LMEV
Ausfertigungsdatum: 08.08.2007
Vollzitat:
“Lebensmitteleinfuhr-Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. September 2011 (BGBl. I S. 1860), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 27. September 2017 (BGBl. I S. 3459) geändert worden ist”
| Stand: | Neugefasst durch Bek. v. 15.9.2011 I 1860; |
| zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 27.9.2017 I 3459 |
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(+++ Textnachweis ab: 15.8.2007 +++)
Die V wurde als Artikel 5 der V v. 8.8.2007 I 1816 von den Bundesministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und für Gesundheit im Einvernehmen mit den Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie, für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, der Finanzen und der Justiz mit Zustimmung des Bundesrates erlassen. Sie ist gem. Art. 23 dieser V am 15.8.2007 in Kraft getreten.
Im Übrigen gelten die Begriffsbestimmungen der Lebensmittelhygiene-Verordnung sowie der Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung.
dürfen nicht eingeführt werden. Satz 1 Nummer 1 gilt entsprechend, wenn das Vorhandensein der Stoffe zu einem früheren Zeitpunkt im lebenden Tier festgestellt worden ist.
und
Im Fall des Satzes 1 Nummer 4 müssen die Lebensmittel von einer Bescheinigung begleitet werden, die den Anforderungen des Artikels 14 Absatz 1 in Verbindung mit Anhang VI Nummer 1 und 2 Satz 1 und Nummer 3 bis 6 der Verordnung (EG) Nr. 854/2004 genügt und nach Form und Inhalt dem Muster der Anlage 2a entspricht.
festgestellt, hat sie bei den folgenden Sendungen lebender Tiere oder Lebensmittel tierischen Ursprungs desselben Ursprungs oder derselben Herkunft verstärkte Kontrollen nach Maßgabe des Artikels 30 Absatz 1 Spiegelstrich 2 der Richtlinie 96/23/EG und des Artikels 24 Absatz 1 Spiegelstrich 2 der Richtlinie 97/78/EG vorzunehmen. Bei Fleisch, Hackfleisch, Fleischzubereitungen und Fleischerzeugnissen richtet sich der Umfang der nach Satz 1 durchzuführenden verstärkten Kontrollen nach Anlage 4 Kapitel III Nummer 2.2.3, 2.3.2, 3, 4.2.5 und 4.4.2.
Soweit die Durchfuhr von Sendungen nach § 13 Absatz 1 Satz 1 verboten oder beschränkt ist oder die Dokumentenprüfung oder die Nämlichkeitskontrolle zur Durchfuhr bestimmter Sendungen sonst Anlass zu Beanstandungen gibt, kann die für die Grenzkontrollstelle zuständige Behörde dem Absender, dem Empfänger oder ihren jeweiligen Bevollmächtigten gestatten, die Sendung binnen 60 Tagen an einen von diesen Personen benannten Bestimmungsort außerhalb der Europäischen Union zurückzuverbringen, sofern gesundheitliche Bedenken nicht entgegenstehen. Ansonsten sind die Lebensmittel der Beseitigung zuzuführen. Wenn die Sendung zurückverbracht werden soll, hat die für die Grenzkontrollstelle zuständige Behörde das Informationsverfahren nach Artikel 3 Absatz 3 der Entscheidung 2004/292/EG in der jeweils geltenden Fassung einzuleiten. Die Originale der die Sendung begleitenden Dokumente sind mit einem Stempelaufdruck in roter Farbe mit dem Wort „zurückgewiesen“ zu kennzeichnen.
zu transportieren und ihnen das Gemeinsame Veterinärdokument für die Einfuhr im Original beizufügen.
Der Transport zwischen nach § 12 Absatz 1 anerkannten Lagern ist verboten.
Schiffsausrüster dürfen Sendungen nach § 9 Absatz 1 nur an Seeschiffe zur Verpflegung außerhalb der Küstenzonen der Mitgliedstaaten, der EFTA-Staaten und der Färöer Inseln liefern.
erlassen hat, verboten ist und das Bundesministerium den jeweiligen Rechtsakt im Bundesanzeiger bekannt gemacht hat. Das Bundesministerium macht auch Änderungen sowie die Aufhebung des jeweiligen Rechtsaktes im Bundesanzeiger bekannt. Die Sätze 1 und 2 gelten auch, wenn in einem in Satz 1 genannten Rechtsakt besondere Voraussetzungen für die Einfuhr, die Durchfuhr oder das erstmalige Inverkehrbringen der Lebensmittel bestimmt und diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
Die Veröffentlichung der Liste der benannten Eingangsorte nach Artikel 5 Satz 1 der Verordnung (EG) Nr. 669/2009 erfolgt durch das Bundesamt.
Lebensmittel im Sinne des Satzes 1 Nummer 2 unterliegen den Vorschriften des § 57 Absatz 4 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches. Die Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 136/2004 und der Verordnung (EG) Nr. 206/2009 der Kommission vom 5. März 2009 über die Einfuhr für den persönlichen Verbrauch bestimmter Mengen von Erzeugnissen tierischen Ursprungs in die Gemeinschaft und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 136/2004 (ABl. L 77 vom 24.3.2009, S. 1) bleiben unberührt.
unter die Unterposition (HS) 1905 90 fallen nur trockene und spröde Erzeugnisse;
| Lebensmittel | Rechtsgrundlagen zur Auflistung von Drittländern |
Rechtsgrundlagen zur Auflistung von Betrieben in Drittländern |
Rechtsgrundlagen zur Festlegung von Bescheinigungen oder Mustern für Bescheinigungen |
|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 4 |
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Artikel 13 Abschnitt I Teil B Nummer 1 Buchstabe b der Richtlinie 94/65/EG | Artikel 13 Abschnitt I Teil B Nummer 2 Buchstabe a der Richtlinie 94/65/EG | Artikel 13 Abschnitt I Teil B Nummer 1 Buchstabe c der Richtlinie 94/65/EG |
|
Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe a der Richtlinie 92/118/EWG | Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe c der Richtlinie 92/118/EWG | |
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Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe a der Richtlinie 92/118/EWG | Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe b der Richtlinie 92/118/EWG | Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe c der Richtlinie 92/118/EWG |
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Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe a der Richtlinie 92/118/EWG | Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe b der Richtlinie 92/118/EWG | Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe c der Richtlinie 92/118/EWG |
Veterinärbescheinigung für die Einfuhr in die Bundesrepublik Deutschland
Lebensmittel tierischen Ursprungs nach § 6 Absatz 2 Satz 1 Nummer 4 LMEV
Allgemeine Anforderungen an die Warenuntersuchung
zu untersuchen. Bei den Untersuchungen nach Satz 1 Buchstabe a sind die Vorgaben des nach § 2 Nummer 10 des BVL-Gesetzes im Rahmen des Rückstandsüberwachungsplanes erstellten Einfuhrrückstandskontrollplanes einzuhalten. Ferner sind in jedem Verdachtsfall alle im Hinblick auf die Einfuhrfähigkeit der Lebensmittel erforderlichen Untersuchungen durchzuführen.
Spezielle Anforderungen an die Warenuntersuchung bei lebenden Tieren
Spezielle Anforderungen an die Warenuntersuchung bei
Fleisch, Hackfleisch, Fleischzubereitungen und Fleischerzeugnissen
| bis | 1 000 Kilogramm | 2 Packstücke |
| von über | 1 000 Kilogramm bis zu 15 000 Kilogramm | 4 Packstücke |
| von über | 15 000 Kilogramm bis zu 50 000 Kilogramm | 8 Packstücke |
| von über | 50 000 Kilogramm | 10 Packstücke |
| bis | 4 000 Kilogramm | 2 Packstücke |
| über | 4 000 Kilogramm bis zu 15 000 Kilogramm | 4 Packstücke |
| bei über | 15 000 Kilogramm bis zu 50 000 Kilogramm | 8 Packstücke |
| bei über | 50 000 Kilogramm bis zu 100 000 Kilogramm | 10 Packstücke |
| bis zu | 1 000 Kilogramm | 2 Proben |
| von über | 1 000 Kilogramm bis zu 15 000 Kilogramm | 4 Proben |
| von über | 5 000 Kilogramm | 8 Proben. |
lediglich einer Warenuntersuchung nach Kapitel I zu unterziehen. Die für den Bestimmungsort zuständige Behörde ist unbeschadet tierseuchenrechtlicher Vorschriften über die Durchführung verstärkter Kontrollen nach § 8 Absatz 4 zu unterrichten.
| bei bis zu | 1 000 Behältnissen | 2 Proben |
| bei über | 1 000 bis zu 10 000 Behältnissen | 4 Proben |
| bei über | 10 000 bis zu 100 000 Behältnissen | 8 Proben |
| bei über | 100 000 Behältnissen bis zu 200 000 Behältnissen | 10 Proben |
| bis zu | 1 000 Kilogramm | 2 Proben |
| bei über | 1 000 Kilogramm bis zu 10 000 Kilogramm | 4 Proben |
| bei über | 10 000 Kilogramm | 8 Proben |
| bei bis zu | 10 Fässern | 2 Proben |
| bei | 11 bis zu 100 Fässern | 4 Proben |
| bei | 101 bis zu 250 Fässern | 8 Proben |
| bei über | 250 Fässern | 10 Proben. |
| bis zu | 1 000 Kilogramm | 3 Proben |
| von über | 1 000 Kilogramm bis zu 5 000 Kilogramm | 5 Proben |
| von über | 5 000 Kilogramm bis zu 10 000 Kilogramm | 8 Proben |
| von über | 10 000 Kilogramm | 11 Proben. |
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Spezielle Anforderungen an die Warenuntersuchung bei Milch und Milcherzeugnissen
| Erzeugnis | Art der Untersuchung | zu erfüllende Anforderungen gemäß | |
|---|---|---|---|
| 1.1 | Rohmilch, wärmebehandelte Milch und Milcherzeugnisse | polychlorierte Biphenyle | Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 der Kommission vom 19. Dezember 2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln (ABl. L 364 vom 20.12.2006, S. 5) in der jeweils geltenden Fassung |
| Pflanzenschutzmittelrückstände | Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Februar 2005 über Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs und zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates (ABl. L 70 vom 16.3.2005, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung | ||
| Aflatoxine | Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 in der jeweils geltenden Fassung | ||
| Rückstände von Stoffen, die im Anhang Tabelle 2 der Verordnung (EU) Nr. 37/2010 aufgeführt sind | Verordnung (EG) Nr. 470/2009 in Verbindung mit der Verordnung (EU) Nr. 37/2010 in der jeweils geltenden Fassung | ||
| 1.2 | Rohmilch | Anhang III Abschnitt IX Kapitel I Teil III Nummer 3 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 | |
| Rohe Kuhmilch | Gesamtkeimzahl | (≤ 100 000 Keime/ml | |
| somatische Zellen | ≤ 400 000 Zellen/ml | ||
| Rohmilch von anderen Tierarten |
Gesamtkeimzahl | ≤ 1 500 000 Keime/ml) | |
| 1.3 | Wärmebehandelte Milch | Listeria monocytogenes | Anhang I Kapitel I Nummer 1.2 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 1.4 | Milcherzeugnisse allgemein | Listeria monocytogenes | Anhang I Kapitel I Nummer 1.1, 1.2 und 1.3 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 1.5 | Käse, Butter und Sahne aus Rohmilch oder aus Milch, die einer Wärmebehandlung unterhalb der Pasteurisationstemperatur unterzogen wurde | Salmonellen | Anhang I Kapitel I Nummer 1.11 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 1.6 | Milch- und Molkepulver | Salmonellen | Anhang I Kapitel I Nummer 1.12 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 1.7 | Eiskreme mit Milchanteilen1) | Salmonellen | Anhang I Kapitel I Nummer 1.13 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 1.8 | Käse, Milch- und Molkepulver2) | Staphylokokken-Enterotoxine | Anhang I Kapitel I Nummer 1.21 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 1.9 | Milcherzeugnisse, die als getrocknete Säuglingsanfangsnahrung und getrocknete diätetische Lebensmittel für Säuglinge unter sechs Monaten bestimmt sind |
Salmonellen Enterobacter sakazakii |
Anhang I Kapitel I Nummer 1.22 und 1.23 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
Spezielle Anforderungen an die Warenuntersuchung bei Fischereierzeugnissen und lebenden Muscheln
| Erzeugnis | Art der Untersuchung | zu erfüllende Anforderungen gemäß | |
|---|---|---|---|
| 2.1.1 | Verzehrsfertige Fischereierzeugnisse | Listeria monocytogenes | Anhang I Kapitel I Nummer 1.2 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 2.1.2 | Gekochte Krebs- und Weichtiere | Salmonellen | Anhang I Kapitel I Nummer 1.16 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 2.1.3 | Lebende Muscheln, Stachelhäuter, Manteltiere und Schnecken | Salmonellen E. coli | Anhang I Kapitel I Nummer 1.17 und 1.24 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 2.1.4 | Lebende Muscheln, Stachelhäuter, Manteltiere und Schnecken | Algentoxine | Anhang III Abschnitt VII Kapitel V Nummer 2 der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 |
| 2.1.5 | Fischereierzeugnisse von Fischarten, bei denen ein hoher Gehalt an Histidin auftritt*) |
Histamin | Anhang I Kapitel I Nummer 1.25 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
| 2.1.6 | Fischereierzeugnisse, die einem enzymatischen Reifungsprozess in Salzlösung unterzogen und aus Fischarten hergestellt werden, bei denen ein hoher Gehalt an Histidin auftritt*) |
Histamin | Anhang I Kapitel I Nummer 1.26 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
Spezielle Anforderungen an die Warenuntersuchung bei Eiprodukten
| Erzeugnis | Art der Untersuchung | zu erfüllende Anforderungen gemäß |
|---|---|---|
| Eiprodukte*) | Salmonellen | Anhang I Kapitel I Nummer 1.14 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
Spezielle Anforderungen an die Warenuntersuchung bei Gelatine und Kollagen
| Erzeugnis | Art der Untersuchung | zu erfüllende Anforderungen gemäß |
|---|---|---|
| Gelatine, Kollagen | Salmonellen | Anhang I Kapitel I Nummer 1.10 der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 |
Spezielle Anforderungen an die Warenuntersuchung bei Honig