FinVermV
Ausfertigungsdatum: 02.05.2012
Vollzitat:
“Finanzanlagenvermittlungsverordnung vom 2. Mai 2012 (BGBl. I S. 1006), die zuletzt durch Artikel 9 der Verordnung vom 11. Dezember 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 411) geändert worden ist”
| Stand: | Zuletzt geändert durch Art. 9 V v. 11.12.2024 I Nr. 411 |
Näheres zur Standangabe finden Sie im Menü unter Hinweise
(+++ Textnachweis ab: 1.1.2013 +++)
(+++ § 4 Abs. 2: Zur Geltung vgl. § 5 Satz 2 +++)
(+++ § 17 Abs. 2: Zur Anwendung vgl. § 17a Abs. 3 +++)
Die V wurde als Artikel 1 der V v. 2.5.2012 I 1006 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, mit Zustimmung des Bundesrates erlassen. Sie tritt gem. Art. 3 Abs. 2 dieser V am 1.1.2013 in Kraft. Die §§ 1 bis 3, Anlage 1 und Anlage 2 treten am 1.11.2012 in Kraft.
| § 1 | Sachkundeprüfung |
| § 2 | Zuständige Stelle und Prüfungsausschuss |
| § 3 | Verfahren |
| § 4 | Gleichstellung anderer Berufsqualifikationen |
| § 5 | Anerkennung von ausländischen Berufsbefähigungsnachweisen im Rahmen der Niederlassungsfreiheit |
| § 6 | Angaben zur Speicherung im Vermittlerregister |
| § 7 | Eintragung |
| § 8 | Zugang |
| § 9 | Umfang der Versicherung |
| § 10 | Anzeigepflicht des Versicherungsunternehmens |
| § 11 | Allgemeine Verhaltenspflicht |
| § 11a | Vermeidung, Regelung und Offenlegung von Interessenkonflikten, Vergütung |
| § 12 | Statusbezogene Informationspflichten |
| § 12a | Information des Anlegers über Vergütungen und Zuwendungen |
| § 13 | Information des Anlegers über Risiken, Kosten und Nebenkosten |
| § 14 | Redliche, eindeutige und nicht irreführende Informationen und Werbung |
| § 15 | Bereitstellung des Informationsblatts |
| § 16 | Einholung von Informationen über den Anleger; Pflicht zur Empfehlung geeigneter Finanzanlagen |
| § 17 | Offenlegung von Zuwendungen durch Gewerbetreibende nach § 34f der Gewerbeordnung |
| § 17a | Offenlegung und Auskehr von Zuwendungen durch Gewerbetreibende nach § 34h der Gewerbeordnung |
| § 18 | Anfertigung einer Geeignetheitserklärung |
| § 18a | Aufzeichnung telefonischer Vermittlungs- und Beratungsgespräche und sonstiger elektronischer Kommunikation |
| § 19 | Beschäftigte |
| § 20 | Unzulässigkeit der Annahme von Geldern und Anteilen von Anlegern |
| § 21 | (weggefallen) |
| § 22 | Aufzeichnungspflicht |
| § 23 | Aufbewahrung |
| § 24 | Prüfungspflicht |
| § 25 | Rechte und Pflichten der an der Prüfung Beteiligten |
| § 26 | Ordnungswidrigkeiten |
Der schriftliche Teil der Prüfung kann auf Antrag des Prüflings auf die einzelnen Kategorien von Finanzanlagen nach Satz 4 Nummer 1, 2 oder Nummer 3 beschränkt werden. In diesem Fall muss der schriftliche Teil der Prüfung diejenigen in Satz 4 Nummer 1, 2 oder Nummer 3 genannten Bereiche umfassen, für die eine Erlaubnis nach § 34f Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2 oder Nummer 3 in Verbindung mit Satz 3 oder § 34h Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 3 der Gewerbeordnung beantragt wird. Für eine Erlaubnis nach § 34f Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 in Verbindung mit Satz 3 oder § 34h Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 3 und § 34f Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 der Gewerbeordnung muss der schriftliche Teil der Prüfung zusätzlich die in Satz 4 Nummer 2 genannten Bereiche umfassen. Der Prüfling soll anhand von praxisbezogenen Aufgaben nachweisen, dass er die grundlegenden fachlichen und rechtlichen Kenntnisse erworben hat und diese praktisch anwenden kann.
Die Mitglieder des Ausschusses sowie ihre Stellvertreter müssen in der Lage sein, sachverständige Entscheidungen zur Aufgabenauswahl zu treffen. Die Prüfungsaufgaben werden nach der Prüfung nicht veröffentlicht; sie stehen den Prüflingen nur während der Prüfungen zur Verfügung.
Diese Personen dürfen nicht in die laufende Prüfung eingreifen oder in die Beratung über das Prüfungsergebnis einbezogen werden.
wenn zusätzlich eine mindestens einjährige Berufserfahrung im Bereich der Anlageberatung oder Anlagevermittlung nachgewiesen wird;
Ist der Eintragungspflichtige eine juristische Person, so werden auch der Name und der Vorname der natürlichen Personen gespeichert, die innerhalb des für die Geschäftsführung verantwortlichen Organs für die Vermittlertätigkeiten zuständig sind.
Die zuständige Behörde hat dem Versicherungsunternehmen das Datum des Eingangs der Anzeige nach Satz 1 mitzuteilen.
einzuholen, die erforderlich sind, um dem Anleger eine Finanzanlage empfehlen zu können, die für ihn geeignet ist und insbesondere seiner Risikotoleranz und seiner Fähigkeit Verluste zu tragen, entspricht. Der Gewerbetreibende darf dem Anleger nur Finanzanlagen empfehlen, die nach den eingeholten Informationen für diesen geeignet sind (Geeignetheitsprüfung). Hinsichtlich der Anforderungen an die Geeignetheit und der im Zusammenhang mit der Geeignetheit geltenden Pflichten sind die Artikel 54 und 55 der Delegierten Verordnung (EU) 2017/565 der Kommission entsprechend anzuwenden. Sofern der Gewerbetreibende die erforderlichen Informationen nicht erlangt, darf er dem Anleger im Rahmen der Anlageberatung keine Finanzanlage empfehlen.
Zu den einzuholenden Informationen nach Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 Satz 1 gehören, soweit erforderlich, hinsichtlich der Kenntnisse und Erfahrungen des Anlegers Angaben über
Satz 1 ist nicht anzuwenden, wenn der Gesamtbetrag der Vermögensanlagen desselben Emittenten, die vom Anleger erworben werden, der keine Kapitalgesellschaft ist, 1 000 Euro nicht überschreitet. Der Gewerbetreibende darf den Vertragsschluss über eine Vermögensanlage im Sinne des § 2a des Vermögensanlagengesetzes nur vermitteln, wenn er geprüft hat, dass der Gesamtbetrag der Vermögensanlagen desselben Emittenten, die vom Anleger erworben werden, der keine Kapitalgesellschaft ist, 1 000 Euro oder die in Satz 1 Nummer 1 und 2 genannten Beträge nicht übersteigt.
Die Zuwendung darf nicht die Verpflichtung des Gewerbetreibenden beeinträchtigen, im bestmöglichen Interesse des Anlegers ehrlich, redlich und professionell zu handeln.
Der Prüfungsbericht hat einen Vermerk darüber zu enthalten, ob und gegebenenfalls welche Verstöße des Gewerbetreibenden festgestellt worden sind. Der Prüfer hat den Vermerk mit Angabe von Ort und Datum zu unterzeichnen, wobei die elektronische Namenswiedergabe genügt. Sofern der Gewerbetreibende ausschließlich für eine Vertriebsgesellschaft tätig ist, ist er berechtigt, an Stelle des Prüfungsberichts nach Satz 1 einen Prüfungsbericht eines Prüfers nach Absatz 3 vorzulegen, der die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Vertriebsgesellschaft zur Einhaltung der sich aus den §§ 11a bis 23 ergebenden Verpflichtungen durch die angeschlossenen Gewerbetreibenden für den Prüfungszeitraum bestätigt; spätestens nach vier Jahren hat der Gewerbetreibende einen Prüfungsbericht nach Satz 1 vorzulegen. Sofern der Gewerbetreibende im Berichtszeitraum keine nach § 34f Absatz 1 oder § 34h Absatz 1 Satz 1 der Gewerbeordnung erlaubnispflichtige Tätigkeit ausgeübt hat, hat er spätestens bis zu dem in Satz 1 genannten Termin anstelle des Prüfungsberichts unaufgefordert und in Textform eine entsprechende Erklärung zu übermitteln.
sowie Zusammenschlüsse dieser Personen.
| 1. | Kundenberatung |
| 1.1 | Serviceerwartungen des Kunden |
| 1.2 | Besuchsvorbereitung/Kundenkontakte |
| 1.3 | Kundengespräch |
| 1.3.1 | Kundensituation |
| 1.3.2 | Erstellung eines Kundenprofils |
| 1.3.3 | Kundenbedarf und anlegergerechte Lösungen |
| 1.3.4 | Gesprächsführung und Systematik |
| 1.4 | Kundenbetreuung |
| 2. | Kenntnisse für Beratung und Vertrieb von Finanzanlageprodukten |
| 2.1 | Wirtschaftliche Grundlagen |
| 2.2 | Grundlagen über Finanzinstrumente und Kategorien von Finanzanlagen |
| 2.2.1 | Geldanlageformen |
| 2.2.2 | Nichtbörsennotierte Finanzanlageprodukte |
| 2.2.3 | Börsennotierte Finanzanlageprodukte |
| 2.2.4 | Nachhaltigkeitskriterien für Finanzanlageprodukte |
| 2.3 | Allgemeine rechtliche Grundlagen |
| 2.3.1 | Vertragsrecht |
| 2.3.2 | Geschäftsfähigkeit |
| 2.4 | Rechtliche Grundlagen für Finanzanlagenberatung und -vermittlung sowie Honorar-Finanzanlagenberatung |
| 2.4.1 | Wertpapierhandelsgesetz |
| 2.4.2 | Finanzanlagenvermittlungsverordnung |
| 2.4.2.1 | Statusbezogene Informationspflichten |
| 2.4.2.2 | Einholung von Informationen über den Kunden |
| 2.4.2.3 | Pflicht zur Empfehlung geeigneter Finanzanlagen |
| 2.4.2.4 | Offenlegung von Zuwendungen |
| 2.4.2.5 | Kurzinformationsblatt |
| 2.4.2.6 | Informationen über Risiken, Kosten, Nebenkosten |
| 2.4.2.7 | Anfertigung einer Geeignetheitserklärung |
| 2.4.2.8 | Vermeidung, Regelung und Offenlegung von Interessenkonflikten, Vergütung |
| 2.4.2.9 | Aufzeichnung telefonischer Vermittlungs- und Beratungsgespräche und sonstiger elektronischer Kommunikation |
| 2.4.3 | Kreditwesengesetz |
| 2.4.4 | Geldwäschegesetz |
| 2.4.5 | Finanzmarktrichtlinie |
| 2.5 | Vermittlerrecht |
| 2.5.1 | Rechtsstellung |
| 2.5.2 | Berufsvereinigungen/Berufsverbände |
| 2.5.3 | Arbeitnehmervertretungen |
| 2.6 | Wettbewerbsrecht |
| 2.6.1 | Allgemeine Wettbewerbsgrundsätze |
| 2.6.2 | Unzulässige Werbung |
| 2.7 | Verbraucherschutz |
| 2.7.1 | Grundlagen des Verbraucherschutzes |
| 2.7.2 | Schlichtungsstellen |
| 2.7.3 | Datenschutz |
| 3. | Offene Investmentvermögen |
| 3.1 | Märkte für Finanzanlagen |
| 3.1.1 | Geldmarkt |
| 3.1.2 | Rentenmarkt |
| 3.1.3 | Aktienmarkt |
| 3.2 | Konzept offener Fonds |
| 3.2.1 | Investmentidee, Funktionsweise und Struktur |
| 3.2.2 | Fachbegriffe |
| 3.3 | Fondsarten |
| 3.3.1 | Geldmarktfonds |
| 3.3.2 | Rentenfonds |
| 3.3.3 | Aktienfonds |
| 3.3.4 | Gemischte Fonds |
| 3.3.5 | Offene Immobilienfonds |
| 3.3.6 | Dachfonds |
| 3.3.7 | Hedgefonds |
| 3.3.8 | Zertifikatefonds |
| 3.3.9 | Garantiefonds |
| 3.3.10 | No-Load-Fonds |
| 3.3.11 | Ausschüttende und thesaurierende Fonds |
| 3.3.12 | Länder-, Regionen- und Branchenfonds |
| 3.3.13 | Laufzeitfonds |
| 3.3.14 | Exchange Traded Funds (ETFs) |
| 3.3.15 | Publikumsinvestmentvermögen |
| 3.3.16 | Spezial-AIF |
| 3.3.17 | Anteilsklassen |
| 3.4 | Chancen, Risiken und Haftung |
| 3.5 | Kapitalanlagegesetzbuch |
| 3.6 | Steuerliche Behandlung |
| 3.6.1 | Investmentsteuergesetz |
| 3.6.2 | Einkommensteuer, Ertrags- und Gewinnsteuer |
| 3.6.3 | Übertragung, Vererbung und Schenkung |
| 3.6.4 | Freibeträge |
| 3.7 | Eröffnung, Gestaltung und Führung von Depotkonten |
| 3.8 | Staatliche Förderung von Investmentfonds |
| 3.8.1 | Zielgruppen |
| 3.8.2 | 5. Vermögensbildungsgesetz |
| 3.8.3 | Altersvermögensgesetz |
| 3.9 | Anlageprogramme |
| 3.10 | Rating und Ranking |
| 4. | Geschlossene Investmentvermögen |
| 4.1 | Vertragsbeziehungen, Funktionsweise und Struktur |
| 4.2 | Arten von geschlossenen Investmentvermögen |
| 4.2.1 | Geschlossene Immobilienfonds und Projektentwicklungsfonds |
| 4.2.2 | Medienfonds |
| 4.2.3 | Schiffsfonds und Containerfonds |
| 4.2.4 | Private Equity Fonds |
| 4.2.5 | Flugzeugfonds |
| 4.2.6 | Leasingfonds |
| 4.2.7 | Lebensversicherungszweitmarktfonds und Policenfonds |
| 4.2.8 | Umweltfonds |
| 4.2.9 | Sonstige Fonds (insbes. Infrastrukturfonds, sog. Blind Pools, Zweitmarktfonds) |
| 4.3 | Chancen, Risiken und Haftung |
| 4.4 | Fachbegriffe |
| 4.5 | Rechtliche Grundlagen |
| 4.5.1 | Kapitalanlagegesetzbuch |
| 4.5.2 | Bürgerliches Gesetzbuch |
| 4.5.3 | Handelsgesetzbuch |
| 4.5.4 | Kommanditgesellschaft |
| 4.5.5 | GmbH-Gesetz |
| 4.6 | Steuerliche Behandlung |
| 4.6.1 | Einkommensteuer |
| 4.6.2 | Doppelbesteuerungsabkommen |
| 4.6.3 | Gewinnerzielungsabsicht |
| 4.6.4 | Übertragung, Vererbung und Schenkung |
| 4.7 | Auflösung stiller Reserven |
| 5. | Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 des Vermögensanlagengesetzes |
| 5.1 | Anlageformen |
| 5.1.1 | Genussrechte |
| 5.1.2 | Stille Beteiligungen |
| 5.1.3 | Namensschuldverschreibungen |
| 5.1.4 | Genossenschaftsanteile |
| 5.1.5 | Weitere Vermögensanlagen |
| 5.2 | Chancen, Risiken und Haftung |
| 5.3 | Fachbegriffe |
| 5.4 | Rechtliche Grundlagen |
| 5.4.1 | Vermögensanlagengesetz |
| 5.4.2 | Bürgerliches Gesetzbuch |
| 5.4.3 | Handelsgesetzbuch |
| 5.4.4 | GmbH-Gesetz |
| 5.4.5 | Genossenschaftsgesetz |
| 5.5 | Steuerliche Behandlung |
| 5.5.1 | Einkommensteuer |
| 5.5.2 | Doppelbesteuerungsabkommen |
| 5.5.3 | Gewinnerzielungsabsicht |
| 5.5.4 | Übertragung, Vererbung und Schenkung |
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| (Name und Vorname) |
| (Stempel/Siegel) | ||
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| (Ort und Datum) | (Unterschrift) | |