HonigV
Ausfertigungsdatum: 16.01.2004
Vollzitat:
“Honigverordnung vom 16. Januar 2004 (BGBl. I S. 92), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 25. November 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 289) geändert worden ist”
| Stand: | Zuletzt geändert durch Art. 10 V v. 5.7.2017 I 2272 |
| Hinweis: | Änderung durch Art. 1 V v. 25.11.2025 I Nr. 289 textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet |
Näheres zur Standangabe finden Sie im Menü unter Hinweise
(+++ Textnachweis ab: 29.1.2004 +++)
(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:
Umsetzung der
EGRL 110/2001 (CELEX Nr: 301L0110) +++)
| Bezeichnung des Lebensmittels | Begriffsbestimmung | |
|---|---|---|
| 1. | Blütenhonig oder Nektarhonig | vollständig oder überwiegend aus dem Nektar von Pflanzen stammender Honig |
| 2. | Honigtauhonig | Honig, der vollständig oder überwiegend aus auf lebenden Pflanzenteilen befindlichen Exkreten von an Pflanzen saugenden Insekten (Hemiptera) oder aus Sekreten lebender Pflanzenteile stammt |
| 3. | Wabenhonig oder Scheibenhonig | von Bienen in den gedeckelten, brutfreien Zellen der von ihnen frisch gebauten Honigwaben oder in Honigwaben aus feinen, ausschließlich aus Bienenwachs hergestellten gewaffelten Wachsblättern gespeicherter Honig, der in ganzen oder geteilten Waben gehandelt wird |
| 4. | Honig mit Wabenteilen oder Wabenstücke in Honig | Honig, der ein oder mehrere Stücke Wabenhonig enthält |
| 5. | Tropfhonig | durch Austropfen der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnener Honig |
| 6. | Schleuderhonig | durch Schleudern der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnener Honig |
| 7. | Presshonig | durch Pressen der brutfreien Waben ohne oder mit Erwärmung auf höchstens 45 Grad C gewonnener Honig |
| 8. | gefilterter Honig | Honig, der gewonnen wird, indem anorganische oder organische Fremdstoffe so entzogen werden, dass Pollen in erheblichem Maße entfernt werden |
| 9. | Backhonig | Honig, der für industrielle Zwecke oder als Zutat für andere Lebensmittel, die anschließend verarbeitet werden, geeignet ist |
| 1. | Zuckergehalt | ||
| 1.1. | Fructose- und Glucosegehalt (Summe) | ||
| a) | Blütenhonig | mindestens 60 g/100 g, | |
| b) | Honigtauhonig, allein oder in Mischung mit Blütenhonig | mindestens 45 g/100 g, | |
| 1.2. | Saccharosegehalt | ||
| a) | Im Allgemeinen | höchstens 5 g/100 g, | |
| b) | Honig von Robinie (Robinia pseudoacacia), Luzerne (Medicago sativa), Banksia menziesii, Süßklee (Hedysarum), Roter Eukalyptus (Eucalyptus camadulensis), Eucryphia lucida, Eucryphia milliganii, Citrus spp. | höchstens 10 g/100 g, | |
| c) | Honig von Lavendel (Lavandula spp.), Borretsch (Borago officinalis) | höchstens 15 g/100 g. | |
| 2. | Wassergehalt | ||
| a) | Im Allgemeinen | höchstens 20%, | |
| b) | Honig von Heidekraut(Calluna) und Backhonig im Allgemeinen | höchstens 23%, | |
| c) | Backhonig von Heidekraut (Calluna) | höchstens 25%. | |
| 3. | Gehalt an wasserunlöslichen Stoffen | ||
| a) | Im Allgemeinen | höchstens 0,1 g/100 g, | |
| b) | Presshonig | höchstens 0,5 g/100 g. | |
| 4. | Elektrische Leitfähigkeit | ||
| a) | Honigarten im Allgemeinen und Mischungen dieser Honigarten | höchstens 0,8 mS/cm, | |
| b) | Honigtauhonig und Kastanienhonig und Mischungen dieser Honigarten | mindestens 0,8 mS/cm. | |
| Den unter den Buchstaben a und b festgelegten Anforderungen müssen die nachfolgend genannten Honigarten sowie Mischungen mit diesen Honigarten nicht entsprechen: | |||
| Honige von Erdbeerbaum (Arbutus unedo), Glockenheide (Erica), Eukalyptus, Linden (Tilia spp.), Heidekraut (Calluna vulgaris), Leptospermum, Teebaum (Melaleuca spp.). | |||
| 5. | Gehalt an freien Säuren | ||
| a) | Im Allgemeinen | höchstens 50 Milliäquivalente Säure pro kg, | |
| b) | Backhonig | höchstens 80 Milliäquivalente Säure pro kg. | |
| 6. | Hydroxymethylfurfuralgehalt (HMF), bestimmt nach Behandlung und Mischung | ||
| a) | Im Allgemeinen, mit Ausnahme von Backhonig | höchstens 40 mg/kg (vorbehaltlich der Bestimmungen unter Nr. 7 Buchstabe b), | |
| b) | Honig mit angegebenem Ursprung in Regionen mit tropischem Klima und Mischungen solcher Honigarten untereinander | höchstens 80 mg/kg. | |
| 7. | Diastase-Zahl nach Schade, bestimmt nach Behandlung und Mischung | ||
| a) | Im Allgemeinen mit Ausnahme von Backhonig | mindestens 8, | |
| b) | Honigarten mit einemgeringen natürlichen Enzymgehalt (z. B. Zitrushonig) und einem HMF-Gehalt von höchstens 15 mg/kg | mindestens 3. | |