BApO
Ausfertigungsdatum: 05.06.1968
Vollzitat:
“Bundes-Apothekerordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Juli 1989 (BGBl. I S. 1478, 1842), die zuletzt durch Artikel 8 Absatz 3a des Gesetzes vom 27. September 2021 (BGBl. I S. 4530) geändert worden ist”
| Stand: | Neugefasst durch Bek. v. 19.7.1989 I 1478, 1842; |
| zuletzt geändert durch Art. 8 Abs. 3a G v. 27.9.2021 I 4530 |
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(+++ Textnachweis Geltung ab: 20.8.1982 +++)
(+++ Änderungen aufgrund EinigVtr vgl. §§ 4, 12 u. 14 +++)
Eine in den Ausbildungsstätten des in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebietes erworbene abgeschlossene Ausbildung für die Ausübung des Apothekerberufs gilt als Ausbildung im Sinne der Nummer 4. Wird die Voraussetzung nach Satz 1 Nummer 4 auf eine Ausbildung gestützt, die außerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes abgeschlossen worden ist, sollen die Voraussetzungen der Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation nach den Absätzen 2 oder 3 vor den Voraussetzungen nach Satz 1 Nummer 2, 3 und 5 geprüft werden. Auf Antrag ist dem Antragsteller ein gesonderter Bescheid über die Feststellung der Gleichwertigkeit seiner Berufsqualifikation zu erteilen.
ist die Approbation als Apotheker zu erteilen, wenn die zuständigen Behörden dieser Mitgliedstaaten bescheinigen, dass diese Ausbildungsnachweise hinsichtlich der Aufnahme und Ausübung des Berufs des Apothekers in ihrem Hoheitsgebiet die gleiche Rechtsgültigkeit haben wie die von ihnen verliehenen Ausbildungsnachweise und eine von den gleichen Behörden ausgestellte Bescheinigung darüber vorgelegt wird, dass der Antragsteller in den fünf Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre ununterbrochen tatsächlich und rechtmäßig den Apothekerberuf in ihrem Hoheitsgebiet ausgeübt hat. In den Fällen, in denen die pharmazeutische Ausbildung des Antragstellers nicht den Mindestanforderungen des Artikels 44 der Richtlinie 2005/36/EG genügt und die geforderte Dauer der Berufserfahrung nicht erfüllt wird, gilt Absatz 2 entsprechend.
Fächer unterscheiden sich wesentlich, wenn bedeutende Unterschiede hinsichtlich der Kenntnisse und Fähigkeiten bestehen, die eine wesentliche Voraussetzung für die Ausübung des Berufs sind. Wesentliche Unterschiede können ganz oder teilweise durch Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeglichen werden, die die Antragsteller im Rahmen ihrer pharmazeutischen Berufspraxis in Voll- oder Teilzeit oder durch lebenslanges Lernen erworben haben, sofern die durch lebenslanges Lernen erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten von einer dafür in dem jeweiligen Staat zuständigen Stelle formell als gültig anerkannt wurden; dabei ist nicht entscheidend, in welchem Staat diese Kenntnisse und Fähigkeiten erworben worden sind. Liegen wesentliche Unterschiede nach den Sätzen 3 bis 5 vor, müssen die Antragsteller nachweisen, dass sie über Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Ausübung des Berufs des Apothekers erforderlich sind. Dieser Nachweis ist durch eine Eignungsprüfung zu erbringen, die sich auf die festgestellten wesentlichen Unterschiede bezieht. Über die Feststellung der wesentlichen Unterschiede, die zur Auferlegung einer Prüfung führt, ist den Antragstellern spätestens vier Monate, nachdem der zuständigen Behörde alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, ein rechtsmittelfähiger Bescheid zu erteilen. Im Falle des § 81a des Aufenthaltsgesetzes soll der Bescheid innerhalb von zwei Monaten erteilt werden. Die Sätze 2 bis 9 gelten auch für Antragsteller, die über einen Ausbildungsnachweis als Apotheker verfügen, der in einem anderen als den in Satz 1 genannten Staaten (Drittland) ausgestellt ist und ein anderer der in Satz 1 genannten Staaten diesen Ausbildungsnachweis anerkannt hat.
Die Nachweise nach Satz 1 Nr. 3 und 4 dürfen bei ihrer Vorlage nicht älter als drei Monate sein. Haben die zuständigen Behörden berechtigte Zweifel an der Authentizität der in dem jeweiligen Herkunftsmitgliedstaat ausgestellten Bescheinigungen und Ausbildungsnachweise, können sie von den zuständigen Behörden des Herkunftsmitgliedstaats eine Bestätigung der Authentizität dieser Bescheinigungen und Nachweise sowie eine Bestätigung darüber verlangen, dass der Antragsteller die Mindestanforderungen der Ausbildung erfüllt, die in Artikel 44 der Richtlinie 2005/36/EG verlangt werden. Haben die zuständigen Behörden berechtigte Zweifel an der Berechtigung zur Ausübung des Apothekerberufs, können sie von den zuständigen Behörden eines Mitgliedstaates eine Bestätigung verlangen, aus der sich ergibt, dass dem Antragsteller die Ausübung des Apothekerberufs nicht auf Grund eines schwerwiegenden standeswidrigen Verhaltens oder einer Verurteilung wegen strafbarer Handlungen dauerhaft oder vorübergehend untersagt worden ist.
Die Warnmitteilung erfolgt unverzüglich, spätestens jedoch drei Tage nach Eintritt der Unanfechtbarkeit einer Entscheidung nach Absatz 1 Nummer 1, 2 oder Nummer 4, nach Bekanntgabe einer Entscheidung nach Absatz 1 Nummer 5 oder nach einem Verzicht nach Absatz 1 Nummer 3. Sie ist über das durch die Verordnung (EU) Nr. 1024/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 über die Verwaltungszusammenarbeit mit Hilfe des Binnenmarkt-Informationssystems und zur Aufhebung der Entscheidung 2008/49/EG der Kommission (ABl. L 316 vom 14.11.2012, S. 1) eingerichtete Binnenmarkt-Informationssystem (IMI) zu übermitteln. Zeitgleich mit der Warnmitteilung unterrichtet die Stelle, die die Warnmitteilung getätigt hat, die betroffene Person über die Warnmitteilung und deren Inhalt schriftlich unter Beifügung einer Rechtsbehelfsbelehrung. Wird ein Rechtsbehelf gegen die Warnmitteilung eingelegt, ergänzt die Stelle, die die Warnmitteilung getätigt hat, die Warnmitteilung um einen entsprechenden Hinweis.
Eine nach § 4 Absatz 1b Satz 2, Absatz 1d Satz 2, Absatz 2 oder 3 erteilte Approbation kann zurückgenommen werden, wenn die nachzuweisende Ausbildung tatsächlich doch wesentliche Unterschiede gegenüber der Ausbildung aufweist, die in diesem Gesetz und in der Rechtsverordnung nach § 5 Absatz 1 geregelt ist oder die zur Ausübung des Berufs als Apotheker im Geltungsbereich dieses Gesetzes erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Eignungsprüfung tatsächlich nicht nachgewiesen worden sind.
die Bescheinigungen dürfen bei ihrer Vorlage nicht älter als zwölf Monate sein. Vom Dienstleistungserbringer im Sinne des Absatzes 1 können dabei Informationen über Einzelheiten zu einem Versicherungsschutz oder einer anderen Art des individuellen oder kollektiven Schutzes in Bezug auf die Berufshaftpflicht verlangt werden. Die für die Ausübung der Dienstleistung erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache müssen vorliegen.
| Land | Ausbildungsnachweis | Ausstellende Stelle | Zusätzliche Bescheinigung |
Stichtag |
|---|---|---|---|---|
| Belgiё/ Belgique/ Belgien |
Diploma van apotheker/ Diplôme de pharmacien |
|
1. Oktober 1987 | |
| България | Диплома за висше обра-зование на образователно-квалификационна степен ,Магистър‘ по ‚Фармация‘ с професионална квалификация ‚Магистър-фармацевт‘ |
Фармацевтичен факултет към Медицински университет |
1. Januar 2007 | |
| Česká republika |
Diplom o ukončení studia ve studijním programu farmacie (magistr, Mgr.) | Farmaceutická fakulta univerzity v České republice |
Vysvědčení o státní závěrečné zkoušce | 1. Mai 2004 |
| Danmark | Bevis for bestået farmaceutisk kandidateksamen | Danmarks Farmaceutiske Højskole | 1. Oktober 1987 | |
| Eesti | Diplom proviisori õppekava läbimisest |
Tartu Ülikool | 1. Mai 2004 | |
| Ελλάς | Άδεια άσκησης φαρμακευτικού επαγγέλματος | Νομαρχιακή Αυτοδιοίκηση | 1. Oktober 1987 | |
| España | Título de Licenciado en Farmacia |
|
1. Oktober 1987 | |
| France |
|
Universités | 1. Oktober 1987 | |
| Hrvatska | Diploma „magistar farmacije/magistra farmacije“ |
|
1. Juli 2013 | |
| Ireland | Certificate of Registered Pharmaceutical Chemist |
1. Oktober 1987 | ||
| Ísland/Island | Próf i lyfjafræði | Háskóli Íslands | 1. Januar 1994 | |
| Italia | Diploma o certificato di abilitazione all’esercizio della professione di farmacista ottenuto in seguito ad un esame di Stato |
Università | 1. November 1993 | |
| Κύπρος | Πιστοποιητικό Εγγραφής Φαρμακο-ποιού | Συμβούλιο Φαρμακευτικής | 1. Mai 2004 | |
| Latvija | Farmaceita diploms | Universitātes tipa augstskola |
1. Mai 2004 | |
| Liechtenstein | Die Diplome, Prüfungszeugnisse und sonstigen Befähigungsnachweise, die in einem anderen Staat aus- gestellt wurden, für den die Richtlinie 85/433/EWG gilt, und die in diesem Anhang aufgeführt sind, zusammen mit einem Prüfungsnachweis über die abgeschlossene praktische Ausbildung, ausgestellt von der zuständigen Behörde |
1. Januar 1995 | ||
| Lietuva | Aukštojo mokslo diplomas, nurodantis suteiktąvaistininko profesinę kvalifikaciją |
Universitetas | 1. Mai 2004 | |
| Luxembourg | Diplôme d’Etat de pharmacien | Jury d’examen d’Etat + visa du ministre de l’éducation nationale |
1. Oktober 1987 | |
| Magyarország | Okleveles gyógyszerész oklevél (magister pharmaciae, röv: mag. Pharm) |
EG Egyetem | 1. Mai 2004 | |
| Malta | Lawrja fil-farmaċija | Universita´ ta’ Malta | 1. Mai 2004 | |
| Nederland | Getuigschrift van met goed gevolg afgelegd apothekersexamen |
Faculteit Farmacie | 1. Oktober 1987 | |
| Norge/ Norwegen |
Vitnemål for fullført grad candidata/candidatus pharmaciae, Kurzform: cand.pharm. |
Universitetsfakultet | 1. Januar 1994 | |
| Österreich | Staatliches Apothekerdiplom | Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales |
1. Oktober 1994 | |
| Polska | Dyplom ukończenia studiów wyższych na kierunku farmacja z tytułem magistra |
|
1. Mai 2004 | |
| Portugal | Carta de curso de licenciatura em Ciências Farmacêuticas | Universidades | 1. Oktober 1987 | |
| Schweiz | Diplôme de pharmacien/ Eidgenössisches Apotheker- diplom/Diploma federale di farmacista |
Département fédéral de l’ intérieur/Eidgenössisches Department des Innern/Dipartimento federale dell’ interno |
1. Juni 2002 | |
| România | Diplomă de licenţă de farmacist | Universităţi | 1. Januar 2007 | |
| Slovenija | Diploma, s katero se podeljuje strokovni naziv „magister farmacije/magistra farmacije“ |
Univerza | Potrdilo o opravljenem strokovnem izpitu za poklic magister farmacije/magistra farmacije |
1. Mai 2004 |
| Slovensko | Vysokoškolský diplom o udelení akademického titulu „magister farmácie“ („Mgr.“) |
Vysoká škola | 1. Mai 2004 | |
| Suomi/ Finland |
Proviisorin tutkinto/ Provisorexamen |
|
1. Oktober 1994 | |
| Sverige | Apotekarexamen | Uppsala universitet | 1. Oktober 1994 | |
| United Kingdom |
Certificate of Registered Pharmaceutical Chemist |
1. Oktober 1987 |