17. BImSchV
Ausfertigungsdatum: 02.05.2013
Vollzitat:
“Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen vom 2. Mai 2013 (BGBl. I S. 1021, 1044, 3754), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 13. Februar 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 43) geändert worden ist”
| Stand: | Zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 13.2.2024 I Nr. 43 |
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(+++ Textnachweis ab: 2.5.2013 +++)
Die V wurde als Artikel 3 der V v. 2.5.2013 I 1021 von der Bundesregierung und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, nach Anhörung der beteiligten Kreise, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, unter Wahrung der Rechte des Bundestages gemäß § 48b des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sowie mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen. Sie ist gem. Art. 10 Abs. 1 dieser V am 2.5.2013 in Kraft getreten.
| § 1 | Anwendungsbereich |
| § 2 | Begriffsbestimmungen |
| § 3 | Anforderungen an die Anlieferung, die Annahme und die Zwischenlagerung der Einsatzstoffe |
| § 4 | Errichtung und Beschaffenheit der Anlagen |
| § 5 | Betriebsbedingungen |
| § 6 | Verbrennungsbedingungen für Abfallverbrennungsanlagen |
| § 7 | Verbrennungsbedingungen für Abfallmitverbrennungsanlagen |
| § 8 | Emissionsgrenzwerte für Abfallverbrennungsanlagen |
| § 9 | Emissionsgrenzwerte für Abfallmitverbrennungsanlagen |
| § 10 | Im Jahresmittel einzuhaltende Emissionsgrenzwerte |
| § 11 | Ableitungsbedingungen für Abgase |
| § 12 | Behandlung der bei der Abfallverbrennung und Abfallmitverbrennung entstehenden Rückstände |
| § 13 | Energieeffizienz |
| § 14 | Messplätze |
| § 15 | Messverfahren und Messeinrichtungen |
| § 16 | Kontinuierliche Messungen |
| § 17 | Auswertung und Beurteilung von kontinuierlichen Messungen |
| § 18 | Periodische Messungen |
| § 19 | Berichte und Beurteilung von periodischen Messungen |
| § 20 | Besondere Überwachung der Emissionen an Schwermetallen |
| § 20a | Besondere Überwachung während Betriebszuständen außerhalb des Normalbetriebs |
| § 21 | Störungen des Betriebs |
| § 22 | Jährliche Berichte über Emissionen |
| § 23 | Veröffentlichungspflichten |
| § 24 | Zulassung von Ausnahmen |
| § 25 | Weitergehende Anforderungen und wesentliche Änderungen |
| § 26 | Zugänglichkeit und Gleichwertigkeit von Normen und Arbeitsblättern |
| § 27 | Ordnungswidrigkeiten |
| § 28 | Übergangsregelungen |
| Anlage 1 (zu § 8 Absatz 1, § 18 Absatz 5 und 6 und § 20 Absatz 1) |
Emissionsgrenzwerte für Schwermetalle und krebserzeugende Stoffe |
| Anlage 2 (zu Anlage 1 Buchstabe d und e) |
Äquivalenzfaktoren – polychlorierte Dibenzodioxine, Dibenzofurane und dl-PCB |
| Anlage 2a (zu § 18 Absatz 3) |
Zu ermittelnde polybromierte Dibenzo-p-dioxine und Furane |
| Anlage 3 (zu § 9, § 10 Absatz 2, § 16 Absatz 1 und 4, § 17 Absatz 1 und 5, § 18 Absatz 2, § 19 Absatz 2, § 21 Absatz 3 und § 22 Absatz 1) |
Emissionsgrenzwerte für die Mitverbrennung von Abfällen |
| Anlage 4 (zu § 15 Absatz 1, § 16 Absatz 1 und § 17 Absatz 5) |
Anforderungen an die kontinuierlichen Messeinrichtungen und die Validierung der Messergebnisse |
| Anlage 5 (zu § 2 Absatz 12) |
Umrechnungsformel |
| Anlage 6 (zu § 4 Absatz 1) |
Umweltmanagementsysteme |
| Anlage 7 (zu § 13 Absatz 3) |
Energieeffizienz von Abfallverbrennungsanlagen |
Die Anlage in diesem Sinne erstreckt sich auf die gesamte Abfallmitverbrennungsanlage, dazu gehören alle Abfallmitverbrennungslinien, die Annahme und Lagerung der Abfälle und Stoffe nach § 1 Absatz 1, die auf dem Gelände befindlichen Vorbehandlungsanlagen, das Zufuhrsystem für Abfälle und Stoffe nach § 1 Absatz 1, für Brennstoffe und Luft, der Kessel, die Abgasbehandlungsanlagen, die auf dem Gelände befindlichen Anlagen zur Behandlung und Lagerung von Abfällen und Abwässern, die bei der Abfallmitverbrennung entstehen, der Schornstein, die Vorrichtungen und Systeme zur Kontrolle der Verbrennungsvorgänge, zur Aufzeichnung und zur Überwachung der Verbrennungsbedingungen. Falls die Abfallmitverbrennung in solch einer Weise erfolgt, dass der Hauptzweck der Anlage nicht in der Energiebereitstellung oder der Produktion stofflicher Erzeugnisse, sondern in der thermischen Behandlung von Abfällen besteht, gilt die Anlage als Abfallverbrennungsanlage im Sinne des Absatzes 5.
Die Proben gemäß Satz 1 Nummer 2 sind nach der Verbrennung oder Mitverbrennung des betreffenden Abfalls mindestens einen Monat lang aufzubewahren. Die Verträglichkeit von flüssigen oder gasförmigen gefährlichen Abfällen ist zu überprüfen, bevor sie mit anderen flüssigen oder gasförmigen Abfällen oder mit Wasser vermischt oder vermengt werden. Die Verträglichkeit ist durch Prüfmaßnahmen und Tests sicherzustellen, um unerwünschte oder potenziell gefährliche chemische Reaktionen zwischen Abfällen, insbesondere Polymerisation, Gasentwicklung, exotherme Reaktion und Zersetzung, beim Mischen oder Vermengen auszuschließen. Die Verträglichkeitsprüfungen sind risikobasiert durchzuführen. Zu berücksichtigen sind bei Verträglichkeitsprüfungen beispielsweise
Zur Verbesserung der allgemeinen Umweltleistung hat der Betreiber einer in Anhang 1 der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen in Spalte d mit dem Buchstaben E gekennzeichneten Anlage ein Umweltmanagementsystem nach Anlage 6 einzuführen, das die Anlage umfasst, und unter Berücksichtigung der Richtlinie VDI 3460 Blatt 1, Ausgabe Februar 2014, anzuwenden. Zur Verbesserung der gesamten Umweltleistung der Abfallverbrennungs- oder -mitverbrennungsanlage und zur Reduzierung der Emissionen in die Luft ist der Aufbau und die Implementierung von Betriebsverfahren zu berücksichtigen, um das An- und Abfahren auf das technisch notwendige Mindestmaß zu begrenzen.
Der Betreiber hat die Einhaltung der Anforderungen nach Nummer 2 mindestens alle drei Monate mithilfe einer Probenahme und einer Analyse in Übereinstimmung mit den hierfür geltenden internationalen oder nationalen Normen nachzuweisen und zu dokumentieren.
Der Nachweis nach Satz 1 Nummer 2 ist zumindest einmal bei der Inbetriebnahme der Abfallverbrennungsanlage unter den geänderten Verbrennungsbedingungen durch Messungen oder durch ein von der zuständigen Behörde anerkanntes Gutachten zu erbringen. Die zuständigen Behörden haben Ausnahmegenehmigungen nach Satz 1 den zuständigen obersten Immissionsschutzbehörden der Länder zur Weiterleitung an die Europäische Kommission vorzulegen.
Die zuständigen Behörden haben Ausnahmegenehmigungen nach Satz 1 den zuständigen obersten Immissionsschutzbehörden der Länder zur Weiterleitung an die Europäische Kommission vorzulegen.
| Gesamtstaub | 5 mg/m3, |
| organische Stoffe, angegeben als Gesamtkohlenstoff, | 10 mg/m3, |
| gasförmige anorganische Chlorverbindungen, angegeben als Chlorwasserstoff, |
6 mg/m3, |
| gasförmige anorganische Fluorverbindungen, angegeben als Fluorwasserstoff, |
0,9 mg/m3, |
| Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid, angegeben als Schwefeldioxid, |
30 mg/m3, |
| Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, angegeben als Stickstoffdioxid, |
120 mg/m3, |
| Quecksilber und seine Verbindungen, angegeben als Quecksilber, |
0,01 mg/m3, |
| Kohlenmonoxid | 50 mg/m3, |
| Ammoniak, sofern zur Minderung der Emissionen von Stickstoffoxiden ein Verfahren zur selektiven katalytischen oder nichtkatalytischen Reduktion eingesetzt wird |
10 mg/m3; |
| Gesamtstaub | 20 mg/m3, |
| organische Stoffe, angegeben als Gesamtkohlenstoff, | 20 mg/m3, |
| gasförmige anorganische Chlorverbindungen, angegeben als Chlorwasserstoff, |
40 mg/m3, |
| gasförmige anorganische Fluorverbindungen, angegeben als Fluorwasserstoff, |
4 mg/m3, |
| Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid, angegeben als Schwefeldioxid, |
200 mg/m3, |
| Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, angegeben als Stickstoffdioxid, |
400 mg/m3, |
| Quecksilber und seine Verbindungen, angegeben als Quecksilber, |
0,035 mg/m3, |
| Kohlenmonoxid | 100 mg/m3, |
| Ammoniak, sofern zur Minderung der Emissionen von Stickstoffoxiden ein Verfahren zur selektiven katalytischen oder nichtkatalytischen Reduktion eingesetzt wird |
15 mg/m3; |
Soweit ausschließlich gasförmige Stoffe, die bei der Pyrolyse oder Vergasung von Abfällen entstehen, oder Altöle im Sinne von § 1a Absatz 1 der Altölverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. April 2002 (BGBl. I S. 1368), die zuletzt durch Artikel 5 Absatz 14 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212) geändert worden ist, eingesetzt werden, beträgt der Bezugssauerstoffgehalt 3 Prozent.
Mitverbrennungsstoffe sind dabei die eingesetzten Abfälle und Stoffe nach § 1 Absatz 1 sowie die für ihre Mitverbrennung zusätzlich benötigten Brennstoffe.
| Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, angegeben als Stickstoffdioxid, | 100 mg/m3, |
| Quecksilber und seine Verbindungen, angegeben als Quecksilber, | 0,005 mg/m3. |
Der Betreiber hat hierzu die Abfallverbrennungs- oder -mitverbrennungsanlagen vor Inbetriebnahme mit geeigneten Messeinrichtungen und Messwertrechnern auszurüsten. Satz 1 Nummer 1 in Verbindung mit Satz 2 gilt nicht, soweit Emissionen einzelner Stoffe nach § 8 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe d oder nach Nummer 2.1, 2.3, 3.1, 3.2, 3.4, 3.5, 3.6 sowie 4.1 der Anlage 3 nachweislich auszuschließen oder allenfalls in geringen Konzentrationen zu erwarten sind und soweit die zuständige Behörde eine entsprechende Ausnahme erteilt hat. Hiervon ausgenommen sind die Emissionsmessungen für Kohlenmonoxid und organische Stoffe, angegeben als Gesamtkohlenstoff.
Für den Fall, dass der Maximalwert der periodischen Messungen nach den Sätzen 1 und 2 mit einem Vertrauensniveau von 50 Prozent nach der Richtlinie VDI 2448 Blatt 2, Ausgabe Juli 1997, den jeweiligen Emissionsgrenzwert nicht überschreitet, hat der Betreiber die Wiederholungsmessungen abweichend von den Sätzen 1 und 2 einmal jährlich durchführen zu lassen.
wurden. Abweichend von Satz 2 kann die ausreichende Stabilität für Anlagen, die keine bestehenden Anlagen sind, angenommen werden, wenn die Emissionsgrenzwerte gemäß Anlage 1 Buchstabe d im Zeitraum von zwölf Monaten nach Inbetriebnahme bei jeder Messung alle zwei Monate sicher eingehalten wurden.
Die Emissionsbegrenzung für den Gesamtstaub darf eine Massenkonzentration von 150 mg/m3 Abgas, gemessen als Halbstundenmittelwert, nicht überschreiten. § 4 Absatz 8 und 9, § 8 Absatz 5 sowie § 9 Absatz 4 gelten entsprechend.
Satz 1 gilt nicht für solche Angaben, aus denen Rückschlüsse auf Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse gezogen werden können. Die zuständige Behörde legt Art und Form der Veröffentlichung fest.
Gründe für die Zulassung von Ausnahmen und damit verbundener Auflagen sind im Genehmigungsbescheid oder im Zulassungsbescheid zu dokumentieren. Gründe für die Zulassung von Ausnahmen und damit verbundener Auflagen sind der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
ab dem 4. Dezember 2025. Satz 2 gilt entsprechend. Abweichend von den Sätzen 1 und 3 gelten die Anforderungen des § 10 Absatz 1 für bestehende Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 50 Megawatt oder weniger ab dem 4. Dezember 2028. Satz 2 gilt entsprechend.
| Cadmium und seine Verbindungen, angegeben als Cadmium, Thallium und seine Verbindungen, angegeben als Thallium, | , |
| 50 MW bis weniger | insgesamt |
| als 300 MW: | 0,012 mg/m³, |
| 300 MW oder mehr: | insgesamt |
| 0,006 mg/m³, |
| in mit Biobrennstoffen gefeuerten abfallmitverbrennenden Großfeuerungsanlagen: |
insgesamt |
| 0,005 mg/m³, |
| in Anlagen nach Anlage 3 Nummer 2: | insgesamt |
| 0,05 mg/m³, |
| in allen anderen Verbrennungs- und Mitverbrennungsanlagen: | insgesamt |
| 0,02 mg/m³, |
| Antimon und seine Verbindungen, angegeben als Antimon, Arsen und seine Verbindungen, angegeben als Arsen, Blei und seine Verbindungen, angegeben als Blei, Chrom und seine Verbindungen, angegeben als Chrom, Cobalt und seine Verbindungen, angegeben als Cobalt, Kupfer und seine Verbindungen, angegeben als Kupfer, Mangan und seine Verbindungen, angegeben als Mangan, Nickel und seine Verbindungen, angegeben als Nickel, Vanadium und seine Verbindungen, angegeben als Vanadium, Zinn und seine Verbindungen, angegeben als Zinn, |
| in kohlegefeuerten abfallmit- verbrennenden Großfeue- rungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 300 MW oder mehr: |
insgesamt |
| 0,2 mg/m³, |
| in mit Biobrennstoffen gefeuerten abfallmitverbrennenden Großfeuerungsanlagen: |
insgesamt |
| 0,3 mg/m³, |
| in Anlagen nach Anlage 3 Nummer 2: | insgesamt |
| 0,5 mg/m³, |
| in allen anderen Verbrennungs- und Mitverbrennungsanlagen: | insgesamt |
| 0,3 mg/m³, |
| Arsen und seine Verbindungen (außer Arsenwasserstoff), angegeben als Arsen, Benzo(a)pyren, Cadmium und seine Verbindungen, angegeben als Cadmium, wasserlösliche Cobaltverbindungen, angegeben als Cobalt, Chrom(VI)verbindungen (außer Bariumchromat und Bleichromat), angegeben als Chrom |
insgesamt 0,05 mg/m3 |
| oder Arsen und seine Verbindungen, angegeben als Arsen, Benzo(a)pyren, Cadmium und seine Verbindungen, angegeben als Cadmium, Cobalt und seine Verbindungen, angegeben als Cobalt, Chrom und seine Verbindungen, angegeben als Chrom, |
insgesamt 0,05 mg/m3 |
und
| Dioxine, Furane und polychlorierte Biphenyle gemäß Anlage 2 |
| in abfallmitverbrennenden Großfeuerungsanlagen: |
insgesamt |
| 0,03 ng/m³, |
| in Anlagen nach Anlage 3 Nummer 2: | insgesamt |
| 0,1 ng/m³, |
| in allen bestehenden Verbrennungs- und Mitverbrennungsanlagen, die keine abfallmitverbrennenden Großfeuerungsanlagen oder Anlagen nach Anlage 3 Nummer 2 sind: | insgesamt |
| 0,08 ng/m³, |
| in allen anderen Verbrennungs- und Mitverbrennungsanlagen: | insgesamt |
| 0,06 ng/m³, |
| in bestehenden Abfallverbrennungsanlagen: | insgesamt |
| 0,1 ng/m³, |
| in anderen Abfallverbrennungsanlagen: | insgesamt |
| 0,08 ng/m³. |
| Stoff | Äquivalenzfaktor | |
|---|---|---|
| Polychlorierte Dibenzodioxine (PCDD) | WHO-TEF 2005 | |
| 2,3,7,8 | – Tetrachlordibenzodioxin (TCDD) | 1 |
| 1,2,3,7,8 | – Pentachlordibenzodioxin (PeCDD) | 1 |
| 1,2,3,4,7,8 | – Hexachlordibenzodioxin (HxCDD) | 0,1 |
| 1,2,3,7,8,9 | – Hexachlordibenzodioxin (HxCDD) | 0,1 |
| 1,2,3,6,7,8 | – Hexachlordibenzodioxin (HxCDD) | 0,1 |
| 1,2,3,4,6,7,8 | – Heptachlordibenzodioxin (HpCDD) | 0,01 |
| Octachlordibenzodioxin (OCDD) | 0,0003 | |
| Polychlorierte Dibenzofurane (PCDF) | WHO-TEF 2005 | |
| 2,3,7,8 | – Tetrachlordibenzofuran (TCDF) | 0,1 |
| 2,3,4,7,8 | – Pentachlordibenzofuran (PeCDF) | 0,3 |
| 1,2,3,7,8 | – Pentachlordibenzofuran (PeCDF) | 0,03 |
| 1,2,3,4,7,8 | – Hexachlordibenzofuran (HxCDF) | 0,1 |
| 1,2,3,7,8,9 | – Hexachlordibenzofuran (HxCDF) | 0,1 |
| 1,2,3,6,7,8 | – Hexachlordibenzofuran (HxCDF) | 0,1 |
| 2,3,4,6,7,8 | – Hexachlordibenzofuran (HxCDF) | 0,1 |
| 1,2,3,4,6,7,8 | – Heptachlordibenzofuran (HpCDF) | 0,01 |
| 1,2,3,4,7,8,9 | – Heptachlordibenzofuran (HpCDF) | 0,01 |
| Octachlordibenzofuran (OCDF) | 0,0003 | |
| Polychlorierte Biphenyle | WHO-TEF 2005 | |
| Non ortho PCB | ||
| PCB 77 | 0,0001 | |
| PCB 81 | 0,0003 | |
| PCB 126 | 0,1 | |
| PCB 169 | 0,03 | |
| Mono ortho PCB | ||
| PCB 105 | 0,00003 | |
| PCB 114 | 0,00003 | |
| PCB 118 | 0,00003 | |
| PCB 123 | 0,00003 | |
| PCB 156 | 0,00003 | |
| PCB 157 | 0,00003 | |
| PCB 167 | 0,00003 | |
| PCB 189 | 0,00003 | |
| 2,3,7,8- | Tetrabromdibenzodioxin (TBDD) |
| 1,2,3,7,8- | Pentabromdibenzodioxin (PeBDD) |
| 1,2,3,4,7,8- | Hexabromdibenzo-p-dioxin (HxBDD) |
| 1,2,3,7,8,9- | Hexabromdibenzodioxin (HxBDD) |
| 1,2,3,6,7,8- | Hexabromdibenzodioxin (HxBDD) |
| 2,3,7,8- | Tetrabromdibenzofuran (TBDF) |
| 1,2,3,7,8- | Pentabromdibenzofuran (PeBDF) |
| 2,3,4,7,8- | Pentabromdibenzofuran (PeBDF) |
| Emissionsparameter | C | |
|---|---|---|
| a) | Gesamtstaub | 10 |
| b) | gasförmige anorganische Chlorverbindungen, angegeben als Chlorwasserstoff | 10 |
| c) | gasförmige anorganische Fluorverbindungen, angegeben als Fluorwasserstoff | 1 |
| d) | Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, angegeben als Stickstoffdioxid in | |
| aa) Anlagen zur Herstellung von Zementklinkern und Zement | 200 | |
| bb) Anlagen zum Brennen von Kalk | 350 | |
| e) | Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid, angegeben als Schwefeldioxid | 50 |
| f) | organische Stoffe, angegeben als Gesamtkohlenstoff | 10 |
| g) | Quecksilber und seine Verbindungen, angegeben als Quecksilber | 0,03 |
| h) | Ammoniak, sofern zur Minderung der Emissionen von Stickstoffoxiden ein Verfahren zur selektiven katalytischen oder nichtkatalytischen Reduktion eingesetzt wird | 30 |
| Emissionsparameter | C | |
|---|---|---|
| a) | Gesamtstaub | 30 |
| b) | gasförmige anorganische Chlorverbindungen, angegeben als Chlorwasserstoff | 60 |
| c) | gasförmige anorganische Fluorverbindungen, angegeben als Fluorwasserstoff | 4 |
| d) | Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid, angegeben als Schwefeldioxid | 200 |
| e) | Quecksilber und seine Verbindungen, angegeben als Quecksilber | 0,05 |
| Emissionsparameter | C |
| Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, angegeben als Stickstoffdioxid | 200 |
| Emissionsparameter | C | |
|---|---|---|
| a) | Gesamtstaub | 10 |
| b) | gasförmige anorganische Chlorverbindungen, angegeben als Chlorwasserstoff | 10 |
| c) | organische Stoffe, angegeben als Gesamtkohlenstoff | 10 |
| d) | Quecksilber und seine Verbindungen, angegeben als Quecksilber | 0,03 |
| Emissionsparameter | C | |
|---|---|---|
| a) | gasförmige anorganische Chlorverbindungen, angegeben als Chlorwasserstoff | 60 |
| b) | Quecksilber und seine Verbindungen, angegeben als Quecksilber | 0,05 |
| Emissionsparameter | C | |
|---|---|---|
| Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, angegeben als Stickstoffdioxid, bei einer Feuerungswärmeleistung von | ||
| a) | 50 MW bis 100 MW | 250 |
| b) | mehr als 100 MW | 100 |
| Kohlenmonoxid | 10 Prozent, |
| Schwefeldioxid | 20 Prozent, |
| Stickstoffoxid | 20 Prozent, |
| Gesamtstaub | 30 Prozent, |
| Organisch gebundener Gesamtkohlenstoff | 30 Prozent, |
| Chlorwasserstoff | 40 Prozent, |
| Fluorwasserstoff | 40 Prozent, |
| Quecksilber | 40 Prozent. |
| Ammoniak | 40 Prozent. |
Für Quecksilber bezieht sich abweichend von Satz 1 Buchstabe h der genannte Prozentsatz auf die für den Tagesmittelwert festgelegte Emissionsbegrenzung und soweit für den kontinuierlich zu überwachenden Luftschadstoff keine für den Jahresmittelwert festgelegte Emissionsbegrenzung vorgegeben ist, bezieht sich Satz 1 insoweit auf die für den Tagesmittelwert festgelegte Emissionsbegrenzung.
Des Weiteren muss das Umweltmanagementsystem auch folgende Merkmale aufweisen:
Sofern aufgrund fehlender Registrierung nach EMAS ein Umweltmanagementsystem nach Satz 1 Nummer 2 eingeführt werden muss, und keine Zertifizierung nach ISO 14001 vorliegt ist die Erfüllung der aufgeführten Merkmale durch einen nach § 9 des Umweltauditgesetzes zugelassenen Umweltgutachter oder eine nach § 10 des Umweltauditgesetzes zugelassene Umweltgutachterorganisation, dessen oder deren Zulassungsbereich den Wirtschaftszweig der Anlage umfasst, im Intervall von drei Jahren nachzuweisen.
| Mindestanforderungen an Energieeffizienzwerte (in Prozent) | ||||
| Anlage | Feste Siedlungsabfälle und sonstige nicht gefährliche Abfälle sowie gefährliche Holzabfälle | Gefährliche Abfälle mit Ausnahme von gefährlichen Holzabfällen1 |
Klärschlamm | |
| Elektrischer Gesamt- wirkungsgrad (brutto)2 , 3 |
Brutto- energieeffizienz4 |
Kesselwirkungsgrad | ||
| Bestehende Anlage | 20 | 725 | 60 | 606 |
| Alle anderen Anlagen | 25 | |||
|
||||
| Elektrischer Bruttowirkungsgrad | |
| Bruttoenergieeffizienz |
| • | Qb: | Wärmeleistung, die vom Kessel erzeugt wird, in MW; |
| • | Qde: | direkt abgegebene Wärmeleistung (als Dampf oder Heißwasser) abzüglich der Wärmeleistung des Rücklaufs, in MW; |
| • | Qhe: | Wärmeleistung, die den Wärmetauschern auf der Primärseite zugeführt wird, in MW; |
| • | Qi: | Wärmeleistung (als Dampf oder Heißwasser), die intern genutzt wird (z. B. zur Abgasaufheizung oder Entnahme vor Entnahmekondensationsturbinen), in MW* ; |
| • | Qth: | Wärmeeintrag in die thermischen Behandlungseinrichtungen (zum Beispiel Feuerraum) einschließlich der Abfälle und Hilfsbrennstoffe, die kontinuierlich genutzt werden (ausgenommen zum Beispiel für die Anfahrphase), in MWth, ausgedrückt als unterer Heizwert; |
| • | We: | Erzeugte elektrische Leistung in MW. |