KapResV
Ausfertigungsdatum: 28.01.2019
Vollzitat:
“Kapazitätsreserveverordnung vom 28. Januar 2019 (BGBl. I S. 58), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 3. November 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 264) geändert worden ist”
| Stand: | Zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 3.11.2025 I Nr. 264 |
Näheres zur Standangabe finden Sie im Menü unter Hinweise
(+++ Textnachweis ab: 6.2.2019 +++)
(+++ Zur Anwendung vgl. § 24 Abs. 1 Satz 2, § 25 Abs. 3 Satz 4 u. § 30 Abs. 2
Satz 3 +++)
(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:
Umsetzung der
EGRL 72/2009 (CELEX Nr: 32009L0072)
EGRL 73/2009 (CELEX Nr: 32009L0073)
EURL 2019/944 (CELEX Nr: 32019L0944) vgl. G v. 22.12.2023 I Nr. 405 +++)
(+++ EU-Vollzitate: vgl. Liste EU-Rechtsakte V v. 3.11.2025 I Nr. 264 +++)
| § 1 | Anwendungsbereich |
| § 2 | Begriffsbestimmungen |
| § 3 | Verhältnis zu den Strommärkten, Anschlussverwendung |
| § 4 | Anzeige- und Mitteilungspflichten der Betreiber |
| § 5 | Verhältnis zur Regelenergie und zur Netzreserve |
| § 6 | Grundsätze der Beschaffung, Zuständigkeit |
| § 7 | Ausschreibungsvolumen |
| § 8 | Ausschreibungs- und Erbringungszeitraum |
| § 9 | Teilnahmevoraussetzungen |
| § 10 | Sicherheitsleistung |
| § 11 | Bekanntmachung der Beschaffung |
| § 12 | Höchstwert |
| § 13 | Fristen, Bindung an Gebote |
| § 14 | Gebote |
| § 15 | Regeln für die Zusammenlegung |
| § 16 | Beizufügende Nachweise und Erklärungen |
| § 17 | Prüfung und Ausschluss von Geboten und Bietern |
| § 18 | Zuschlag |
| § 19 | Vergütung |
| § 20 | Teilnahme von Anlagen der Netzreserve |
| § 21 | Rechte und Pflichten aus dem Kapazitätsreservevertrag, Änderung und Übertragung des Vertrages |
| § 22 | Kündigung des Vertrages |
| § 23 | Nachbeschaffung |
| § 24 | Grundsätze |
| § 25 | Aktivierung |
| § 26 | Abruf |
| § 27 | Verfügbarkeit |
| § 28 | Funktionstest |
| § 29 | Probeabrufe, Testfahrten |
| § 30 | Nachbesserung |
| § 31 | Abrechnung zwischen Übertragungsnetzbetreiber und Betreiber der Kapazitätsreserveanlage |
| § 32 | Abrechnung zwischen Übertragungsnetzbetreiber und Bilanzkreisverantwortlichem |
| § 33 | Kosten und Erlöse |
| § 34 | Zahlungspflichten bei Nichtverfügbarkeit der Anlage |
| § 35 | Ausschluss bei höherer Gewalt |
| § 36 | Verstoß gegen grundlegende Pflichten |
| § 37 | Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibung |
| § 38 | Veröffentlichungs- und Mitteilungspflichten |
| § 39 | Durchsetzung von Vertragsstrafen |
| § 40 | Rückgabe der Sicherheiten |
| § 41 | Mitwirkungspflicht der Verteilernetzbetreiber |
| § 42 | Festlegungen |
| § 43 | Betriebsuntersagung |
| § 44 | Auskunftsanspruch |
| § 45 | Löschung von Daten |
| § 46 | Rechtsschutz |
| § 47 | Inkrafttreten |
| Anlage (zu § 14 Absatz 4 Satz 2) | Reduktionsfaktoren |
Das Wahlrecht ist innerhalb eines Monats ab Unterrichtung durch die Übertragungsnetzbetreiber nach § 18 Absatz 1 auszuüben. Übt der Betreiber der regelbaren Last das Wahlrecht nicht fristgemäß aus, gilt die Variante in Satz 1 Nummer 1 als gewählt. Der Betreiber ist an seine Wahl gebunden.
Die Übertragungsnetzbetreiber dürfen in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur die Anforderungen nach Satz 1 konkretisieren.
Die nach Satz 1 Nummer 1 anzugebende Gebotsmenge ermittelt sich aus der Multiplikation der Reserveleistung der Anlage, mit der die Reserveleistung erbracht werden soll, und des in der Anlage zu dieser Verordnung aufgeführten einschlägigen Reduktionsfaktors.
Dritte im Sinne von Satz 1 Nummer 3 sind Betreiber von Anlagen, die die Teilnahmevoraussetzungen für die Kapazitätsreserve erfüllen, jedoch in der Ausschreibung, auf die sich der Verdacht der Absprache bezieht, kein Gebot abgegeben haben.
Bei der Aktivierung haben die Übertragungsnetzbetreiber jeweils die Anfahrtszeit zu berücksichtigen. Strombörse im Sinne von Satz 1 ist die Strombörse, die im ersten Quartal des vorangegangenen Kalenderjahres das höchste Handelsvolumen für Stundenkontrakte für die Preiszone Deutschland am Spotmarkt aufgewiesen hat. Die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen die Strombörse im Sinne von Satz 1 auf der gemeinsamen Internetplattform.
Die Rückgabe ist auf den Betrag zu begrenzen, um den die Zweitsicherheit die mögliche Strafzahlung nach § 34 Absatz 4 Satz 1 überschreitet. Die Zweitsicherheit ist vollständig zurückzugeben, wenn der Vertrag beendet ist und der Anschluss-Übertragungsnetzbetreiber keine Forderungen gegen den Bieter aufgrund des Vertrages oder aufgrund dieser Verordnung hat.