penisverletzung/Genitalverletzung (Vorhautbeschneidung bei sogn. „relativer Phimose“). 5.112,92 € OLG Oldenburg, 02.07.1991 (MdE 0)
Penisverletzung/Genitalverletzung (Schwellkörperzerstörung mit „Verlust der natürlichen Erektion“ nach Penisprothese). 7.669,38 € LG Köln, 12.03.1991 (MdE 0)
Beschneidung wegen Phimose + Persönlichkeitsrechtsverletzung wegen rechtswidriger Beschneidung eines Jungen. 10.000,00 € OLG Frankfurt a. M., 21.08.2007 (MdE 0)
Verlust eines sogenannten Neophallus (Penis nach Geschlechtsumwandlung) infolge einer Infektion. 15.000,00 € OLG München, 12.07.2007 (MdE 0)
Scheidenverletzung/Scheidenriss („Scheidendammriss 2. Grades“, schlecht versorgt; nachbehandelnder Arzt sprach von „Verstümmelung“). 1.533,88 € OLG Frankfurt a. M., 28.10.1997 (MdE 0)
Erhöhtes Risiko einer trockenen Scheide und vermehrter Infektionsneigung nach Schamlippenverkleinerung/Labienreduktion. 2.000,00 € OLG Köln, 20.04.2015 (MdE 0)
Darm-Scheidenfistel, die erst nach 1 1/2 Jahren operativ beseitigt werden konnte. 17.895,22 € OLG Köln, 04.07.1990 (MdE 0)
Klitorisverletzung (Klitoristeilabtrennung mit Schwellkörperverlust) + Anorgasmie (vollständiger Orgasmusverlust) + deutliche optische Beeinträchtigung (Narbe). 20.000,00 € LG Aachen, 30.01.2019 (MdE 0)
Pensiverletzung / Penisnervverletzung und Peniswurzelverletzung (Verletzung der Nervi cavernosi; fehlender Bulbocavernosusreflex) + Prellungen (Becken, HWS/BWS/LWS). 25.000,00 € OLG Naumburg, 13.03.2014 (MdE 10)
Penisverletzung/Genitalverletzung (völlige Schwellkörperzerstörung mit dauernder Erektionsunfähigkeit) nach nicht angezeigter Operation mit Silikon-Silber-Penisprothese. 25.564,59 € OLG Nürnberg, 16.09.1986 (MdE 0)
Penisverletzung (Teilverlust der Glans penis durch operative Teilresektion; Beeinträchtigungen im Alltag, Sport und Sexualität; erhebliche Hemmung). 30.000,00 € OLG Frankfurt a. M., 18.12.2014 (MdE 0)
Penisverletzung (fehlerhafte Penisvergrößerungsoperation: Abszess/Wundinfektion; ggf. Tupfer verblieben; OP erfolglos, u. a. wegen fehlender Aufklärung zum Tragen eines Extenders). 40.000,00 € KG, 13.03.2000 (MdE 0)
Penisverkürzung und Verlust der Beischlaffähigkeit nach kunstfehlerhafter bzw. mangels Aufklärung rechtswidriger Penisoperation (Phimose + Penisverkürzung). 50.000,00 € OLG Düsseldorf, 04.12.2014 (MdE 0)
Verletzung Schmerzensgeld Urteil
Beinverletzungen, schwere (mit Verkürzung des rechten Beines um 10 cm und hochgradiger Muskelverschmächtigung; weitere Verletzungen nicht näher beschrieben). 0,00 € BGH, 18.02.1992 (MdE 0)
Osteomyelitis als Spätfolge einer Oberschenkelfraktur mit erheblichen Weichteilverletzungen; geltend gemacht wurde weiteres Schmerzensgeld (über eine Abfindung hinaus). 0,00 € LG Stuttgart, 09.05.1990 (MdE 0)
Schienbeinverletzung, schwere. 0,00 € OLG Celle, 27.09.2005 (MdE 0)
Blutergüsse/Hämatome an Unterschenkeln und Oberschenkeln mit Blutungen, die verbunden werden mussten. 250,00 € AG Köln, 24.06.2005 (MdE 0)
Beinverletzung (Oberschenkel- und Unterschenkelprellungen) sowie Risswunden und Platzwunden. 511,29 € AG Berlin-Charlottenburg, 16.09.1983 (MdE 0)
Beinverletzung (Quetschungen und Blutergüsse mit geraume Zeit sehr unangenehmen Folgen). 1.022,58 € LG Kiel, 03.09.1993 (MdE 0)
Beinfraktur („mehrfache“, ohne nähere Angaben ob Ober- oder Unterschenkelfraktur) mit Beinverkürzung; Schürfwunden. 2.045,17 € LG Augsburg, 11.01.1985 (MdE 0)
Beinverletzungen (Knorpelschädigung innere Oberschenkelrolle; Anpralltrauma Knieinnenseite; postoperativ Teilverschluss tiefer Unterschenkelvenen rechts) + Schulterprellung rechts. 2.045,17 € LG München I, 20.06.1991 (MdE 0)
Beinverletzung (vermutlich Unterschenkelfraktur) mit Beinverlängerung um ca. 1 cm. 2.556,46 € LG Frankfurt a. M., 07.10.1987 (MdE 0)
Beinverletzung/Unterschenkelverletzung (Operation im Zusammenhang mit Entnahme einer Probe des Nervus suralis an ungeeigneter Stelle). 2.500,00 € AG Borken, 21.11.2012 (MdE 0)
Beinverletzung (Kunstfehlerhaftes Verkennen einer Beinvenenthrombose; Unterlassen einer Phlebographie; Heilungsverzögerung, Schmerzen; kurzzeitig Lebensgefahr). 3.579,04 € OLG Celle, 29.06.1998 (MdE 0)
Sklerosierungsbehandlungen/Therapie von Krampfadern ohne Einwilligung und mit Komplikationen. 4.000,00 € OLG Nürnberg, 24.01.2020 (MdE 0)
Oberschenkel- und Unterschenkelverletzung („herausgerissenes Fleisch“) mit unansehnlichen Narben. 4.090,34 € AG Bad Liebenwerda, 12.03.1999 (MdE 0)
Beinverletzung (starke Schürfwunden mit dauernder Narbenbildung) + erhebliche Prellungen + Beschwerden untere LWS. 4.500,00 € OLG Stuttgart, 29.04.2008 (MdE 0)
Beinverletzung/Oberschenkelverletzung (Fisteln und Fettgewebsnekrosen; Narben am Oberschenkel). 5.112,92 € OLG Düsseldorf, 13.10.1997 (MdE 0)
Bein“verletzung”/Konversionsneurose (Lähmungserscheinungen am linken Bein; konversionsneurotische Symptomatik). 5.112,92 € OLG Frankfurt a. M., 06.11.1991 (MdE 0)
Beinvenenverletzung (Beinvenenthrombose mit Lungenembolie nach Hüft-OP; Versäumnis Phlebographie). 5.112,92 € LG München I, 31.05.1995 (MdE 0)
Beinverletzung links, ohne nähere Angaben (aufgenommen wegen BGH-Leitsatz zur Beschwer). 5.112,92 € BGH, 02.10.2001 (MdE 0)
Beinverletzung/Verätzung, schwere (Verätzung 3. Grades bis auf Muskelgewebe beider Beine im Bereich Knie/Unterschenkel; dauerhaft eingeschränkte Beweglichkeit). 6.000,00 € OLG Bamberg, 26.10.2009 (MdE 0)
Beinverletzung/Fußverletzung (ohne nähere Angaben; in der Veröffentlichung als „schwer“ bezeichnet). 7.500,00 € OLG Frankfurt a. M., 11.05.2005 (MdE 0)
Beidseitige Beinvenenthrombose + Lungenembolie/Lungenentzündung u. a. nach Rippenfrakturen; weitere Verletzungen. 7.669,38 € OLG Karlsruhe, 12.07.1991 (MdE 0)
Beinvenenthrombose nicht erkannt; Leitveneninsuffizienz mit dauerhafter Beeinträchtigung. 7.669,38 € OLG Oldenburg, 25.11.1997 (MdE 0)
Beinvenenverletzung/Venenverpflanzung (Notoperation; Entnahme V. saphena magna; 13 cm Narbe). 8.691,96 € OLG München, 08.02.1990 (MdE 0)
Postthrombotisches Syndrom mit komplettem Verschluss aller Unterschenkelvenen links; später auch rechts; zusätzlich Nierenbluten. 9.203,25 € OLG Köln, 04.12.1991 (MdE 40)
Beinvenenthrombose; unterbliebene rechtzeitige adäquate Behandlung; dauerhaft Stützstrümpfe + längerfristig Marcumar. 10.225,84 € OLG Stuttgart, 24.08.1999 (MdE 0)
Beinverletzung (polyradiculäre Nervlähmung/Nervläsion) + Prellungen (Oberschenkel/Vorderfuß/Sprunggelenk) + Schürfwunden Hände. 10.255,84 € LG München I, 26.04.1996 (MdE 10)
Beinverletzung („alkoholtoxische“ Nervschädigung nach Sympathikusblockade; Risiken nicht hinreichend erläutert). 10.255,84 € OLG Oldenburg, 04.08.1998 (MdE 0)
Beinverletzung („Lähmungserscheinungen des Beines“) nach Fehlbehandlung eines wegen Wadenschmerzen eingelieferten Klägers (Art der Lähmung offen). 11.504,07 € OLG München, 04.06.1992 (MdE 50)
Nervverletzung (Peronaeusparese rechts mit Fußheberschwäche und Sensibilitätsstörungen). 12.782,30 € OLG Köln, 11.11.1991 (MdE 0)
Osteomyelitis mit Weichteilabszess nach Unterschenkelfraktur; große Eiterhöhle; berechtigte Amputationsangst. 12.782,30 € OLG Düsseldorf, 28.06.1984 (MdE 0)
Osteomyelitis nach Unterschenkelfraktur links + große Rissquetschwunde am Schienbeinkopf (chronisch-eitrig). 12.782,30 € OLG Karlsruhe, 25.09.1990 (MdE 10)
Beinverlängerungsoperation erfolglos; starke Schmerzen über ca. 3,5 Monate; zunächst als Simulant bezeichnet. 13.000,00 € OLG Brandenburg, 26.11.2015 (MdE 0)
Beinverlängerung links um 4,5 cm nach Hüftoperation; schwere Schädigung Nervus ischiadicus links. 15.000,00 € OLG Hamburg, 05.08.2005 (MdE 0)
Osteomyelitis nach Marknagelung (Oberschenkelquerfraktur); mehrfach fehlerhaft behandelt; große entstellende Wunde/Knochendefekt; Beinverkürzung. 15.338,76 € LG Hannover, 07.04.1994 (MdE 0)
Beinverletzung, schwere (subcutanes Decollement mit großem Weichteildefekt; Amputationsgefahr durch mehrere OPs abgewandt). 15.338,76 € OLG Hamm, 23.03.1998 (MdE 0)
Osteomyelitis am linken Bein (Spongiosaplastik, Weichteilnekrosen; entstellende Narben; Beinverkürzung 1,5 cm). 15.338,76 € OLG München, 08.05.1998 (MdE 0)
Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis) am linken Bein/Unterschenkel mit dauerhafter Gehbehinderung und Spitzfußbildung. 35.790,43 € OLG Hamm, 01.12.1993 (MdE 0)
Nervverletzung (Peronaeuslähmung und Teillähmung Nervus tibialis). 35.790,43 € OLG Koblenz, 13.10.1988 (MdE 0)
Beinverletzung, schwere (Luxation Hüfte, Acetabulumfraktur, Oberschenkelfraktur, Kniegelenksöffnung u. a.; offener Schienbeinstückbruch mit Knochendefekt; distale Wadenbeinfraktur). 35.790,43 € LG Kleve, 03.07.1998 (MdE 30)
Nervverletzung/Unterschenkelverletzung (Peronaeusparese mit Gehbehinderung, typischerweise Steppergang). 40.903,35 € OLG Hamm, 17.03.1997 (MdE 0)
Oberschenkelnervverletzung (N. ischiadicus) + N. tibialis; komplette Fußheberlähmung/Fußheberparese inkl. Zehenheberparese sowie Fußsenkerparese. 40.000,00 € OLG Jena, 23.07.2015 (MdE 0)
Mehrfachverletzungen: offene Oberschenkelfraktur 2. Grades rechts u. a. + Unterschenkeltrümmerfraktur links + Sprungbeinfaktur + Rippenfraktur + Gehirnerschütterung + Bauch-/Thoraxtrauma. 46.016,27 € LG Stuttgart, 25.01.1991 (MdE 0)
Querschnittlähmungsähnliche Verletzung (Lähmung beider Beine sowie Mastdarm- und Blasenlähmung) nach nicht erkanntem Epiduralabszess. 50.000,00 € OLG Düsseldorf, 10.04.2003 (MdE 0)
Knieverletzung mit Kniebänderriss/Kniescheibentrümmerfraktur u. a. + tiefe Beinvenenthrombose + Sprunggelenkfraktur (Weber-B) + depressive Störung. 55.000,00 € KG, 21.11.2013 (MdE 0)
Beinfrakturen (multiple, wohl Ober-/Unterschenkel) + Hüft-, Knie- und Sprunggelenkverletzung + Schulterverletzung (dauerhaft) + Brustkorbverletzung. 25.000,00 € LG Duisburg, 06.04.2009 (MdE 0)
Osteotomie im Bereich des rechten Unterschenkels. 25.000,00 € OLG Karlsruhe, 21.06.2013 (MdE 0)
Bein-/Fußverletzung + Nervverletzung (iatrogene Läsion N. ischiadicus bei Hüftprothesen-Auswechsel; Fußheberschwäche, Beinlängenverkürzung, Dislokation Hüftgelenk). 25.000,00 € OLG Nürnberg, 30.04.2015 (MdE 0)
Beinarterienverschluss (embolischer Gefäßverschluss) und berechtigte Amputationsangst. 25.564,59 € OLG Hamm, 07.12.1987 (MdE 0)
Fußfraktur (Fersenfraktur) links mit Knicksenfußbildung + Vorfußfraktur rechts + weitere Frakturen. 32.000,00 € LG Augsburg, 25.07.2012 (MdE 50)
Oberschenkelamputation („Beinverlust“) + Ellenbogentrümmerfraktur mit bleibender Bewegungseinschränkung. 76.693,78 € OLG Nürnberg, 30.04.1997 (MdE 0)
Osteomyelitis: Folgeschmerzen verkannt; später Wachstumsstörung im Oberschenkel mit Beinverkürzung 4 cm und Muskelverschmächtigung. 76.693,78 € OLG Frankfurt a. M., 21.05.1999 (MdE 0)
Beinfunktionsbeeinträchtigung erheblich nach Wirbelkörperfraktur mit Nervwurzelverletzung. 80.000,00 € LG Bielefeld, 15.04.2008 (MdE 0)
Beinlähmungen beidseits infolge kunstfehlerhafter Bestrahlung eines Tumors im Genitalbereich (rechter Hoden). 81.806,70 € LG Düsseldorf, 11.05.1995 (MdE 0)
Querschnittlähmungsähnliche beidseitige Beinlähmung nach postoperativem Cauda-equina-Syndrom. 100.000,00 € OLG Hamm, 19.11.2007 (MdE 100)
Beinverletzung, schwere: Nervverletzung (N. ischiadicus + N. femoralis) mit Oberschenkellähmung/Fußlähmung; Gefühlsstörungen; zusätzlich Mastdarm- und Blasenlähmung mit Inkontinenz; künstlicher Darmausgang. 130.000,00 € OLG Koblenz, 22.04.2015 (MdE 0)

VII. FAQ: Häufig gestellte Fragen

Nein, die Schmerzensgeldtabelle ist nicht verbindlich. Sie stellt keine gesetzliche Regelung dar, sondern dient Gerichten, Anwälten und Versicherungen lediglich als Orientierungshilfe. Die dort aufgeführten Beträge basieren auf realen Gerichtsentscheidungen und spiegeln typische Schmerzensgeldsummen bei vergleichbaren Verletzungen wider. Im Einzelfall entscheidet jedoch das Gericht auf Grundlage der konkreten Umstände.

Es gibt mehrere etablierte Schmerzensgeldtabellen, die Gerichten, Anwälten und Versicherern als Orientierungshilfe dienen. Zu den bekanntesten zählen:

  • Beck’sche Schmerzensgeldtabelle – ein Standardwerk mit umfangreicher Sammlung gerichtlicher Entscheidungen.

  • ADAC-Schmerzensgeldtabelle – besonders praxisnah, häufig bei Verkehrsunfällen herangezogen.

  • Celler Schmerzensgeldtabelle – herausgegeben vom Oberlandesgericht Celle, öffentlich zugänglich und regelmäßig aktualisiert.

Klare Antwort: Nein. Schmerzensgeld unterliegt nicht der Einkommensteuer, da es kein Einkommen im Sinne des EStG ist. Es stellt keinen wirtschaftlichen Vorteil dar, sondern einen Ausgleich für erlittenes Leid.

Das Schmerzensgeld kann entweder einmalig oder als laufende Zahlung erfolgen – Letzteres ist gemäß § 843 BGB insbesondere bei schweren Dauerfolgen, Pflegebedürftigkeit oder langfristigem Verdienstausfall vorgesehen. Versicherer streben meist eine Kapitalisierung, also eine Einmalzahlung an.

Für Geschädigte kann jedoch eine Rente sinnvoller sein – etwa zur Deckung regelmäßiger Therapiekosten oder bei dauerhaft eingeschränkter Erwerbsfähigkeit. Die Entscheidung hängt vom Einzelfall und der individuellen Prognose ab.

Die Höhe des Schmerzensgeldes lässt sich nicht pauschal beziffern – sie richtet sich immer nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Grundsätzlich gilt: Je schwerer die Verletzung und je nachhaltiger die Auswirkungen auf das Leben des Geschädigten, desto höher fällt in der Regel auch das Schmerzensgeld aus.

Bei vergleichsweise leichten Verletzungen wie einer Halswirbelsäulen-Distorsion (Schleudertrauma) mit einer Arbeitsunfähigkeit von etwa einer Woche liegt die zugesprochene Summe oft im Bereich von 500 bis 800 Euro. Bei deutlich schwerwiegenderen Verletzungen, etwa nach einem schweren Motorradunfall mit Dauerschäden, kann das Schmerzensgeld hingegen 500.000 Euro oder mehr betragen.

Die Höhe des Schmerzensgeldes bei Prellungen hängt von Art, Schwere und Auswirkungen der Verletzung ab. In der Regel zählen Prellungen zu den eher leichteren Verletzungen, weshalb die Schmerzensgeldbeträge hier vergleichsweise niedrig ausfallen.

Laut gängiger Schmerzensgeldtabelle – bewegen sich die Beträge bei einfachen Prellungen ohne bleibende Schäden meist im Bereich von 100 bis 500 Euro. Handelt es sich jedoch um mehrfache Prellungen, eine lange Heilungsdauer, dauerhafte Beschwerden oder eine temporäre Arbeitsunfähigkeit, kann das Schmerzensgeld auch über 1.000 Euro hinausgehen.

Die höchste jemals zugesprochene Schmerzensgeldsumme in Deutschland belief sich auf eine Million Euro. Das Landgericht Limburg sprach diesen Betrag im Jahr 2021 dem damals zwölfjährigen Tyler zu, der infolge einer Fehlbehandlung in einem Krankenhaus schwerste geistige und körperliche Schäden erlitt. Der Junge war durch einen Behandlungsfehler zum Pflegefall geworden – eine Krankenschwester hatte ihm ein Medikament injiziert, obwohl er sich gerade beim Essen befand. Die daraus resultierende Sauerstoffunterbrechung führte zu irreversiblen Hirnschäden.

Ja, grundsätzlich ist es möglich, Schmerzensgeld ohne anwaltliche Unterstützung zu beantragen – etwa durch direkte Geltendmachung bei der gegnerischen Versicherung. Allerdings ist zu beachten: Die Durchsetzung des Anspruchs, insbesondere die angemessene Höhe des Schmerzensgeldes, ist häufig komplex und erfordert juristisches Know-how. Ein erfahrener Anwalt kann nicht nur die Erfolgsaussichten realistisch einschätzen, sondern auch sicherstellen, dass alle relevanten Beweise, medizinischen Gutachten und rechtlichen Voraussetzungen korrekt vorgelegt werden. Gerade bei Verhandlungen mit Versicherern, die oft versuchen, Beträge zu drücken, ist anwaltliche Hilfe dringend zu empfehlen, um Ansprüche vollständig durchzusetzen.

Schmerzensgeldtabelle

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Greta Schmid

Jurawelt Redaktion

Greta Schmid
  • Studentin der Rechtswissenschaften an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht
  • Schwerpunktbereich: Recht der Digitalisierung
  • Auslandsaufenthalt am Chicago-Kent College of Law (USA)

Jurawelt:

  • Redakteurin & Studentische Mitarbeiterin
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