RheinSchPersV
Ausfertigungsdatum: 16.12.2011
Vollzitat:
“Schiffspersonalverordnung-Rhein vom 16. Dezember 2011 (BGBl. 2011 II S. 1300; Anlageband), die zuletzt durch Artikel 1 Nummer 2 iVm Anlage 4 der Verordnung vom 20. Mai 2021 (BGBl. 2021 II S. 442) geändert worden ist”
| Stand: | Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 iVm Anlage 4 V v. 20.5.2021 II 442 |
| Diese V ist gem. Art. 1 § 13 V v. 5.4.2023 II Nr. 105 mWv 14.4.2023 nicht mehr anzuwenden | |
Näheres zur Standangabe finden Sie im Menü unter Hinweise
(+++ Textnachweis ab: 24.12.2011 +++)
Die V wurde durch Beschluss der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt v.
2.6.2010, Protokoll 8 Anlage 1 angenommen und als Anlage 1 zur V v. 16.12.2011
II 1300 von dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem
Bundesministerium der Finanzen erlassen
(+++ Text der Einführungsverordnung siehe: RheinSchPersEV +++)
(+++ Zur Anwendung dieser V vgl. Art. 1 § 13 V v. 5.4.2023 II Nr. 105 +++)
| Teil I Allgemeine Bestimmungen |
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| Kapitel 1 Allgemeine Bestimmungen für Teile I, II und III |
|
| § 1.01 | Begriffsbestimmungen |
| § 1.02 | Anordnungen vorübergehender Art |
| § 1.03 | Dienstanweisungen |
| Teil II Besatzungsvorschriften |
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| Kapitel 2 Allgemeine Bestimmungen für Teil II |
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| § 2.01 | Geltungsbereich |
| § 2.02 | Allgemeines |
| Kapitel 3 Bestimmungen für alle Fahrzeugarten |
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| Abschnitt 1 Befähigung der Besatzungsmitglieder |
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| § 3.01 | Beschreibung der Befähigungen |
| Unterabschnitt 1 Voraussetzungen für den Erwerb der Befähigung |
|
| § 3.02 | Voraussetzungen für die Befähigung |
| § 3.03 | Tauglichkeit der Besatzungsmitglieder |
| § 3.04 | Regelmäßige Überprüfung der Tauglichkeit |
| Unterabschnitt 2 Art des Nachweises der Befähigung |
|
| § 3.05 | Nachweis der Befähigung |
| § 3.06 | Schifferdienstbuch |
| § 3.07 | Gültigkeit des Schifferdienstbuches |
| Unterabschnitt 3 Fahrzeit |
|
| § 3.08 | Anrechnung der Fahrzeiten |
| § 3.09 | Nachweis von Fahrzeiten und Streckenfahrten |
| Abschnitt 2 Mindestruhezeit |
|
| § 3.10 | Betriebsformen |
| § 3.11 | Mindestruhezeit |
| § 3.12 | Wechsel oder Wiederholung der Betriebsform |
| § 3.13 | Bordbuch – Fahrtenschreiber |
| Abschnitt 3 Mindestbesatzung an Bord |
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| § 3.14 | Ausrüstung der Schiffe |
| § 3.15 | Mindestbesatzung der Motorschiffe und Schubboote |
| § 3.16 | Mindestbesatzung der starren Verbände und anderen starren Zusammenstellungen |
| § 3.17 | Mindestbesatzung der Fahrgastschiffe |
| § 3.18 | Nichterfüllung der Ausrüstung nach § 3.14 |
| § 3.19 | Mindestbesatzung der übrigen Fahrzeuge |
| § 3.20 | Mindestbesatzung von Seeschiffen |
| § 3.21 | Mindestbesatzung von Kanalpenichen |
| § 3.22 | Mindestbesatzung von Sportfahrzeugen |
| § 3.23 | Ausnahme |
| Kapitel 4 Ergänzende Bestimmungen für das Sicherheitspersonal auf Schiffen, die gefährliche Güter befördern |
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| § 4.01 | Verweis auf die Bestimmungen des ADN |
| Kapitel 4a Ergänzende Bestimmungen über die Sachkunde der Besatzungsmitglieder von Fahrzeugen, die Flüssigerdgas (LNG) als Brennstoff nutzen |
|
| § 4a.01 | Sachkunde und Einweisung |
| § 4a.02 | Bescheinigung |
| § 4a.03 | Lehrgang und Prüfung |
| § 4a.04 | Gültigkeit und Verlängerung der Bescheinigung |
| § 4a.05 | Zuständigkeit |
| Kapitel 5 Ergänzende Bestimmungen für das Sicherheitspersonal auf Fahrgastschiffen |
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| § 5.01 | Sicherheitspersonal auf Fahrgastschiffen |
| Abschnitt 1 Anforderungen für den Erwerb und den Nachweis der Befähigungen |
|
| § 5.02 | Sachkundiger für Fahrgastschifffahrt |
| § 5.03 | Basislehrgang für Sachkundige |
| § 5.04 | Auffrischungslehrgang für Sachkundige |
| § 5.05 | Ersthelfer |
| § 5.06 | Atemschutzgeräteträger |
| § 5.07 | Lehrgänge und Auffrischungslehrgänge für Ersthelfer und Atemschutzgeräteträger |
| § 5.08 | Art des Nachweises der Befähigung |
| Abschnitt 2 Anforderungen an den Betrieb der Fahrgastschiffe |
|
| § 5.09 | Anzahl des Sicherheitspersonals |
| § 5.10 | Pflichten des Schiffsführers und des Sachkundigen |
| § 5.11 | Aufsicht |
| Teil III Patentvorschriften |
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| Kapitel 6 Allgemeine Bestimmungen für Teil III |
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| § 6.01 | Geltungsbereich |
| § 6.02 | Schifferpatentpflicht |
| § 6.03 | Radarpatentpflicht |
| § 6.04 | Patentarten |
| Kapitel 7 Schifferpatente |
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| Abschnitt 1 Erwerb der Befähigung |
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| Unterabschnitt 1 Patentarten |
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| § 7.01 | Großes Patent |
| § 7.02 | Kleines Patent |
| § 7.03 | Sportpatent |
| § 7.04 | Behördenpatent |
| Unterabschnitt 2 Streckenkenntnisse |
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| § 7.05 | Streckenkundepflichtige Strecke |
| § 7.06 | Erwerb der Streckenkenntnisse |
| § 7.07 | Streckenzeugnis |
| Abschnitt 2 Zulassungs- und Prüfungsverfahren |
|
| § 7.08 | Prüfungskommission |
| § 7.09 | Antrag auf Erwerb oder Erweitern eines Rheinpatentes |
| § 7.10 | Antrag auf Erwerb oder Erweitern eines Streckenzeugnisses |
| § 7.11 | Zulassung zur Prüfung |
| § 7.12 | Prüfung |
| § 7.13 | Befreiungen und Erleichterungen |
| § 7.14 | Ausstellung und Erweiterung der Rheinpatente |
| § 7.15 | Ausstellung des Streckenzeugnisses |
| § 7.16 | Kosten |
| Abschnitt 3 Kontrolle der Tauglichkeit |
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| § 7.17 | Regelmäßige Überprüfung der Tauglichkeit |
| § 7.18 | Nachweis der Tauglichkeit von Inhabern eines Rheinpatents ab dem Alter von 50 Jahren |
| § 7.19 | Nachweis der Tauglichkeit von Inhabern eines als gleichwertig anerkannten Schiffsführerzeugnisses ab dem Alter von 50 Jahren |
| Abschnitt 4 Überprüfung und Entzug |
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| § 7.20 | Aussetzen der Gültigkeit des Rheinpatentes |
| § 7.21 | Ablauf der Gültigkeit eines als gleichwertig anerkannten Schiffsführerzeugnisses auf dem Rhein |
| § 7.22 | Entzug des Rheinpatentes |
| § 7.23 | Fahrverbot für den Inhaber eines als gleichwertig anerkannten Schiffsführerzeugnisses |
| § 7.24 | Sicherstellung eines Rheinpatentes |
| § 7.25 | Sicherstellung eines als gleichwertig anerkannten Schiffsführerzeugnisses |
| Kapitel 8 Radarpatent |
|
| § 8.01 | Allgemeine Bestimmungen |
| § 8.02 | Antrags- und Zulassungsverfahren |
| § 8.03 | Prüfungskommission |
| § 8.04 | Prüfung |
| § 8.05 | Ausstellung des Radarpatentes |
| § 8.06 | Entzug des Radarpatentes |
| § 8.07 | Maßnahmen gegen Inhaber eines als gleichwertig anerkannten Radarzeugnisses |
| § 8.08 | Kosten |
| Kapitel 9 Übergangsbestimmungen |
|
| § 9.01 | Gültigkeit der Bordbücher und Schifferdienstbücher |
| § 9.02 | Gültigkeit der bisherigen Patente |
| § 9.03 | Zuordnung der Patentarten |
| § 9.04 | Anrechnung von Fahrzeiten |
| § 9.05 | Sachkundebescheinigung für die Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) als Brennstoff |
| Anlagen | |
| A: Besatzung | |
| A1 | Bordbuch (Muster) |
| A2 | Schifferdienstbuch (Muster) |
| A3 | Anforderungen an den Fahrtenschreiber und Vorschriften betreffend den Einbau von Fahrtenschreibern an Bord |
| A4 | Bescheinigung für den Nachweis der geforderten Ruhezeit nach § 3.12 Nr. 2 bis 6 (Muster) |
| A5 | Anerkannte ausländische Schifferdienstbücher |
| B: Tauglichkeit | |
| B1 | Mindestanforderungen an die Tauglichkeit |
| B2 | Ärztliches Zeugnis über die Untersuchung der Tauglichkeit in der Rheinschifffahrt (Muster) |
| B3 | Bescheid zur Tauglichkeit (Muster) |
| C: Sicherheitspersonal auf Fahrgastschiffen | |
| C1 | Bescheinigung Sachkundiger für Fahrgastschifffahrt (Muster) |
| C2 | Bescheinigung Ersthelfer in der Fahrgastschifffahrt (Muster) |
| C3 | Bescheinigung Atemschutzgeräteträger in der Fahrgastschifffahrt (Muster) |
| C4 | Bescheinigungsbuch für die Fahrgastschifffahrt (Muster) |
| D: Patente | |
| D1 | Rheinpatent (Muster) |
| D2 | Vorläufiges Rheinpatent (Muster) |
| D3 | Streckenzeugnis (Muster) |
| D4 | Radarpatent (Muster) |
| D5 | Als gleichwertig anerkannte Schiffsführerzeugnisse |
| D6 | Als gleichwertig anerkannte Befähigungszeugnisse für die Radarfahrt |
| D7 | Prüfungsprogramm für den Erwerb eines Patentes für den Rhein |
| D8 | Prüfungsprogramm für den Erwerb eines Radarpatentes |
| E: Besatzungsmitglieder von Fahrzeugen, die Flüssigerdgas (LNG) als Brennstoff nutzen | |
| E1 | Muster der Sachkundebescheinigung für die Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) als Brennstoff |
| E2 | Programm der Lehrgänge für Besatzungsmitglieder von Fahrzeugen, die Flüssigerdgas (LNG) als Brennstoff nutzen |
Fahrzeugarten
Fahrzeugzusammenstellungen
Personal
Andere Begriffe
Die Besatzung, die für die jeweilige Betriebsform und Einsatzzeit des Fahrzeuges vorgeschrieben ist, und das Sicherheitspersonal müssen während der Fahrt ständig an Bord sein. Der Antritt einer Fahrt ohne die vorgeschriebene Besatzung oder ohne das Sicherheitspersonal ist unzulässig.
Fahrzeuge, auf denen durch unvorhergesehene Umstände (z. B. Krankheit, Unfall, behördliche Anordnung) höchstens ein Mitglied der vorgeschriebenen Besatzung während der Fahrt ausfällt, können ihre Fahrt bis zum nächsten erreichbaren geeigneten Liegeplatz in Fahrtrichtung – Fahrgastschiffe bis zur Tagesendstation – fortsetzen, wenn an Bord neben einem Inhaber eines für die betreffende Strecke gültigen Schifferpatents noch ein weiteres Mitglied der vorgeschriebenen Besatzung vorhanden ist.
Die Person, der die Betreuung an Bord lebender Kinder unter sechs Jahren obliegt, darf nicht Mitglied der Mindestbesatzung sein, es sei denn, es werden Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Kinder ohne ständige Aufsicht zu gewährleisten.
Abweichend hiervon können die zuständigen Behörden der betroffenen Rheinuferstaaten und Belgiens bilateral vereinbaren, dass einzelne in dem einen Staat registrierte Schiffe unter die Vorschriften des anderen Staates fallen.
Werdende Mütter/Wöchnerinnen dürfen während mindestens 14 Wochen nicht Mitglied der Mindestbesatzung sein; davon müssen wenigstens sechs Wochen vor und wenigstens sieben Wochen nach der Niederkunft liegen.
eine Fahrzeit als Angehöriger der Decksmannschaft von mindestens drei Jahren; davon müssen mindestens ein Jahr in der Binnenschifffahrt und zwei Jahre in der Binnenschifffahrt oder in der See-, Küsten- oder Fischereischifffahrt abgeleistet sein;
entweder ein Rheinpatent nach dieser Verordnung oder ein von der ZKR als gleichwertig anerkanntes Schiffsführerzeugnis für die jeweilige Fahrzeugsart und -größe sowie für die zu durchfahrende Strecke gemäß § 6.02 dieser Verordnung;
| A1 | Fahrt bis zu 14 Stunden, | |
| A2 | Fahrt bis zu 18 Stunden, | |
| B | Fahrt bis zu 24 Stunden, |
jeweils innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden.
Die Aushändigung des neuen Bordbuches kann bei Vorlage der Bescheinigung nach Nummer 4 erfolgen. Der Schiffseigner hat jedoch dafür zu sorgen, dass das vorangegangene Bordbuch binnen 30 Tagen nach dem Ausstellungsdatum des neuen Bordbuches, das auf der Bescheinigung nach Nummer 4 von der zuständigen Behörde eingetragen worden ist, von derselben zuständigen Behörde unaustilgbar „ungültig“ gekennzeichnet wird. Der Schiffseigner hat außerdem dafür zu sorgen, dass dann das Bordbuch wieder an Bord gebracht wird.
Die für den Fahrbetrieb erforderlichen Hilfsmaschinen müssen vom Steuerstand aus ein- und ausgeschaltet werden können, es sei denn, dies geschieht automatisch oder diese Maschinen laufen während jeder Fahrt ununterbrochen mit;
der Temperatur des Kühlwassers der Hauptmotoren,
des Drucks des Schmieröls von Hauptmotoren und Getrieben,
des Öl- und Luftdrucks der Umsteueranlage der Hauptmotoren, der Wendegetriebe oder der Propeller,
des Füllstandes der Bilgen des Hauptmaschinenraumes
muss eine Überwachung durch Geräte gewährleistet sein, die bei Funktionsstörungen akustische und optische Alarmsignale im Steuerhaus auslösen. Die akustischen Alarmsignale können in einem Schallgerät zusammengefasst werden. Sie dürfen erlöschen, sobald die Störung erkannt ist. Die optischen Alarmsignale dürfen erst erlöschen, wenn die ihnen zugeordneten Funktionsstörungen beseitigt sind;
Standard S1 sowie zusätzlich eine Ausrüstung mit einer vom Steuerstand aus bedienbaren Bugstrahlanlage;
Standard S1 sowie zusätzlich eine Ausrüstung mit einer vom Steuerstand aus bedienbaren Bugstrahlanlage;
Standard S1 sowie zusätzlich eine Ausrüstung mit hydraulisch oder elektrisch angetriebenen Kupplungswinden. Diese Ausrüstung ist jedoch nicht erforderlich, wenn das Fahrzeug an der Spitze des Schubverbandes mit einer Bugstrahlanlage ausgerüstet ist, die vom Steuerstand des schiebenden Motorschiffes aus bedienbar ist;
Standard S1 sowie zusätzlich eine Ausrüstung mit hydraulisch oder elektrisch angetriebenen Kupplungswinden. Diese Ausrüstung ist jedoch nicht erforderlich, wenn ein Fahrzeug an der Spitze des Schubverbandes mit einer Bugstrahlanlage ausgerüstet ist, die vom Steuerstand des schiebenden Schubbootes aus bedienbar ist;
Standard S1 sowie zusätzlich eine Ausrüstung mit einer vom Steuerstand aus bedienbaren Bugstrahlanlage. Diese Ausrüstung ist jedoch nicht erforderlich, wenn die Antriebsanlage und die Steuereinrichtung des Fahrgastschiffes gleichwertige Manövriereigenschaften gewährleisten.
| Stufe | Besatzungsmitglieder | Anzahl der Besatzungsmitglieder in der Betriebsform A1, A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1, S2 |
||||||||||
| A1 | A2 | B | ||||||||||
| S1 | S2 | S1 | S2 | S1 | S2 | |||||||
| 1 | L ≤ 70 m | Schiffsführer ………….. | 1 | 2 | 2 | 2 | ||||||
| Steuermann…………… | – | – | – | – | ||||||||
| Bootsmann …………… | – | – | – | – | ||||||||
| Matrose ………………. | 1 | – | 1 | – | ||||||||
| Leichtmatrose………… | – | – | 11) | 21) 3) | ||||||||
| 2 | 70 m < L ≤ 86 m | Schiffsführer ………….. | 1 | oder | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | |||
| Steuermann…………… | – | – | – | – | – | – | ||||||
| Bootsmann……………. | 1 | – | – | – | – | – | ||||||
| Matrose ………………. | – | 1 | 1 | – | 2 | 1 | ||||||
| Leichtmatrose………… | – | 1 | 1 | 11) | – | 1 | ||||||
| 3 | L > 86 m | Schiffsführer ………….. | 1 | oder | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | oder | 2 | 2 |
| Steuermann…………… | 1 | 1 | 1 | – | – | 1 | 12) | 1 | ||||
| Bootsmann……………. | – | – | – | – | – | – | – | – | ||||
| Matrose ………………. | 1 | – | – | 1 | – | 2 | 1 | 1 | ||||
| Leichtmatrose………… | – | 2 | 1 | 11) | 21) | – | – | 1 | ||||
|
||||||||||||
| Stufe | Besatzungsmitglieder | Anzahl der Besatzungsmitglieder in der Betriebsform A1, A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1, S2 |
||||||||||||
| A1 | A2 | B | ||||||||||||
| S1 | S2 | S1 | S2 | S1 | S2 | |||||||||
| 1 | Abmessung der Zusammenstellung L ≤ 37 m B ≤ 15 m |
Schiffsführer ………….. | 1 | 2 | 2 | 2 | ||||||||
| Steuermann…………… | – | – | – | – | ||||||||||
| Bootsmann …………… | – | – | – | – | ||||||||||
| Matrose ………………. | 1 | – | 1 | – | ||||||||||
| Leichtmatrose………… | – | – | 11) | 21) 3) | ||||||||||
| Maschinist……………….. | – | – | – | – | ||||||||||
| 2 | Abmessung der Zusammen- stellung 37 m < L ≤ 86 m B ≤ 15 m |
Schiffsführer ………….. | 1 | oder | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | |||||
| Steuermann…………… | – | – | – | – | – | – | ||||||||
| Bootsmann……………. | 1 | – | – | – | – | – | ||||||||
| Matrose ………………. | – | 1 | 1 | – | 2 | 1 | ||||||||
| Leichtmatrose………… | – | 1 | 1 | 11) | – | 1 | ||||||||
| Maschinist……………….. | – | – | – | – | – | – | ||||||||
| 3 | Schubboot + 1 Leichter mit L > 86 m oder Abmessung der Zusammenstellung 86 m < L ≤ 116,5 m B ≤ 15 m |
Schiffsführer ………….. | 1 | oder | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | oder | 2 | 2 | ||
| Steuermann…………… | 1 | 1 | 1 | – | – | 1 | 12) | 1 | ||||||
| Bootsmann……………. | – | – | – | – | – | – | – | – | ||||||
| Matrose ………………. | 1 | – | – | 1 | – | 2 | 1 | 1 | ||||||
| Leichtmatrose………… | – | 2 | 1 | 11) | 21) | – | – | 1 | ||||||
| Maschinist……………….. | – | – | – | – | – | – | – | – | ||||||
| 4 | Schubboot + 2 Schubleichter*) Motorschiff + 1 Schubleichter*) |
Schiffsführer ………….. | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | oder | 2 | 2 | oder | 2 | ||
| Steuermann…………… | 1 | 1 | – | – | 1 | 12) | 1 | 12) | ||||||
| Bootsmann……………. | – | – | – | 1 | – | – | 1 | 1 | ||||||
| Matrose ………………. | 1 | – | 2 | – | 2 | 2 | – | – | ||||||
| Leichtmatrose………… | 11) | 21) | 11) | 21) | – | – | 1 | 1 | ||||||
| Maschinist……………….. | – | – | – | – | 1 | – | 1 | – | ||||||
| 5 | Schubboot + 3 oder mehr Schubleichter*) Motorschiff + 2 oder mehr Schubleichter*) |
Schiffsführer ………….. | 1 | oder | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | oder | 2 | 2 | oder | 2 |
| Steuermann…………… | 1 | 1 | 1 | – | – | 1 | 12) | 1 | 12) | |||||
| Bootsmann……………. | – | – | – | – | 1 | – | – | 1 | 1 | |||||
| Matrose ………………. | 2 | 1 | 1 | 2 | – | 2 | 2 | – | – | |||||
| Leichtmatrose………… | – | 2 | 1 | 11) | 21) | 11) | – | 2 | 1 | |||||
| Maschinist……………….. | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |||||
|
||||||||||||||
| Stufe | Besatzungsmitglieder | Anzahl der Besatzungsmitglieder in der Betriebsform A1, A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1 oder S2 |
||||||||||||
| A1 | A2 | B | ||||||||||||
| S1 | S2 | S1 | S2 | S1 | S2 | |||||||||
| 1 | Zulässige Anzahl der Fahrgäste: bis 75 |
Schiffsführer ………. | 1 | 2 | 2 | 2 | ||||||||
| Steuermann ………. | – | – | – | – | ||||||||||
| Bootsmann ………. | – | – | – | 1 | ||||||||||
| Matrose ………. | 1 | 1 | 2 | – | ||||||||||
| Leichtmatrose ………. | – | – | – | 1 | ||||||||||
| Maschinist ………. | – | – | – | – | ||||||||||
| 2 | Zulässige Anzahl der Fahrgäste: von 76 bis 250 |
Schiffsführer ………. | 1 | oder | 1 | 1 | 2 | 2 | ||||||
| Steuermann ………. | – | – | – | – | – | |||||||||
| Bootsmann ………. | – | – | – | – | – | |||||||||
| Matrose ………. | 1 | – | 1 | – | 1 | |||||||||
| Leichtmatrose ………. | 1 | – | 1 | 11) | 11) | |||||||||
| Maschinist ………. | – | 1 | – | 1 | 1 | |||||||||
| 3 | Zulässige Anzahl der Fahrgäste: von 251 bis 600 |
Schiffsführer ………. | 1 | oder | 1 | 1 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||
| Steuermann ………. | – | – | – | – | – | – | – | |||||||
| Bootsmann ………. | 1 | 1 | 1 | – | – | – | – | |||||||
| Matrose ………. | – | – | – | 1 | – | 1 | – | |||||||
| Leichtmatrose ………. | – | 2 | 1 | – | 1 | – | 1 | |||||||
| Maschinist ………. | 1 | – | – | 1 | 1 | 1 | 1 | |||||||
| 4 | Zulässige Anzahl der Fahrgäste: von 601 bis 1 000 |
Schiffsführer ………. | 1 | 1 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||||
| Steuermann ………. | 1 | 1 | – | – | – | – | ||||||||
| Bootsmann ………. | – | – | – | 1 | – | 1 | ||||||||
| Matrose ………. | 1 | – | 2 | – | 2 | – | ||||||||
| Leichtmatrose ………. | 11) | 21) | – | 1 | – | 1 | ||||||||
| Maschinist ………. | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||||||
| 5 | Zulässige Anzahl der Fahrgäste: von 1 001 bis 2 000 |
Schiffsführer ………. | 2 | oder | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||
| Steuermann ………. | – | – | – | – | – | – | – | |||||||
| Bootsmann ………. | – | – | 1 | – | 1 | – | 1 | |||||||
| Matrose ………. | 3 | 2 | 1 | 3 | 1 | 3 | 1 | |||||||
| Leichtmatrose ………. | – | 2 | 1 | 11) | 21) | 11) | 21) | |||||||
| Maschinist ………. | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |||||||
| 6 | Zulässige Anzahl der Fahrgäste: über 2 000 |
Schiffsführer ………. | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||||
| Steuermann ………. | – | – | – | – | – | – | ||||||||
| Bootsmann ………. | – | 1 | – | 1 | – | 1 | ||||||||
| Matrose ………. | 3 | 1 | 4 | 2 | 4 | 2 | ||||||||
| Leichtmatrose ………. | 11) | 21) | – | 1 | 11) | 21) | ||||||||
| Maschinist ………. | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||||||
|
||||||||||||||
| Stufe | Besatzungsmitglieder | Anzahl der Besatzungsmitglieder in der Betriebsform A1, A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1 oder S2 |
||||||||||||
| A1 | A2 | B | ||||||||||||
| S1 | S2 | S1 | S2 | S1 | S2 | |||||||||
| 1 | Zulässige Anzahl der Fahrgäste: von 501 bis 1 000 |
Schiffsführer ………. | 1 | 1 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||||
| Steuermann ………. | 1 | 1 | – | – | – | – | ||||||||
| Bootsmann ………. | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||||||
| Matrose ………. | 1 | – | 1 | – | 1 | – | ||||||||
| Leichtmatrose ………. | – | 1 | – | 1 | – | 1 | ||||||||
| Maschinist2) ………. | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||||||
| 2 | Zulässige Anzahl der Fahrgäste: von 1 001 bis 2 000 |
Schiffsführer ………. | 2 | oder | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||
| Steuermann ………. | – | – | – | – | – | – | – | |||||||
| Bootsmann ………. | – | – | 1 | – | 1 | – | 1 | |||||||
| Matrose ………. | 3 | 2 | 1 | 3 | 1 | 3 | 1 | |||||||
| Leichtmatrose ………. | – | 2 | 1 | 11) | 21) | 11) | 21) | |||||||
| Maschinist 2) ………. | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | |||||||
|
||||||||||||||
| Stufe | Besatzungsmitglieder | Anzahl der Besatzungsmitglieder in der Betriebsform A1, A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1 oder S2 |
||||||||||||
| A1 | A2 | B | ||||||||||||
| S1 | S2 | S1 | S2 | S1 | S2 | |||||||||
| 1 | Zulässige Anzahl der Betten: bis 50 |
Schiffsführer ………. | 1 | 1 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||||
| Steuermann ………. | – | – | – | – | – | – | ||||||||
| Bootsmann ………. | 1 | – | – | – | – | – | ||||||||
| Matrose ………. | – | – | 1 | – | 1 | – | ||||||||
| Leichtmatrose ………. | – | 2 | – | 1 | – | 1 | ||||||||
| Maschinist ………. | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||||||
| 2 | Zulässige Anzahl der Betten: von 51 bis 100 |
Schiffsführer ………. | 1 | 1 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||||
| Steuermann ………. | 1 | 1 | – | – | – | – | ||||||||
| Bootsmann ………. | – | – | – | – | – | – | ||||||||
| Matrose ………. | 1 | – | 1 | – | 1 | – | ||||||||
| Leichtmatrose ………. | – | 1 | – | 1 | – | 1 | ||||||||
| Maschinist ………. | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||||||
| 3 | Zulässige Anzahl der Betten: über 100 |
Schiffsführer ………. | 1 | oder | 1 | 1 | 2 | 2 | 3 | 3 | ||||
| Steuermann ………. | 1 | 1 | 1 | – | – | – | – | |||||||
| Bootsmann ………. | – | – | – | – | 1 | – | 1 | |||||||
| Matrose ………. | 2 | 1 | 1 | 3 | 1 | 3 | 1 | |||||||
| Leichtmatrose ………. | – | 2 | 1 | – | 1 | – | 1 | |||||||
| Maschinist ………. | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |||||||
In diesem Fall müssen die entsprechenden Dokumente, aus denen die Befähigung der Besatzungsmitglieder und deren Anzahl hervorgehen, an Bord mitgeführt werden. Außerdem muss sich ein Inhaber des für die zu befahrende Strecke gültigen Großen Patentes oder eines ihm entsprechenden von der ZKR als gleichwertig anerkannten Schiffsführerzeugnisses nach dieser Verordnung an Bord befinden. Nach höchstens 14 Stunden Fahrt innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden ist dieser Patentinhaber durch einen anderen Patentinhaber zu ersetzen.
Im Logbuch sind folgende Eintragungen zu machen:
oder, wenn dies nicht der Fall ist,
Nach Teilnahme am Auffrischungslehrgang verlängert die zuständige Behörde oder die Ausbildungsstelle die Bescheinigung des Teilnehmers als Sachkundiger für Fahrgastschifffahrt um fünf Jahre oder stellt eine neue Bescheinigung aus.
Diese Schulungsnachweise gelten als Bescheinigung, wenn sie von einer nach dem nationalen Recht der Rheinuferstaaten oder Belgiens anerkannten Ausbildungsstelle ausgestellt und von der ZKR bekannt gemacht worden sind.
| Stufe | vorhandene Personenzahl |
Sachkundige für Fahrgastschifffahrt |
Ersthelfer |
| 1 | bis 250 | 1 | 1 |
| 2 | über 250 | 1 | 2 |
| Stufe | Anzahl der belegten Betten |
Sachkundige für Fahrgastschifffahrt |
Ersthelfer | Atemschutz- geräteträger |
| 1 | bis 100 | 1 | 1 | 2 |
| 2 | über 100 | 1 | 2 | 2 |
das nach Buchstabe a jeweils vorgeschriebene Sicherheitspersonal der Stufe 1.
Die Tauglichkeit ist durch ein ärztliches Zeugnis nach den Anlagen B1 und B2 nachzuweisen, das von einem von der zuständigen Behörde anerkannten Arzt ausgestellt sein muss;
Die Tauglichkeit ist durch ein ärztliches Zeugnis nach den Anlagen B1 und B2 nachzuweisen, das von einem von der zuständigen Behörde anerkannten Arzt ausgestellt sein muss;
Die Tauglichkeit wird durch ein ärztliches Zeugnis nach den Anlagen B1 und B2 nachgewiesen, das von einem von der zuständigen Behörde anerkannten Arzt ausgestellt sein muss;
Die Tauglichkeit wird durch ein ärztliches Zeugnis nach den Anlagen B1 und B2 nachgewiesen, das von einem von der zuständigen Behörde anerkannten Arzt ausgestellt sein muss;
Die zuständige Behörde kann bei einer Person, deren Strafregisterauszug oder andere gleichwertige Urkunde nicht zufriedenstellend ist, anordnen, dass diese vor Ablauf einer bestimmten Frist nicht zu einer Prüfung zugelassen werden darf (Sperrfrist).
Die Patentkarte erhält den Aufdruck:
„Großes Patent“, „Kleines Patent“, „Sportpatent“ oder „Behördenpatent“.
Gelten nach der nationalen Regelung für die Erneuerung des Tauglichkeitsnachweises dieselben Bedingungen wie nach dieser Verordnung und ist die mit dem Antrag befasste Behörde die Ausstellungsbehörde des als gleichwertig anerkannten Schiffsführerzeugnisses, kann diese auch statt eines Bescheides zur Tauglichkeit nach dem Muster der Anlage B3 bei jeder Erneuerung des Tauglichkeitsnachweises ein neues Schiffsführerzeugnis ausstellen, auf dem dessen Gültigkeitsdatum vermerkt ist.
„nur gültig für die Führung von Fähren zwischen ………………………… und …………………………“.
| Folgende nach § 9.02 Nr. 1 gültige Patente |
entsprechen | den Patenten nach § 6.04 Nr. 1 dieser Verordnung |
| Rheinschifferpatent …………………………… | → | Großes Patent |
| Kleines Patent ………………………………… | → | Kleines Patent |
| Polizeibootpatent ……………………………. | → | Behördenpatent |
| Zollbootpatent ………………………………… | → | Behördenpatent |
| Feuerlöschbootpatent ………………………. | → | Behördenpatent |
| Sportschifferpatent …………………………… | → | Sportpatent |
| Staat | Behörde | Ausstellungszeitraum |
Zur Ermittlung der Fahrt nach dem Kriterium Ja/Nein ist die Schraubendrehung an einer geeigneten Stelle abzunehmen. Bei anderen als Propellerantrieben ist die Fortbewegung gleichwertig an einer geeigneten Stelle abzunehmen. Bei zwei oder mehr Schraubenwellen muss sichergestellt sein, dass auch bei Drehung nur einer Welle registriert wird.
Die einheitliche europäische Schiffsnummer oder die amtliche Schiffsnummer muss unauslöschbar auf dem Datenträger aufgezeichnet und aus diesem ersichtlich sein.
Die jeweilige Betriebsform des Schiffes, Datum und Uhrzeit des Betriebs und der Betriebsunterbrechung des Fahrtenschreibers, Einlage und Entnahme des Datenträgers sowie andere Manipulationen am Gerät müssen fälschungssicher auf dem Datenträger registriert und aus diesem ersichtlich sein. Uhrzeit, Einlage und Entnahme des Datenträgers bzw. Öffnen und Schließen des Gerätes sowie die Unterbrechung dessen Energieversorgung müssen vom Fahrtenschreiber automatisch registriert werden.
Die Schraubendrehung zwischen 0.00 und 24.00 Uhr eines jeden Tages, das Datum sowie der jeweilige Beginn und das jeweilige Ende der Drehung müssen lückenlos registriert werden.
Die Registrierung muss eindeutig, leicht leserlich und klar verständlich sein. Die Ablesung der Registrierung muss jederzeit ohne besondere Hilfsmittel möglich sein.
Die Registrierungen müssen jederzeit in leicht überblickbarer Form als Aufzeichnung verfügbar gemacht werden können.
Die Schraubendrehung muss fälschungssicher registriert werden.
Die Schraubendrehung muss zeitlich genau registriert werden. Das Ablesen der Registrierung muss mit einer Genauigkeit von 5 Minuten möglich sein.
Schwankungen der Betriebsspannung bis ± 10 % des Nennwertes dürfen sich auf das einwandfreie Arbeiten des Gerätes nicht auswirken. Die Anlage muss außerdem eine Erhöhung der Netzspannung um 25 % über dem Nennwert mindestens 5 Minuten lang ohne Beeinträchtigung ihrer Betriebsfähigkeit vertragen können.
Die Geräte oder Geräteteile müssen bei den nachstehend angegebenen Bedingungen einwandfrei arbeiten:
| – Umgebungstemperatur: | 0° C bis + 40° C |
| – Feuchtigkeit: | bis 85 % relative Luftfeuchtigkeit |
| – Elektrische Schutzart: | IP 54 nach IEC-Empfehlung 529 |
| – Ölbeständigkeit: | soweit sie für eine Aufstellung im Maschinenraum bestimmt sind, müssen sie ölbeständig sein |
| – zulässige Fehlergrenzen der Zeiterfassung: | ± 2 Minuten pro 24 Stunden |
Die Bescheinigung muss mindestens folgende Angaben enthalten:
Die Bescheinigung dient dem Nachweis, dass es sich um ein zugelassenes Gerät handelt, welches durch eine anerkannte Fachfirma installiert und auf seine ordnungsgemäße Funktion überprüft wurde.
Mit oder ohne Sehhilfe gleich oder größer 0,8 auf beiden Augen gemeinsam oder auf dem besseren Auge. Einäugiges Sehen ist erlaubt.
Nur in Zweifelsfällen zu prüfen. Mesotest ohne Blendung bei einem Umfeld von 0,032 cd/m², Ergebnis: Kontrast 1 : 2,7.
Nur in Zweifelsfällen zu prüfen.
Das Ergebnis darf nicht mehr als eine log-Einheit von der Normalkurve abweichen.
Einschränkungen im Gesichtsfeld des Auges mit der besseren Sehschärfe sind nicht erlaubt. Im Zweifelsfall perimetrische Untersuchung.
Das Farbunterscheidungsvermögen ist als ausreichend anzusehen, wenn der Bewerber den Farnsworth-Panel-D15-Test oder einen anerkannten Farbtafeltest besteht. In Zweifelsfällen Prüfung mit dem Anomaloskop, wobei der Anomal-Quotient bei normaler Trichromasie zwischen 0,7 und 1,4 liegen muss, oder mit einem anderen anerkannten gleichwertigen Test.
Anerkannte Farbtafeltests sind:
Keine Doppelbilder. Bei Einäugigkeit: normale Beweglichkeit des funktionstüchtigen Auges.
Das Hörvermögen ist als ausreichend anzusehen, wenn der Mittelwert der Hörverluste der beiden Ohren bei den Frequenzen 500, 1 000, 2 000 und 3 000 Hz den Wert von 40 dB nicht überschreitet. Wenn der Wert von 40 dB überschritten wird, ist das Hörvermögen jedoch als ausreichend anzusehen, wenn die Sprache in gewöhnlicher Lautstärke mit einem Hörgerät auf 2 m von jedem einzelnen Ohr deutlich verstanden wird.
Das Vorliegen folgender Krankheiten oder körperlicher Mängel kann Anlass zu Bedenken an der Tauglichkeit des Bewerbers geben:
| Vorbemerkung: | ||
| Patentarten (Spalten 4 bis 7) | ||
| A – Großes Patent | ||
| B – Kleines Patent | ||
| C – Sportpatent | ||
| D – Behördenpatent | ||
| geforderte Kenntnisse (Spalte 3) | ||
| 1 – Detailkenntnisse | ||
| 2 – Grundkenntnisse | ||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | |
| Nr. | Prüfungsstoff | A | B | C | D | ||
| 1. | Kenntnis der Verordnungen, Merkblätter und Handbücher | ||||||
| 1.1 | Rheinschifffahrtspolizeiverordnung (einschließlich der vorübergehenden Anordnungen) | ||||||
| Kapitel 1 bis 7, 15 | 1 | x | x | x | x | ||
| Kapitel 8 | 1 | x | x | ||||
| Kapitel 9, 10, 12, 14 (für die beantragten Strecken) | 1 | x | x | x | x | ||
| Kapitel 11 | 1 | x | |||||
| Anlagen | |||||||
| 3. | Bezeichnung der Fahrzeuge | 1 | x | x | x | x | |
| 6. | Schallzeichen | 1 | x | x | x | x | |
| 7. | Schifffahrtszeichen | 1 | x | x | x | x | |
| 8. | Bezeichnung der Wasserstraße | 1 | x | x | x | x | |
| 10. | Ölkontrollbuch | 1 | x | x | x | x | |
| Merkblätter / Handbücher | |||||||
| Sprechfunk | |||||||
| Abfallbeseitigung | |||||||
| 1.2 | Verkehrsvorschriften für Seeschifffahrtsstraßen | 1 | x | x | x | ||
| (Bezeichnung der Fahrzeuge, Schallzeichen, Schifffahrtszeichen, Seezeichen und Betonnungssystem, Fahrregeln) | |||||||
| 1.3 | Rheinschiffsuntersuchungsordnung und Europäischer Standard der technischen Vorschriften für Binnenschiffe | ||||||
| Aufbau und Inhalt | 2 | x | x | x | x | ||
| Inhalt des Binnenschiffszeugnisses | 2 | x | x | x | x | ||
| 1.4 | Besatzungsvorschriften, Teil II der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein |
1 | x | x | x | ||
| 1.5 | ADN | ||||||
| Aufbau | 2 | x | x | x | |||
| Urkunden/Weisungen | 2 | x | x | x | |||
| Kenntnis der vorgeschriebenen Bezeichnung mit blauen Kegeln/Lichtern | 1 | x | x | x | |||
| Auffinden der Betriebsvorschriften | 2 | x | x | x | |||
| 1.6 | Bestimmungen über die Rheinpatente, Teil III der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein |
||||||
| Patentarten | 2 | x | x | x | x | ||
| Kriterien für Patententzug und Aussetzen der Gültigkeit | 1 | x | x | x | x | ||
| 1.7 | Unfallverhütung | 2 | x | x | x | x | |
| 2. | Nautische Kenntnisse und Streckenkenntnisse (anhand von Kartenmaterial) |
||||||
| 2.1 | Rhein und Nebenwasserstraßen | 2 | x | x | x | x | |
| (wichtigste geografische, hydrologische, meteorologische und morphologische Merkmale) | |||||||
| 2.2 | Ortskenntnisse der beantragten Rheinstrecken | ||||||
| Fahrwegbeschreibung Berg- und Talfahrt | |||||||
| Fahrwegabmessungen | |||||||
| 2.3 | Navigation auf Seeschifffahrtsstraßen | 2 | x | x | x | ||
| (Kursbestimmung, Standlinien und Schiffsort, Arbeiten mit der Seekarte, Kompasskontrollverfahren, Grundlagen der Gezeitenlehre) | |||||||
| 3. | Berufskenntnisse | ||||||
| (nautische, schiffsbetriebstechnische, berufliche Fähigkeiten) | |||||||
| 3.1 | Führung des Fahrzeuges | ||||||
| Vorgänge beim Steuern, Manövriereigenschaften | 2 | x | x | x | x | ||
| Funktion von Steuereinrichtungen und Antrieb | 2 | x | x | x | x | ||
| Einfluss von Strömung, Wind und Sog | 2 | x | x | x | x | ||
| Schwimmfähigkeit, Stabilität und ihre praktische Anwendung | 2 | x | x | x | x | ||
| Ankern und Festmachen | 2 | x | x | x | x | ||
| 3.2 | Maschinenkenntnisse | ||||||
| Bau, Arbeitsweise der Motoren, Funktion der elektrischen Einrichtungen | 2 | x | x | x | x | ||
| Bedienung, Betriebskontrolle | 2 | x | x | x | x | ||
| Maßnahmen bei Betriebsstörungen | 2 | x | x | x | x | ||
| 3.3 | Laden und Löschen | ||||||
| Bestimmung des Ladegewichtes anhand des Eichscheines | 2 | x | x | ||||
| Verwendung der Tiefgangsanzeiger | 2 | x | x | ||||
| Stauen der Ladung | 2 | x | x | x | |||
| 3.4 | Verhalten unter besonderen Umständen | ||||||
| Maßnahmen bei Havarien, Erste Hilfe, Abdichtung von Lecks | 2 | x | x | x | x | ||
| Bedienung von Rettungsgeräten | 2 | x | x | x | x | ||
| Besonderheiten bei Havarien auf Seeschifffahrtsstraßen | 2 | x | x | x | |||
| Abfallbehandlung und Reinhaltung der Gewässer | 2 | x | x | x | x | ||
| Benachrichtigung von zuständigen Behörden | 2 | x | x | x | x | ||
| Feuerlöschwesen | 2 | x | x | x | x | ||
| TEIL A — Theoretischer Teil | |
| 1. | Radartheorie |
| 1.1 | Funkwelle, allgemein |
| 1.2 | Geschwindigkeit der Funkwellenausbreitung |
| 1.3 | Reflektieren der Funkwelle (Radarreflektoren) |
| 1.4 | Arbeitsweise von Radar |
| 1.5 | Kennungsgrößen von Navigationsradaranlagen für die Binnenschifffahrt |
| 1.5.1 | Frequenzbereich |
| 1.5.2 | Sendeleistung |
| 1.5.3 | Sendepulsdauern |
| 1.5.4 | Antennendrehzahlen |
| 1.5.5 | Antenneneigenschaften |
| 1.5.6 | Sichtgeräte (Anzeigen und Bedienfunktion) |
| 1.5.7 | Sichtschirmdurchmesser |
| 1.5.8 | Entfernungsbereiche |
| 1.5.9 | Nahauflösung |
| 1.5.10 | Radiale Auflösung |
| 1.5.11 | Azimutale Auflösung |
| 2. | Auswertung des Radarbildes |
| 2.1 | Standort der Antenne auf dem Bildschirm; Kurslinie |
| 2.2 | Ermittlung von Lage, Kurs und Drehbewegung des eigenen Schiffes |
| 2.3 | Bestimmen von Abständen und Entfernungen |
| 2.4 | Erkennen des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer (Stilllieger, entgegenkommende Schiffe, mitlaufende Schiffe) |
| 2.5 | Bedeutung der Hilfen zur Radarbildauswertung (Vorauslinie, Entfernungsmessringe, Nachleuchtspur, Dezentrierung) |
| 2.6 | Grenzen der Informationsmöglichkeiten durch Radar |
| 2.7 | (weggefallen) |
| 3. | Radarbildstörungen |
| 3.1 | Vom eigenen Schiff ausgehende Störungen und mögliche Maßnahmen zu deren Verminderung |
| 3.1.1 | Aufsplittung der Antennenkeule |
| 3.1.2 | Abschattungen (blinde Sektoren) |
| 3.1.3 | Mehrfachreflektionen (z. B. in Laderäumen) |
| 3.2 | Von der Umgebung ausgehende Störungen und mögliche Maßnahmen zu deren Verminderung |
| 3.2.1 | Störungen durch Regen oder Wellengang |
| 3.2.2 | Streufelder (z. B. an Brücken) |
| 3.2.3 | Mehrfachreflexionen |
| 3.2.4 | Scheinziele |
| 3.2.5 | Abschattungen |
| 3.2.6 | Mehrwegausbreitung |
| 3.3 | Erscheinungsbild der von anderen Radaranlagen ausgehenden Störungen sowie Maßnahmen zu deren Beseitigung |
| 4. | Bedienung des Radargerätes |
| 4.1 | Einschaltzeit, Bereitschaft |
| 4.2 | Grundeinstellung, Abstimmung |
| 4.3 | Einstellung von Kontrast und Helligkeit |
| 4.4 | Einstellung der Verstärkung |
| 4.5 | Einstellung der Dämpfungen und Filter |
| 4.6 | Beurteilung der Bildqualität |
| 5. | Wendegeschwindigkeitsanzeiger |
| 5.1 | Wirkungsweise |
| 5.2 | Anwendungsmöglichkeiten |
| 6. | Besondere polizeiliche Vorschriften |
| 6.1 | Verwendung von Funk, Schallzeichen, Kursabsprachen |
| 6.2 | Materielle Mindestausstattung des Schiffes für die Radarfahrt |
| 6.3 | Personelle Mindestausstattung und Fähigkeiten für die Radarfahrt |
| TEIL B — Praktischer Teil | |
| 1. | Maßnahmen vor der Abfahrt |
| 1.1 | Einschalten, Einstellen und Funktionskontrolle der Geräte |
| 1.2 | Interpretation des Radarbildes |
| 1.3 | Aufgabenverteilung an Bord |
| 2. | Fahren mit Radar |
| 2.1 | Fahren und Wenden in stillen und fließenden Gewässern |
| 2.2 | Einfahrt in einen Hafen oder schmales Gewässer – Ausfahrt aus einem Hafen oder einem schmalen Gewässer mit Funkabsprache und Schallzeichen |
| 2.3 | Begegnen und Überholen |
| 2.4 | Halten an einem bestimmten Punkt |
| 2.5 | Erläuterung des Radarbildes |
| 2.6 | Erteilen von Ruderkommandos an den Rudergänger |
| 2.7 | Verhalten bei besonderen Vorkommnissen (z. B. gefährliche Verkehrssituationen oder Ausfall von Geräten). |