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Uppsala

Erfahrungsbericht: UPPSALA, HT 1999

Ich habe mich für einen 2-semestrigen Aufenthalt in Uppsala, Schweden, entschieden und bis jetzt hat es mir sehr gut hier gefallen.

1. Lehrangebot

In diesem Semester habe ich den Kurs "International Law: Classical Concepts" bei Iain Cameron gewählt. Dies war ein 30 ECTS-Punkte Kurs und ging über das ganze Semester. Der Kurs bestand aus einem allgemeinen Völkerrechtsteil und einem zweiten, spezielleren Teil. In der zweiten Hälfte des Kurses konnten wir aus vier kleineren Kursen zwei auswählen: "Legal Problems of the Second and Third Pillars" oder "War and Peace under the UN Charter" (im November) und "International Responsibility of States and Liability of States for Lawful Acts" oder "International Criminal Law" (im Dezember). Ich habe mich für "Legal Problems of the Second and Third Pillars" und "International Criminal Law" entschieden. Vom zweiten Kurs war ich etwas enttäuscht, da es mehr um Europa- als um Völkerrecht an sich ging.
Der Kurs bestand fast ausschließlich aus Seminaren und hatte nur 28 Teilnehmer, von denen mehr als die Hälfte Schweden waren. Wir wurden in study-groups unterteilt. In diesen study-groups werden die Seminare vorbereitet und besprochen. Meistens werden im Seminar auch Kurzreferate der einzelnen study-groups erwartet. Durch die study-groups lernt man auch sehr leicht die schwedischen Studenten kennen. Während dieses Semesters wurden vier Essays (6-8 Seiten) geschrieben, aber alles halb so schlimm. Es ist in Uppsala sehr schwer, Zugang zu Computerräumen zu bekommen. Ein eigener Computer ist sehr praktisch.
Während des Herbstsemesters hatte ich auch einen Schwedisch-Kurs, der von der Universität bezahlt wird. Ich habe in Regensburg schon etwas Schwedisch gelernt und war daher im Fortgeschrittenen-Kurs, der wirklich sehr gut, aber auch anstrengend war.

2. Unterkunft

Ich wohne in Rackarbergsgatan in einer 5-er WG mit 4 Schwedinnen. Wir teilen uns Dusche/WC und die Küche. Kurz bevor ich eingezogen bin, wurde der Korridor und die Küche frisch gestrichen und Dusche/WC generalüberholt. Mein Zimmer ist ca. 13 m² groß und möbliert. Die Miete beträgt monatlich 1797 SEK. Gegenüber Flogsta hat Rackarberg den Vorteil, daß es sehr zentral liegt, was vor allem im schwedischen Winter wichtig ist.

3. Formalitäten

Probleme mit Formalitäten hatte ich keine, denn es wird wirklich alles von der Uni organisiert. Leider war bei meiner Ankunft im August Harriet Staffans im Urlaub, so daß ich nicht sofort alle wichtigen Informationen bekam. Ich bin privat versichert und habe einen Versicherungsnachweis für meine Aufenthaltserlaubnis gebraucht.

4. Sonstiges

Als Student in Uppsala ist die Zugehörigkeit zu einer der 13 "Nationen" obligatorisch. Bei fast allen Nationen gibt es einen Fotoclub, ein Orchester, einen Chor, einen Sportclub etc. Alle Nationen haben eine Kneipe und die meisten haben auch Discos.
Ich bin Mitglied in der Södermanland-Nerike Nation (=Snerikes) und war in diesem Semester dort beim Herbstball und der Luciagasque und oft auch einfach so... Typisch Schwedisch und vor allem sehr lecker ist die Fika, d.h. Kaffee und Kuchen oder belegte Brötchen u.v.m. Die meisten Nationen haben samstags eine lördagsfika. Uppsala selbst ist eine gemütliche und überschaubare Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Außerdem ist Stockholm mit dem Bus nur ca. 40 min. entfernt.
Mein erstes Semester hier in Uppsala ist sehr schnell vergangen und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

03/00 Tonia Wycisk (Kontakt über ronald.moosburner@jurawelt.com)


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