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Ausfertigungsdatum: 15.05.2024
Vollzitat:
“Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung vom 15. Mai 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 162)”
(+++ Textnachweis ab: 1.7.2024 +++)
(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:
Umsetzung der
EARL 59/2013 (CELEX Nr: 32013L0059) +++)
Auf den Volumen-Computertomographie-Dosisindex der Niedrigdosis-Computertomographie wird der Volumen-Computertomographie-Dosisindex der dazugehörigen Übersichtsaufnahme nicht angerechnet.
In den Informationen in Textform ist darüber hinaus auf das Strahlenrisiko hinzuweisen. Sonstige Aufklärungs- und Informationspflichten bleiben unberührt.
Sofern es nicht möglich ist, die Unterlagen vorzulegen, oder dies zu einem unverhältnismäßigen Aufwand für den Strahlenschutzverantwortlichen führt, kann im Einzelfall auf das Vorliegen der Unterlagen verzichtet werden.
Jede Person, die Niedrigdosis-Computertomographie im Rahmen der Untersuchung zur Lungenkrebsfrüherkennung anwendet, muss die folgende Anzahl an Untersuchungen der Lunge mittels Niedrigdosis-Computertomographie zur Lungenkrebsfrüherkennung befunden und dokumentieren:
Wird die Anforderung nach Satz 2 nicht erfüllt, hat der Strahlenschutzverantwortliche dafür zu sorgen, dass die Person eine Fortbildung absolviert, in deren Rahmen Fallbeispiele zu befunden und zu dokumentieren sind. Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass diese Person bis zum Abschluss der Fortbildung keine Untersuchungen zur Lungenkrebsfrüherkennung durchführt.
Der Zweitbefunder muss die folgende Anzahl an Untersuchungen der Lunge mittels Niedrigdosis-Computertomographie zur Lungenkrebsfrüherkennung befunden und dokumentieren:
Absatz 1 Satz 3 und 4 gilt entsprechend.
Der Strahlenschutzverantwortliche hat die Aufzeichnungen für die Dauer von zehn Jahren aufzubewahren.
| Parameter | Anforderungen |
|---|---|
| Volumen-Computertomographie-Dosisindex der Übersichtsaufnahme |
≤ 0,2 × angestrebter Spiral-Computertomogramm-Volumen-Computertomographie-Dosisindex |
| Übersichtsaufnahme | In posterior-anteriorer Projektion und in gleicher Atemlage wie im darauffolgenden diagnostischen Computertomographie-Scan Falls für Dosisautomatik technisch erforderlich, mit zusätzlicher lateraler Übersichtsaufnahme |
| Scanmodus | Spirale zur lückenlosen Erfassung in einer Atempause |
| Scanzeit | ≤ 15 Sekunden |
| Rotationszeit | ≤ 0,5 Sekunden |
| Einzelschichtkollimation | ≤ 0,7 Millimeter |
| Pitch | Zwischen 0,9 und 1,2 |
| Spannungsautomatik | Ja |
| Dosisautomatik/Röhrenstromautomatik | Verwendung von Protokollen mit an die Körperstatur angepasster Röhrenspannung (z. B. mittels Spannungsautomatik) und angepasstem Röhrenstrom (z. B. mittels sektorieller Röhrenstromabsenkung) |
| Dynamische Kollimation | Hardwarebasierte Methode zur Vermeidung von Overranging bei Detektorabdeckung größer als 4 Zentimeter |
| Faltungskern | Lunge: kantenbetonter Rekonstruktionsfilter Mediastinum: glättender Rekonstruktionsfilter |
| Rekonstruktionsverfahren | Modellbasierte iterative Rekonstruktion oder andere Methoden mit mindestens vergleichbarer Dosiseinsparung |
| Auflösung lateral (xy) | Eine isotrope räumliche Auflösung von 0,8 bis 1 Millimeter für Kontraste ab 150 Hounsfield-Einheiten Die Voxelgröße liegt bei 70 bis 80 % der Auflösung. |
| Lagerung der zu untersuchenden Person | Rückenlage mit Armen über dem Kopf; zentriert im Isozentrum |
| Gantrykippung | 0° |
| Scanrichtung | Caudal-cranial |
| Spiral-Scan | Durchführung in einer Atempause in tiefer Inspiration |
| Kontrastmittel | Nein |
| Scanbereich | Lungenspitze bis dorsaler Recessus |
| Gesichtsfeld | Gesamte Lunge, ansonsten so gering wie möglich |
| Darstellung am Befundarbeitsplatz | Verwendung einer Software zur interaktiven Darstellung dickerer Schichten und von Dünnschicht-Maximalintensitätsprojektion |
| Software zur computerassistierten Detektion | Detektion und Volumetrie von Lungenrundherden sowie Berechnung der Volumenverdopplungszeit und Speicherung der Auswertung als erweiterte Bilddokumentation zur strukturierten Befundung |