Die Arbeitswelt fordert manchmal bis zur Grenze dessen, was ein Körper oder eine Psyche dauerhaft tragen kann. Wer morgens mit Herzrasen aufwacht, mit Schmerzen zur Arbeit fährt oder in Konflikten aufreibt, die längst in den Feierabend hineinwuchern, merkt irgendwann, das es nicht mehr nur um „Stress“ geht.
Es geht um Gesundheit.
In solchen Situationen empfehlen Ärztinnen und Ärzte manchmal einen Schritt, der im Lebenslauf deutlich sichtbar bleibt: die Kündigung.
Sie löst nicht automatisch alle Probleme und sie schützt auch nicht von selbst vor Konsequenzen. Wer das Vorgehen jedoch sauber vorbereitet, kann ein Arbeitsverhältnis beenden, das der Gesundheit schadet, und das Risiko einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld deutlich senken.
Der Beitrag zeigt, was mit einer Kündigung auf ärztlichen Rat gemeint ist, welche Punkte die Agentur für Arbeit in der Praxis besonders prüft und welche Alternativen oft zuerst in Betracht kommen.



Vielen Dank für diesen Beitrag die “Kündigung auf ärztlichen Rat” betreffend. In meinem Fall wird es voraussichtlich trotz Bemühungen sowohl seitens meines Arbeitgebers als auch von mir kaum möglich sein, diese Kündigung zu vermeiden. Ich bin da aber scheinbar sehr blauäugig rangegangen und habe mir es etwas unbürokratischer vorgestellt, habe aber Gott sei Dank noch nicht den 4. Schritt vor dem 1. gemacht. Insofern bin ich sehr dankbar, dass ich dank der Ausführungen jetzt weiß, wie mein weiteres Vorgehen aussehen muss. Mit herzlichem Gruß
Hallo, aufgrund von mobbings und gesundheitlichen Beschwerden ließ ich mich intern versetzen. Leider waren die tatsächlichen Arbeitsbedingungen anders als im Vorstellungsgespräch geschildert, was zu massiver gesundheitlicher Verschlechterung geführt hat. Zahlreiche Gespräche (auch mit Betriebsrat) führten zu nichts. Der Betriebsrat rief mich sogar während der Krankheit daheim an und erklärte mir, ich habe kein Recht auf Rückversetzung. Andere Möglichkeiten wurden nicht angeboten. Mein Arzt hat die krankheitsbedingte Kündigung befürwortet, allerdings haben weder er noch der Fachanwalt mich richtig aufgeklärt, welcher Schritt wann zu machen ist. Der Anwalt hat das Arztattest auch nicht in den Aufhebungsvertrag aufgenommen, so dass ich dann vom Arbeitsamt eine Sperre erhalten habe. Ich bin gesundheitlich voll am Ende und dauernd krank. Hätte ich da jemanden haftbar machen können? War schon 2023. Rechtschutz wurde von der Versicherung gekündigt aufgrund der Kosten.
Danke für die Info. Mfg