Lange lebte die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung in einem juristischen Zwischenraum. Sie bestand in ihrer juristischen Existenz, aber fühlte sich für viele Unternehmen praktisch noch nicht zwingend an. Kein neu gefasstes Arbeitszeitgesetz, keine klassische „Stechuhrpflicht“, kein klarer Bußgeldtatbestand allein für das Unterlassen der Erfassung. Daraus entstand ein trügerischer Eindruck von Aufschiebbarkeit.
Zwar erfassen nach einer repräsentativen Erhebung des Digitalsverbands Bitkom aus dem Jahr 2025 inzwischen rund drei Viertel der Unternehmen in Deutschland die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten, doch geschieht dies keineswegs einheitlich oder flächendeckend digital.
Der bekannte Satz “Wir machen das, sobald der Gesetzgeber Klarheit schafft.” hat damit zwar an Bedeutungskraft verloren, verschwunden ist er gleichwohl nicht. Und genau hier liegt seit dem jüngsten Urteil des Bundesarbeitsgerichts bereits ein Verstoß. Die Phase des Abwartens ist damit vorbei. Nicht, weil der Bundestag plötzlich legislativ gehandelt hätte, sondern weil die Aufsichtsbehörden begonnen haben, das geltende Recht durchzusetzen.
Doch welche Gesetze sind relevant und wie können Unternehmen die Anforderungen effizient umsetzen? In diesem Artikel beleuchten wir die gesetzlichen Grundlagen der Zeiterfassung und stellen die besten Zeiterfassungs-Softwares vor, die Unternehmen dabei unterstützen, die Anforderungen schnell und einfach umzusetzen.